30. April 2018 / 18:23 Uhr

Nach Mobbing-Vorwürfen: Schalke schmeißt Max Meyer aus der Mannschaft

Nach Mobbing-Vorwürfen: Schalke schmeißt Max Meyer aus der Mannschaft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke 04 greift nach den heftigen Vorwürfen von Max Meyer nun hart durch.
Schalke 04 greift nach den heftigen Vorwürfen von Max Meyer nun hart durch. © Getty
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Der FC Schalke 04 erklärt in einer Mitteilung, dass das Kapitel Max Meyer in Gelsenkirchen per sofort zu Ende ist. Gleichzeitig kontert S04 die Vorwürfe des Spielers - und legt dar, warum er zuletzt keine Rolle mehr spielte.

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Es war klar, dass das nicht folgenlos bleiben würde: Nach seinem kontroversen Interview vom späten Sonntagabend, wo Max Meyer seinem Noch-Klub Schalke 04 Mobbing unterstellte und die Klubbosse Clemens Tönnies und Christian Heidel scharf attackierte, hat S04 nun hart durchgegriffen: "Max Meyer wird an den Trainingseinheiten der Lizenzspielerabteilung in den nächsten beiden Wochen bis zum Saisonende nicht mehr teilnehmen und entsprechend auch nicht mehr zum Einsatz kommen", kommunizierte Schalke in einer Mitteilung.

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„Dieses Vorgehen und diese Aussagen können wir nicht tolerieren", grollte Manager Christian Heidel, der in dem Bild-Interview massiv angegangen wurde. "Noch mehr als die unzutreffenden Behauptungen stören uns die Mobbing-Vorwürfe, die wir aufs Schärfste zurückweisen. Schalke 04 hat sich gegenüber Max Meyer immer korrekt verhalten.“

Tedesco: "Von persönlichen Angriffen enttäuscht"

„Mein Eindruck war sehr lange Zeit, dass Max sich hier sehr wohl fühlt. Das war es auch, was er in persönlichen Gesprächen mit dem Trainerteam zum Ausdruck gebracht hat“, sagte Trainer Domenico Tedesco. „Von seinen persönlichen Angriffen bin ich enttäuscht und kann sie nicht nachvollziehen. Weil sie einfach nicht stimmen.“

Meyer hatte Heidel und Tönnies heftig attackiert. "Für mich stellt sich die Situation so dar, dass mir Herr Heidel vom ersten Tag an gesagt hat, ich könne gehen. (...) Dann meinte er noch, dass ich nicht mehr viel spielen würde. Ich war nicht mehr erwünscht", sagte Meyer, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft. Schalke hat sich laut Meyer-Berater Roger Wittmann nie ausreichend um eine Verlängerung bemüht - ein Vorwurf, den Heidel scharf zurückwies.

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In der Pressemitteilung nahmen die Schalker kein Blatt vor den Mund - und lederten heftig zurück. Der Wortlaut:

In der vergangenen Woche hatten Chef-Trainer Tedesco und Co-Trainer Peter Perchtold die Ursache des Leistungseinbruchs von Meyer in Spiel und Training ergründen wollen. Eine der zentralen Aussagen Meyers: Er habe nach dem Spiel gegen den Hamburger SV (7. April 2018. d. Red.) mit Schalke 04 abgeschlossen. In dieser Begegnung war Max Meyer in der Halbzeitpause ausgewechselt worden. Christian Heidel hat daraufhin den Spieler für den heutigen Montag (30.4.) zu einem persönlichen Gespräch in sein Büro eingeladen, um zu besprechen, ob eine Zusammenarbeit unter diesen Bedingungen noch sinnvoll ist. Meyer hat eine solche Unterredung abgelehnt.

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Der FC Schalke 04 stellt außerdem fest:​

Weder Sportvorstand Christian Heidel (im Sommer 2016), noch Chef-Trainer Domenico Tedesco haben Max Meyer am 1. Juli 2017 aufgefordert, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Richtig ist, dass Chef-Trainer Tedesco allen Spielern vor Saisonbeginn eine realistische Einschätzung bezüglich ihrer sportlichen Perspektiven gegeben hat. Max Meyer eröffnete er, dass die Aussichten, in einer offensiven Rolle schwierig seien. Aufgrund von guten Trainingsleistungen hat Tedesco Meyer dann im Herbst 2017 in einer neuen Rolle im defensiven zentralen Mittelfeld zum Stammspieler gemacht. Meyer bestritt 28 von bislang 37 Pflichtspielen in der laufenden Spielzeit, 66 von 87 möglichen Pflichtspielen seit Sommer 2016.

Am vergangenen Mittwoch (25.4.) hat Max Meyer das Training wegen einer Fußverletzung vorzeitig beendet, eine MRT-Untersuchung aber abgelehnt. Da Meyer seitdem nicht mehr mit der Mannschaft trainiert hat, war er aus Sicht der sportlichen Leitung für das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nicht einsatzfähig.

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