04. November 2019 / 16:17 Uhr

Nach Niederlage in Jena: Trainer des FC Hansa Rostock hatte schlaflose Nacht

Nach Niederlage in Jena: Trainer des FC Hansa Rostock hatte schlaflose Nacht

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Hansa-Innenverteidiger Sven Sonnenberg (l.) wird von Anton Donkor bei der Ballabgabe gestört. Der Ex-Hanseat gehörte bei den Thüringern zu den auffälligsten Spielern und brachte die Rostocker in Rückstand.
Hansa-Innenverteidiger Sven Sonnenberg (l.) wird von Anton Donkor bei der Ballabgabe gestört. Der Ex-Hanseat gehörte bei den Thüringern zu den auffälligsten Spielern und brachte die Rostocker in Rückstand. © Karina Hessland-Wissel
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Die 1:3-Schlappe beim Tabellenletzten in Jena beschäftige am Montag Betreuer und Profis vom FC Hansa. Trainer Jens Härtel arbeitete mit der Mannschaft die Niederlage auf. Zudem gab es einen Waldlauf bei strömendem Regen. Ab Dienstag soll der Fokus auf das Heimspiel gegen Duisburg gelegt werden.

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Das Wetter am Tag nach der 1:3-Niederlage des FC Hansa in Jena passte zur Stimmung von Mannschaft und Betreuern. Als sich die Hanseaten am Montag um 10 Uhr zum Auslaufen in den Barnstorfer Wald auf den Weg machten, regnete es aus tief hängenden grauen Wolken in Strömen. Hansa im Regen – ein Sinnbild.

Mehr Licht als Schatten bei Hansa Rostock

In der Laufgruppe gab Trainer Jens Härtel das Tempo vorn. „Ich hatte eine schlaflose Nacht. Es ist immer so, dass ich schlecht oder gar nicht schlafe, nachdem wir verloren haben“, erzählte der 50-Jährige im Anschluss an die sehr nasse Morgeneinheit.

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Die 450 Kilometer lange Rückfahrt auf der Autobahn hatte Härtel gemeinsam mit Assistenzcoach Ronny Thielemann genutzt, um die entscheidenden Szenen des Spiels beim Tabellenletzten zusammenzuschneiden. Diesmal war mehr Schatten als Licht dabei. Die Mannschaft bekam die Analyse am Montag präsentiert.

Jens Härtel zeigt sich selbstkritisch

„Vielleicht hätte ich die Rolle von Nikolas Nartey vor dem Spiel noch genauer mit ihm besprechen sollen“, ging Härtel nicht nur mit den Spielern, sondern auch mit sich selbst kritisch um. Der Mittelfeldspieler hätte seine Rolle gegen Jena vielleicht defensiver interpretieren müssen, meinte Härtel in seiner Nachbetrachtung.

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Obwohl sich die Rostocker trotz Pleite in der Tabelle nicht verschlechterten und den sechsten Platz belegen, ärgerten sich Coach und Profis gleichermaßen über die vergebene Chance, weiter nach oben zu rücken. „In den entscheidenden Situationen waren die Jenaer besser. Deshalb haben wir das Spiel zu Recht verloren“, urteilte Härtel, der sich möglicherweise mit der Umbesetzung in der Viererkette beschäftigen wird.

Korbinian Vollmann: „Das gibt uns keinen Dämpfer"

Dort steht beim FCH seit dem fünften Spieltag ein 20-Jähriger im Fokus: Sven Sonnenberg. Der 1,94 Meter große Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison noch mit der Regionalliga-Mannschaft des 1. FC Köln auflief, ist seit zehn Spielen Stammkraft in der Viererkette. In Jena erzielte er seinen ersten Treffer in der 3. Liga. „Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, schon in einem früheren Spiel zu treffen. Schade, dass wir in Jena am Ende nichts mitnehmen konnten“, haderte der Rheinländer.

Sein Mannschaftskollege Korbinian Vollmann glaubt nicht, dass die Niederlage in Jena weitere negative Folgen für Hansa haben wird. „Das gibt uns keinen Dämpfer. Wir müssen uns aber in den kommenden Spielen wieder erkämpfen, was wir zuletzt richtig gemacht hatten.“ Der 26-Jährige haderte dennoch mit der vertanen Chance: „Wenn man sieht, was in der Tabelle möglich gewesen wäre, ist das Ergebnis umso ärgerlicher.“

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Die mitgereisten Fans von Hansa Rostock mit großen Hansa-Fahnen im Gästeblock. Zur Galerie
Die mitgereisten Fans von Hansa Rostock mit großen Hansa-Fahnen im Gästeblock. ©

Das Glück, das die Härtel-Schützlinge beim 1:0-Auswärtssieg in Magdeburg und dem 2:1-Heimerfolg gegen 1860 München hatten, fehlte am Sonntag. Müßig darüber zu diskutieren, was gewesen wäre, wenn der Distanzschuss von Nico Neidhart an die Latte, der die 2:1-Führung bedeutet hätte, und der Pfostentreffer von John Verhoek kurz vor Spielende im Tor gelandet wären.

Am Dienstag muss die Niederlage abgehakt sein, meinte Härtel. Dann will er sich voll auf die Vorbereitung des Heimspiels gegen den MSV Duisburg (Sonnabend, 14 Uhr) konzentrieren.

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