20. April 2022 / 06:00 Uhr

Nach Liga-Frust: SV Pastow will im Pokal-Halbfinale den Schalter umlegen

Nach Liga-Frust: SV Pastow will im Pokal-Halbfinale den Schalter umlegen

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Hochmotiviert gehen die Pastower Danny Zimmermann, Hannes Wandt, Philip Mansour, Florian Reimer, Georg Schumski und Jan Rudlaff (von rechts) in die Partie.
Hochmotiviert werden die Pastower Danny Zimmermann, Hannes Wandt, Philip Mansour, Florian Reimer, Georg Schumski und Jan Rudlaff (von rechts) in die Pokalpartie gegen den Greifswalder FC gehen. © Johannes Weber
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Der Fußball-Verbandsligist erwartet am Mittwochabend in der Vorschlussrunde den Greifswalder FC. Das zweite Halbfinale steigt in Malchow.

Broderstorf. Im Fußball-Landespokal will sich der SV Pastow heute Abend (Anpfiff: 17.30 Uhr/Liveticker im SPORTBUZZER) den Traum vom Endspiel erfüllen. Der Verbandsligist erwartet im Halbfinale den Tabellenzweiten der NOFV-Oberliga Nord Greifswalder FC. Die Pastower stellten bereits zweimal unter Beweis, dass sie der Favoritenschreck in dieser Saison sind. Mit dem MSV Pampow und Rostocker FC warf der SVP bereits zwei Oberligisten aus dem Wettbewerb.

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Formtechnisch sind die Pastower aktuell nicht so gut drauf. Keines der vergangenen acht Ligaspiele gewannen die Rostocker Vorstadt-Kicker und verabschiedeten sich dadurch aus dem Titelrennen der Verbandsliga. Der Fokus liegt daher voll auf dem Pokalspiel gegen den GFC, der acht seiner zurückliegenden zehn Pflichtspiele gewonnen hat. „Wir sind jetzt in der heißen Phase und wissen, dass die größtmögliche Hürde vor uns liegt. Angst haben wir keine, denn für uns gibt es nichts zu verlieren", meint Pastows Trainer Heiner Bittorf.

So sieht die Top-20-Torjägerliste im Landespokal 2021/22 nach dem Achtelfinale aus (Stand: 27. März):

Alexander Lukesch legt hier den Ball über den gegnerischen Torhüter und köpft danach zum 5:0 ein. Zur Galerie
Alexander Lukesch legt hier den Ball über den gegnerischen Torhüter und köpft danach zum 5:0 ein. ©

Nach dem Liga-Frust der vergangenen Wochen mit Klatschen gegen Einheit Ueckermünde (0:3) und beim Penzliner SV (3:6) ist sich der 32-Jährige sicher, dass seine Mannschaft gegen den GFC anders auftreten wird. Die Leichtigkeit aus dem ersten Halbjahr, als die Pastower als Tabellenführer in die Winterpause gegangen sind, fehlt jedoch. Daher appelliert Bittorf: „Wir brauchen mehr denn je die Unterstützung der Zuschauer, denn vieles läuft bei uns momentan nicht von selber. Der Support von den Rängen kann letzte Prozente an Kräfte freisetzen.“

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Die Situation aktuell ähnelt den Voraussetzungen vor der Viertelfinal-Überraschung gegen den Rostocker FC (2:0). Dort waren die Pastower bereits vier Spiele sieglos und suchten nach ihrer Form. Durch eine disziplinierte Defensivleistung und einer brutalen Effektivität überraschte der Underdog durch Jan Rudlaff und Tony-Glen Siegmund gegen den Favoriten. "Da hatte auch keiner etwas auf uns gesetzt", kommentiert Bittorf.

Das zweite Halbfinale zwischen dem Verbandsligisten Malchower SV und dem Oberliga-Team der TSG Neustrelitz wird heute um 19.30 Uhr angepfiffen. Die Sieger der Vorschlussrunde ziehen ins Endspiel ein, das am 21. Mai in Neustrelitzer Parkstadion ausgetragen wird.