08. April 2022 / 10:07 Uhr

Nach neu entdeckter Stärke: Chemie Leipzig hat TeBe und Zwickau vor der Brust

Nach neu entdeckter Stärke: Chemie Leipzig hat TeBe und Zwickau vor der Brust

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
PSX_20220406_211100
Die Leutzscher drehten die Partie in Auerbach und wollen an die letzten Erfolge anknüpfen. © Christian Donner Photography
Anzeige

Die BSG Chemie Leipzig bewies wieder einmal Comeback-Qualitäten und gewann beim VfB Auerbach. Als nächstes wartet Tennis Borussia Berlin, die am Samstag im Alfred-Kunze-Sportpark zu Gast sein werden. Dann wollen die Leutzscher den dritten Sieg in Folge einfahren, schielen aber gleichzeitig schon auf das anstehende Sachsenpokal-Match gegen den FSV Zwickau.

Leipzig. Es war wieder eine jener kleinen, überschwänglichen Feiern, die Fans und Spieler der BSG Chemie nach einem Spiel gemeinsam abhalten konnten. Nach dem gedrehten Spiel und dem 3:1-Sieg in Auerbach war nicht nur der Klassenerhalt theoretisch gesichert, man bejubelte auch eine neue Stärke der Leutzscher.

Anzeige

Denn nach eher verhaltener erster Halbzeit nebst Rückstand folgte in Halbzeit zwei ein ganz anderer Auftritt: drei neue Akteure, drei Tore und damit ein gedrehtes Spiel. Dass mit Denis Mast, Florian Brügman und Anton Kanther drei arrivierte Akteure zur Halbzeit draußen blieben, gehört zu den Kuriositäten dieses Spieles. Timo Mauer, Philipp Wendt und Florian Kirstein kamen und brachten frischen Schwung und vor allem Geschwindigkeit ins Spiel. „Kirsche“ hing in zwei Toren mit drin (Vorlage zum 1:1 durch Denis Jäpel, gefoult vor dem Elfmeter, verwandelt ebenfalls durch Jäpel) und erzielte das dritte Tor selbst. Timo Mauer brachte immer wieder Verwirrung in die Reihen des Gegners.

DURCHKLICKEN: Bilder vom Chemie-Gastspiel in Auerbach

Die BSG Chemie Leipzig kann ihre Stärken im Gastspiel beim VfB Auerbach erst in Halbzeit zwei in Tore ummünzen, dreht die Partie nach 0:1-Rückstand noch auf 3:1. Zur Galerie
Die BSG Chemie Leipzig kann ihre Stärken im Gastspiel beim VfB Auerbach erst in Halbzeit zwei in Tore ummünzen, dreht die Partie nach 0:1-Rückstand noch auf 3:1. © Christian Donner

So hat Chemie nun bereits zwei Punkte mehr als in der gesamten Vorrunde – und das mit noch sechs ausstehenden Spielen. Das alles deutet auf eine weitere Entwicklung des Teams hin, und darauf, dass der zweite Anzug sitzt. Und das, obwohl mit Stephané Mvibudulu ein weiterer Stürmer seit längerem ausfällt und mit Benny Boltze und Andy Wendschuch zwei Routiniers ebenfalls nicht einsatzfähig sind.

Das gibt Hoffnung auf ein weiterhin erfolgreiches Auftreten im Sachsenpokal, wo als nächstes Drittligist Zwickau wartet. Brandheiße Info: Das Halbfinalmatch gegen die Männer aus der ehemaligen Trabantstadt wird am Donnerstag, den 21. April, um 19 Uhr im Alfred-Kunze-Sportpark angepfiffen. „Na klar wollen wir da auch gewinnen. Den Pokal nochmal abzuräumen, wäre definitiv die Krönung meiner Laufbahn“, sagt der scheidende Kapitän Stefan Karau, der nach der Saison seine Karriere beenden wird. Zuvor aber wartet Tennis Borussia am Sonnabend (13 Uhr, AKS). Da soll der dritte Sieg in Folge eingefahren werden.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis