13. Januar 2022 / 08:49 Uhr

Nach neuer Corona-Verordnung: Enttäuschung bei Dynamo Dresden, Freude beim DSC

Nach neuer Corona-Verordnung: Enttäuschung bei Dynamo Dresden, Freude beim DSC

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Nur 1000 Zuschauer dürfen Freitagabend Dynamo Dresden im Spiel gegen den Hamburger SV im Stadion anfeuern.
Nur 1000 Zuschauer dürfen Freitagabend Dynamo Dresden im Spiel gegen den Hamburger SV im Stadion anfeuern. © IMAGO/Steffen Kuttner
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Die neue Corona-Schutz-Verordnung ist bekannt gegeben worden. 1000 Zuschauer beim Spiel gegen den HSV sind der SG Dynamo Dresden viel zu wenige. Derweil freuen sich die DSC-Volleyballerinnen schon über 750 im Hit gegen Schwerin.

Dresden/Leipzig. Die Zeit der Geisterspiele in Sachsen ist (vorerst) vorbei: Fußball-Bundesligist RB Leipzig, aber auch die Zweitligisten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue sowie die Dritt- und Viertligisten dürfen ihre Heimspiele künftig vor 1000 Zuschauern austragen. Dies gab die sächsische Sozialministerin Petra Köpping am Mittwochmittag bei der Präsentation der neuen Corona-Schutz-Verordnung bekannt. Diese tritt am Freitag in Kraft und ist bis 6. Februar gültig.

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Dynamo mit Bauchschmerzen

Laut Petra Köpping dürfen auch bei Hallen-Sportarten bis zu 1000 Besucher live dabei sein, falls die jeweilige Arena ein Fassungsvermögen von mindestens 4000 Plätzen hat. Denn neben den absoluten Zahlen gilt auch eine Obergrenze von 25 Prozent Auslastung. Bei kleineren Sportanlagen kann bis zu 50 Prozent der Kapazität genutzt werden – dann gilt eine Obergrenze von 500 Personen. Für Besucher von Sportveranstaltungen gilt die 2G-plus-Regel plus Kontakterfassung.

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Zum Vergleich: Im benachbarten Sachsen-Anhalt gilt neben der 50-Prozent-Regel eine Deckelung von maximal 15.000 Zuschauern im Freien – die Drittligisten Magdeburg und Halle dürfen demnach vor 13.500 beziehungsweise 7500 Fans spielen.


Dynamo wird die möglichen 1000 Zuschauer am Freitag (18.30 Uhr) zum Heimspiel gegen den Hamburger SV ins Harbig-Stadion lassen. Der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend hat aber Bauchschmerzen dabei: „Das kann nur ein erster Schritt sein. Während am Wochenende in Halle 7500 der 15.000 Plätze belegt werden dürfen, spielen wir vor gerade einmal 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Das kannst du kaum noch jemandem vermitteln.“ Man habe sich die Vergabe der wenigen Tickets nicht leicht gemacht, „egal, wie du dich als Verein entscheidest, dabei gibt es mehr Verlierer als Gewinner“.

"Werden diesen Moment genießen"

Dynamo nutzt das Kontingent, um Verpflichtungen gegenüber Sponsoren zu erfüllen, um Mitarbeitern des Uniklinikums den Besuch im Stadion zu ermöglichen, aber auch Mitglieder und Jahreskarteninhaber bekommen Karten ab. Am Freitag (10 Uhr) gibt es die ausschließlich im etix-Onlineshop (22 Euro Vollzahler, 16,50 Ermäßigte). Es gilt die 2G-plus-Regel. Einen tagesaktuellen Negativtest brauchen nur „Geboosterte“ und Jugendliche unter 18 Jahren nicht. Das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht.

Für die DSC-Volleyballerinnen kommt die Zuschauerregelung gerade richtig zum Top-Spiel an diesem Freitag. Dann empfängt der deutsche Meister und Supercup-Gewinner den SSC Palmberg Schwerin zum brisanten Ostderby in der Margon-Arena (18.30 Uhr). 750 Zuschauer dürfen in die 3000 Plätze bietende Halle. „Wir sind überglücklich, dass unsere Fans in die Margon-Arena zurückkehren können und das auch schon zum Top-Spiel gegen Schwerin. Wir werden diesen Moment genießen und hoffen auf zahlreiche Unterstützung“, zeigt sich Geschäftsführerin Sandra Zimmermann sichtlich erleichtert über die aktuellen Beschlüsse. Tickets für das Spiel sind ausschließlich im Online-Ticketshop und in den etix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Dauerkartenbesitzer der Saison 2020/21 erhalten ein Vorkaufsrecht. Es gilt bis Donnerstag (18 Uhr) und für die jeweilige Preiskategorie, nicht für den Stammplatz. Zimmermann: „Aufgrund der Umsetzung des Hygienekonzepts können wir keine Verfügbarkeit der gewohnten Stammplätze garantieren.“

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Die Eislöwen können am Sonntag (16 Uhr) gegen Selb 1000 Fans begrüßen. Am Donnerstag will der Zweitligist auf seiner Website und den Social-Media-Kanälen die konkreten Regelungen zum Ticketing veröffentlichen. Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf erklärt: „Es ist eine große Erleichterung, dass wir endlich wieder Zuschauer zulassen dürfen. Das haben sich unsere Fans, Sponsoren und natürlich unsere Mannschaft verdient.“

Mit: Astrid Hofmann und Frank Schober