27. April 2021 / 09:09 Uhr

Nach Meister-Jubel wartet auf Dresdner SC viel Arbeit: "Menge Hausaufgaben zu erledigen"

Nach Meister-Jubel wartet auf Dresdner SC viel Arbeit: "Menge Hausaufgaben zu erledigen"

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Waibl und Dittrich
DSC-Trainer Alexander Waibl (l.) und Jörg Dittrich im Gespräch. © Matthias Rietschel
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Nach der großen Freude über die sechste Meisterschaft der Vereinsgeschichte, wartet auf den Dresdner SC jetzt wieder viel Arbeit. Denn es wird frisches Geld gebraucht, da coronabedingt der DSC finanzielle Verluste erlitten hat. 

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Dresden. Mit dem sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte ging für die DSC-Volleyballerinnen eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Saison zu Ende. Sportlich hätte es kaum besser laufen könne, wirtschaftlich aber bleiben für die Verantwortlichen noch einige Fragezeichen, wie Vorstandschef Jörg Dittrich und Geschäftsführerin Sandra Zimmermann bestätigen. Sie versichern: „Wir haben jetzt noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen. Wir haben Corona-Hilfen beantragt, einige sind geflossen, bei anderen wissen wir noch nicht, in welcher Höhe sie bewilligt werden“, so Zimmermann.

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Dittrich fügt hinzu: „Die Hilfen von Stadt, Land und Bund waren natürlich wichtig, damit unsere Strukturen nicht wegbrechen. Wirtschaftlich sind wir also bisher gut durchgekommen, aber wir können noch nicht sagen, wir sind durchs Ziel. Ein schwach sechsstelliger Betrag fehlt noch. Unheimlich dankbar sind wir Sponsoren und Fans, die uns die Treue halten und Geld zum Beispiel für Jahreskarten nicht zurückgefordert haben.“

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Einen Beweis dafür lieferten auch noch einmal die Sponsoren Hubert Körner und Frank Grunze, die zur virtuellen Abschlussfeier für den Meistertitel einen Scheck über 10.000 Euro überreichten. Der Blick geht beim DSC geht aber vor allem nach vorn. „Die Zuversicht überwiegt, aber was ist, wenn es wieder losgeht? Werden die Zuschauer wiederkommen, sind die Jahreskarten ein Auslaufmodell oder nicht?“, fragt sich Dittrich.

Champions League kostet 100.000 Euro

Neben vielen Unwägbarkeiten sieht Zimmermann auch noch einen anderen Aspekt: „Wir haben jetzt ein Jahr lang ohne Zuschauer gespielt. Wie soll man Sponsorenakquise betreiben, wenn man neue Partner nicht vor Ort vom Produkt überzeugen kann, wenn die persönlichen Begegnungen nicht möglich sind?“ Auch für die Champions League brauche der DSC wieder einiges an Geld. „Da müssen wir mit Partnern sprechen, ob sie ein zusätzliches Engagement möglich machen. Aber wer spielt sonst noch Champions League in Dresden?“, wirft Dittrich ein.

Die rund 100.000 Euro, die die Königsklasse in der Regel kostet, wolle man aber unbedingt stemmen. „Wir wissen, dass es funktioniert. Wir würden uns ja selbst beschneiden, wenn wir es nicht angehen. Und es ist ja auch für die Spielerinnen attraktiv, wenn sie sich europaweit präsentieren können“, sieht Dittrich gute Gründe, für die Champions League zu melden. Dazu würden natürlich auch die strategischen Themen bleiben, wie die Geschäftsführerin betont: „So beschäftigen wir uns mit der Hallensituation, die sich mit einem neuen Betreiber ändert. Dazu natürlich der geplante Umbau“, führt Zimmermann nur ein Beispiel an. Die Arbeit wird also nicht weniger.