06. Januar 2022 / 14:25 Uhr

Nach Nasenbeinbruch: Wolfsburgs Guilavogui trainiert mit Maske

Nach Nasenbeinbruch: Wolfsburgs Guilavogui trainiert mit Maske

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainierte mit Maske: VfL-Profi Josuha Guilavogui.
Trainierte mit Maske: VfL-Profi Josuha Guilavogui. © imago images/regios24
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Immerhin: Beim Vormittagstraining des VfL Wolfsburg am Donnerstag gab es mal keine Hiobsbotschaft. Und: Defensivspieler Joshua Guilavogui machte nach seinem Nasenbeinbruch fast alles mit.

Noch drei Tage bis zum Rückrundenstart am Sonntag (17.30 Uhr) beim VfL Bochum. Und am Donnerstags Vormittag gab es nach den vielen schlechten Nachrichten durch insgesamt vier Corona-Ausfälle mal Positives. Es gab nämlich keine neuen Ausfälle. Und: Josuha Guilavogui, der am Sonntag einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, war wieder dabei.

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Mit einer Maske als Schutz machte der Franzose fast alle Übungen mit. Er verzichtete aber auf das Abschlussspiel und ging nach gut einer Stunde in die Kabine. Dass der Abräumer in Bochum in der Startelf steht, ist möglich, aber eher unwahrscheinlich. Im Kader dürfte er aber allemal stehen, auf dem Platz könnte Yannick Gerhardt an der Seite von Maximilian Arnold im zentralen Mittelfeld auflaufen. Und der Ex-Kölner weiß genau, wie es ist, mit einer Maske zu spielen. In einem internen Testspiel hatte sich Wolfsburgs Nummer 31 am 9. Mai 2020 mehrere Gesichtsbrüche zugezogen, unter anderem war das Jochbein betroffen. "Ich hatte die gleiche Maske", so Gerhardt. Daher seien bei ihm "Erinnerungen hochgekommen", als er Guilavogui so gesehen hat. "Ich kann mich gut in ihn hineinversetzen."

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Es sei ziemlich nervig, mit einer Maske zu spielen, sagt Gerhardt. "Es beeinträchtigt einen schon, auch das Sichtfeld, obwohl die Maske durchsichtig ist." Gleichwohl sei es "eine gute Möglichkeit, um nicht allzu lange auszufallen". Was bei Gerhardt damals noch dazukam, waren die Witterungsbedingungen, es war Sommer, es war warm, "da hat man noch mehr unter der Maske geschwitzt". Und er musste einige Sprüche seiner Teamkollegen über sich ergehen lassen - so ergeht es jetzt auch Guilavogui. "Wir haben ein bisschen Spaß darüber gemacht", erzählt Gerhardt schmunzelnd. "Ihm steht die Maske aber besser als mir. Trotzdem hoffe ich, dass er sie schnell wieder ablegen kann."

Bis die Maske wieder weg kann, wird es noch einige Zeit dauern. Aber immerhin kann Guilavogui wieder mittrainieren. Und bei der Einheit am Donnerstag ließ sich für das Bochum-Spiel schon eine vermeintliche Startelf erkennen. Es deutet sich wie schon im Test gegen Paderborn (5:4) ein System mit Dreierkette an, die Maxence Lacroix, Sebastiaan Bornauw und John Anthony Brooks bilden könnten. Auf den Außenbahnen dürften Ridle Baku rechts und Jerome Roussillon links ihren Platz sicher haben. Ganz vorn ist Wout Weghorst gesetzt - dahinter muss sich Trainer Florian Kohfeldt entscheiden. Luca Waldschmidt, Renato Steffen und Maximilian Philipp kämpfen um zwei Plätze, bei beiden Letzteren hatten im Testspiel je ein Tor erzielt.

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