06. Oktober 2019 / 17:54 Uhr

Nach Niederlage des 1. FC Union Berlin: VfL Wolfsburg klettert auf Platz zwei

Nach Niederlage des 1. FC Union Berlin: VfL Wolfsburg klettert auf Platz zwei

dpa
Berlins Marius Bülter steht nach dem Spiel auf dem Rasen und kann die knappe Niederlage nicht fassen.
Berlins Marius Bülter steht nach dem Spiel auf dem Rasen und kann die knappe Niederlage nicht fassen. © Peter Steffen/dpa
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Bundesliga: Aufsteiger 1. FC Union Berlin unterliegt dem VfL Wolfsburg knapp durch einen Treffer von Torjäger Wout Weghorst in der 69. Minute.

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Der VfL Wolfsburg geht in der Fußball-Bundesliga als Tabellenzweiter in die Länderspielpause. Der Europa-League- Teilnehmer gewann am Sonntag mit 1:0 (0:0) gegen den Aufsteiger 1. FC Union Berlin und zog in der Tabelle an großen Namen wie Bayern München, Schalke 04 und dem nächsten Gegner RB Leipzig vorbei.

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Den Siegtreffer für die «Wölfe» schoss Torjäger Wout Weghorst erst in der 69. Minute. Das ließ den VfL auch den Ärger über einen wieder zurückgenommenen Foulelfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit vergessen (53.). Auch da stand Weghorst schon zur Ausführung bereit, als sich Schiedsrichter Bastian Dankert die Szene nach einem Hinweis seines Videoassistenten noch einmal am Spielfeldrand auf seinem Bildschirm ansah. Dort erkannte er dann: Weghorst hatte den Ball mit dem Ellbogen berührt, bevor er von Marvin Friedrich gefoult wurde.

VfL Wolfsburg - 1. FC Union Berlin:

Dass die Stimmung beim VfL-Spiel gegen Union so gut war, lag nicht nur an der Wolfsburger Nordkurve, sondern in großem Maße auch an den Gäste-Fans: Rund 6000 Union-Anhänger waren in Wolfsburg dabei und machten ordentlich Lärm.     Zur Galerie
Dass die Stimmung beim VfL-Spiel gegen Union so gut war, lag nicht nur an der Wolfsburger Nordkurve, sondern in großem Maße auch an den Gäste-Fans: Rund 6000 Union-Anhänger waren in Wolfsburg dabei und machten ordentlich Lärm.     ©
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Der Aufsteiger ist nach der vierten Niederlage in Serie nur aufgrund des besseren Torverhältnisses noch nicht auf einen direkten Abstiegsplatz zurückgefallen. Der VfL dagegen nutzte diesmal die große Chance, die sich ihm schon beim vorangegangenen Heimspiel gegen Hoffenheim (1:1) geboten hatte: Er verbesserte sich auf einen Champions-League-Platz. Außerdem ist er auch nach dem zehnten Pflichtspiel unter seinem Trainer Oliver Glasner weiter ungeschlagen.

Vor 27 012 Zuschauern hätte Wolfsburg dieses Spiel schon in den ersten zehn Minuten entscheiden können. Doch Verteidiger Robin Knoche (6.) und Weghorst (7.) vergaben gleich zu Beginn zwei große Chancen. Eine frühe Führung wäre an diesem Nachmittag das Beste gewesen, was den «Wölfen» hätte passieren können. Denn nicht einmal drei volle Tage nach der schweren Europa-League-Partie bei AS Saint-Etienne (1:1) fehlte ihnen erkennbar die Kraft, um die Berliner dauerhaft unter Druck zu setzen. Jerome Roussillon konnte wegen seiner Blessur vom Donnerstagabend gar nicht mitspielen, Josip Brekalo wurde erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. 2:40 Minuten später legte er Weghorst den Treffer zum 1:0 auf.

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Die Berliner machten dem VfL das Leben mit einer Fünferabwehrkette schwer und hatten dank ihrer vielen mitgereisten Fans auch akustisch so etwas wie ein Heimspiel. Nach einer Viertelstunde schafften sie es sogar, das Spiel immer weiter von ihrem eigenen Tor weg zu verlagern. Die erste Chance vergab Sheraldo Becker nach einem tollen Pass von Robert Andrich (15.). Nach einem Eckball für Union verpasste Neven Subotic den Ball im Fünfmeterraum nur um eine Fußspitze (31.). Alle Berliner hatten sich vor dem Spiel in Shirts mit der Rückennummer und dem Namen ihres Mitspielers Akaki Gogia aufgewärmt, der vor einer Woche einen Kreuzbandriss erlitt.

Die Wolfsburger versuchten nach dem Wechsel noch einmal alles. Gerade als sie selbst den Glauben an einen Sieg zu verlieren schienen, traf Weghorst zum erlösenden 1:0. Die bis dahin so schwache Partie nahm danach noch einmal Fahrt auf, weil Union durch Marius Bülter zwei gute Chancen zum Ausgleich hatte (71./80.) und Wolfsburg immer mehr Raum zum Kontern bekam. Am Ende war der Aufsteiger zu schwach, um den Wolfsburger Kräfteverschleiß zu mindestens einem Punkt zu nutzen.

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