20. Februar 2021 / 19:19 Uhr

Nach nächstem Gladbach-Patzer: Marco Rose befürchtet "noch unruhigeres" Umfeld

Nach nächstem Gladbach-Patzer: Marco Rose befürchtet "noch unruhigeres" Umfeld

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marco Rose zeigte sich nach dem nächsten Patzer von Borussia Mönchengladbach nachdenklich.
Marco Rose zeigte sich nach dem nächsten Patzer von Borussia Mönchengladbach nachdenklich. © IMAGO/Moritz Müller
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Borussia Mönchengladbach steckt in der Krise: Von den letzten fünf Bundesliga-Spielen gewannen die Gladbacher nur eines. Die Heim-Niederlage gegen Mainz 05 nach dem Trainer-Wirbel um Marco Rose, der nach Saisonende zu Borussia Dortmund wechseln wird, tut besonders weh. Rose befürchtet mehr Unruhe in der kommenden Woche. Auch Max Eberl sprach von "Druck".

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Für Gladbach-Trainer Marco Rose wird es immer ungemütlicher: Nachdem der Trainer mit dem offiziell gemachten Wechsel zu Borussia Dortmund zur kommenden Saison für Wirbel sorgte, läuft es bei den Gladbachern auch sportlich weiterhin nicht rund. Am Samstagnachmittag verlor die Rose-Elf mit 1:2 gegen den Tabellenvorletzten Mainz 05 und blamierte sich. Gladbach fällt nach vier sieglosen Spielen in Serie im Kampf um die Champions-League-Plätze weiter zurück und belegt aktuell nur Rang acht.

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Die zuvor aufgekommene Unruhe wegen Roses BVB-Wechsel könnte sich verstärken - diese Befürchtung hat auch der Trainer selbst, wie er nach der Niederlage bei Sky sagte. "Ich glaube, dass viel auf die Jungs eingeprasselt ist", meinte Rose. Die Heim-Pleite bedeute, "dass es möglicherweise noch unruhiger wird im Umfeld", gab der scheidende Gladbach-Coach zu. Er übernahm die Verantwortung für die Pleite: "Ich nehme diese Niederlage auf meine Kappe. Im Zusammenhang mit meiner Person gab es in dieser Woche eine Menge Unruhe." Dennoch sei die Trainingswoche gut gewesen. "Die Jungs hatten sich viel vorgenommen für heute. Das Ergebnis spielt uns aber natürlich nicht in die Karten."

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Stindl: Wirbel um Rose hat mit Niederlage nichts zu tun

Bereits unter der Woche gab es Fan-Wirbel um Rose, der für die fixe Ablöse von 5 Millionen Euro per Ausstiegsklausel zum Liga-Rivalen wechselt: Vor einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz von Sportdirektor Max Eberl und Rose am Mittwoch, bei der es auch um die Zukunft des Trainers ging, hängte eine Ultra-Gruppe der Elf vom Niederrhein ein Banner am Borussia Park mit der Aufschrift "Kein Söldner steht über dem Verein - sofort raus mit dem charakterlosen Schwein" auf. Während Rose angab, den Frust der Fans verstehen zu können, schimpfte Eberl: "Ich verstehe, dass der eine oder andere wütend ist über die Entscheidung", sagte er. "Die Vehemenz ist groß und teilweise bestürzt mich das auch, aber wir halten immer zusammen. Ich würde mich freuen, wenn die Wut, die teilweise in Hass übergeht, ab heute vorbei ist."

Gegen Mainz zeigte die Borussia kein schlechtes Spiel, verpasste es aber, ihre Chancen in Tore umzumünzen. Der Elfmeter-Treffer von Kapitän Lars Stindl (26. Minute) war zu wenig. Der Tabellen-17. kam durch die Treffer von Karim Onisiwo (10. Minute) und Kevin Stöger (86.) zum zweiten Auswärtssieg der Saison. Jonas Hofmann zeigte sich nach Abpfiff angefressen: "Teilweise im Kampf, teilweise in den Zweikämpfen vor dem Tor" seien die Gladbacher unterlegen gewesen. "Es ist bitter momentan", meinte der Angreifer. Stindl betonte, dass der Wirbel um Rose mit der Niederlage nichts zu tun habe: "Natürlich war am Anfang der Woche etwas Unruhe zu spüren. Aber das haben wir gut weggesteckt. Das war gar kein Thema mehr für uns heute", meinte der Ex-Nationalspieler.


Rose zeigt sich nach Pleite gegen Mainz kämpferisch

Eberl weiß allerdings, dass das Rose-Thema auch die kommenden Wochen bestimmen wird, wie er vor dem Spiel bei Sky sagte. "Uns ist bewusst, dass durch die Bekanntgabe der Entscheidung sich der Druck vergrößert hat. In der Bundesliga herrscht ein sehr enger Kampf um die europäischen Plätze und da wollen wir weiter mitkämpfen", so der Gladbach-Boss, der bereits "eine konkrete Idee im Kopf" habe, was die Nachfolge betrifft. "Die Entscheidung ist gefallen und damit werden wir jetzt arbeiten. Auch in der neuen Saison werden wir eine schlagkräftige Truppe aufstellen und es wird keinen Ausverkauf geben, wie derzeit spekuliert wird."

Zunächst muss Rose allerdings die Ergebniskrise in den Griff bekommen. Die kommenden Gegner heißen Manchester City im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League (Mittwoch), RB Leipzig in der Bundesliga (27. Februar) und Borussia Dortmund im Viertelfinale des DFB-Pokals (2. März): "Ich habe die Aufgabe, die nächsten Wochen mit den Jungs so zu gestalten, dass wir wieder zurück in die Erfolgsspur kommen", zeigte sich der Gladbach-Coach kämpferisch.