14. Juni 2020 / 19:35 Uhr

Nach Kopf-Crash: Mainz-Stürmer Taiwo Awoniyi erleidet schwere Gehirnerschütterung

Nach Kopf-Crash: Mainz-Stürmer Taiwo Awoniyi erleidet schwere Gehirnerschütterung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Taiwo Awoniyi muss zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.
Taiwo Awoniyi muss zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. © hasan bratic/rscp-photo
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Eine schwere Gehirnerschütterung, aber keine weiteren schwerwiegenden Verletzungen: Der Mainzer Stürmer Taiwo Awoniyi hat nach seinem Unfall bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg Glück im Unglück. Die Liverpool-Leihgabe muss zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. 

Der Mainzer Stürmer Taiwo Awoniyi hat Glück gehabt. Bei seinem Sturz auf den Kopf im Bundesligaspiel am Sonntag gegen den FC Augsburg (0:1) erlitt der 22-jährige Nigerianer zwar eine schwere Gehirnerschütterung, aber keine weiteren schwerwiegenderen Verletzungen. "Wir haben Entwarnung bekommen von den Ärzten“, sagte Mainz-Coach Achim Beierlorzer nach der Partie. "Er ist bei Bewusstsein und hat eine schwere Gehirnerschütterung. Vorerst muss er zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben."

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In der 17. Minute war Awoniyi nach einem Kopfballduell im gegnerischen Strafraum mit dem Kopf ungebremst auf den Rasen gestürzt. Er war von Felix Uduokhai am Kopf getroffen worden und verlor noch in der Luft das Bewusstsein. Bilder belegen, wie Schiedsrichter Marco Fritz versuchte, Awoniyi am Verschlucken seiner eigenen Zunge zu hindern. Der Leihgabe des FC Liverpool wurde eine Halskrause angelegt - nach minutenlanger Behandlung musste er vom Platz getragen und in ein Krankenhaus gefahren werden.

Beierlorzer fordert Elfmeter nach Kopf-Crash

Beierlorzer wäre gern zum verletzten Spieler gesprintet, um sich über dessen Zustand zu informieren, wurde aber vom vierten Offiziellen Benedikt Kempkes aufgehalten. Laut dem Mainz-Coach hätte die Aktion von Uduokhai, der voll in Awoniyi sprang, einen Elfmeter nach sich ziehen müssen. "Wenn ein Spieler zu spät kommt im Duell, dann ist er zu spät, egal ob mit dem Kopf oder Fuß", sagte Beierlorzer. Wie länge Awoniyi ausfällt steht noch nicht fest. Es scheint aber sicher, dass der Stürmer den abstiegsgefährdeten Mainzer (Tabellen-15., drei Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz 17) am Mittwoch in Dortmund fehlen wird.

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Taiwo Michael Awoniyi, wie er mit vollem Namen heißt, spielt erst seit dieser Saison für die Mainzer. Im Sommer wurde 22-Jährige nigerianische Nachwuchs-Nationalspieler von den Rheinhessen vom FC Liverpool ausgeliehen. Kurios: Für den amtierenden Champions-League-Sieger absolvierte Awoniyi noch kein Pflichtspiel, obwohl seit Sommer 2015 vom Klub für rund eine Million Euro Ablöse aus der nigerianischen Liga verpflichtet wurde. Awoniyi wurde seitdem jede Saison ausgeliehen - erst an den FSV Frankfurt, dann an NEC Nijmegen (Holland) Royal Mouscron (insgesamt zwei Mal), KAA Gent (beide Belgien) und schließlich Mainz 05. Für die Rheinhessen schoss er in elf Spielen ein Tor.