11. September 2019 / 20:54 Uhr

Nach packender Partie: Babelsberg 03 und Wacker Nordhausen teilen sich die Punkte (mit Galerie)

Nach packender Partie: Babelsberg 03 und Wacker Nordhausen teilen sich die Punkte (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Lucas Scholl (o.) wird von Tobias Dombrowa abgegrätscht.
Lucas Scholl (o.) wird von Tobias Dombrowa abgegrätscht. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Die Babelsberger bleiben im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion weiter sieglos.

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Viertes Remis im vierten Heimspiel: Nach einem packenden Spiel am Mittwochabend vor 1641 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion trennten sich der SV Babelsberg 03 und der FSV Wacker Nordhausen 2:2 (0:1). Die Babelsberger warten damit nach sieben Punktspielen weiter auf den ersten Saisonsieg, zeigten gegen den neuen Tabellenzweiten einen couragierten Auftritt, auf dem sich in den kommenden Spielen aufbauen lässt.

Im Vergleich zum 7:1-Landespokal-Erfolg beim Landesklasse-Nord-Vertreter VfB Gramzow am vergangenen Wochenende kehrten bei den Gastgebern unter anderem Angreifer Tom Nattermann und Innenverteidiger Jake Wilton nach überstandenen Verletzungen zurück in die Startelf.

In Bildern: Babelsberg 03 und Wacker Nordhausen trennen sich 2:2.

Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow (in rot) wirft den Ball ab. Zur Galerie
Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow (in rot) wirft den Ball ab. © Jan Kuppert
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Unter den Augen des in Potsdam geborenen Bundesliga-Kickers Robert Andrich vom 1. FC Union Berlin entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase. In dieser hatten die als Meisterschaftsanwärter geltenden Gäste aus Thüringen zwar mehr Ballbesitz, konnten sich aber keine klaren Torabschlüsse herausspielen. Die Babelsberger Defensive um Neuzugang Noah Awassi stand zunächst stabil, wurde in der Offensive aber ebenso wenig zwingend. Die Gästeführung fiel in Minute 32 nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, den die SVB-Defensive nicht richtig klären konnte. Zunächst schoss Florian Esdorf das Leder gegen die Latte, schaltete beim Abpraller am schnellsten und stocherte das Spielgerät zum 1:0 für die Gäste über die Linie.

Erneut mit einem Kopfball scheiterte Esdorf wenig später am stark reagierenden Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow, der einen Zwei-Tore-Rückstand vor der Pause verhindern konnte (36.). Die beste Gelegenheit für die Gastgeber hatte nach 40 Minuten Pieter Wolf. Nach starker Vorarbeit von Tobias Dombrowa wurde sein Abschluss noch abgefälscht und ging nur Zentimeter am rechten Pfosten des Wacker-Kastens vorbei. Nach dem anschließenden Eckball kam Sven Reimann zum Kopfball und zwang Ex-Zweitliga-Keeper Jan Glinker zu einer Glanzparade (41.).

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Nach dem Seitenwechsel stand erneut Glinker im Fokus: Der 35-jährige Routinier klärte per Fußabwehr ganz stark, nachdem Nattermann sich im Strafraum gegen zwei Wacker-Kicker durchgetankt und mit rechts die lange Ecke anvisiert hatte (52.). Wenig später hatte der Stürmer das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Zunächst setzte Kaya Dombrowa gut in Szene, dessen Schuss Glinker nur nach vorne abwehren konnte. Nattermann war zur Stelle und traf zum nicht unverdienten Ausgleich (55.).Im Anschluss blieben die Kiezkicker dran und gingen durch den 20-jährigen Dombrowa, der Glinker nach dessen katatsrophalem Fehlpass wie ein alter Hase umkurvte und sicher einschob, mit 2:1 in Führung (57.).

Den Ausgleich aus dem Nichts besorgte nach 68 Minuten per Kopf Nils Pichinot, der am zweiten Pfosten freistehend verwandelte. Im Anschluss scheiterte Lucas Scholl, Sohn von Ex-Bayern-Profi Mehmet, zunächst mit einem Freistoß an Gladrow (71.), ehe er nach einem rüden Einsteigen gegen Babelsbergs Kapitän David Danko völlig berechtigt mit der Roten Karte des Feldes verwiesen wurde (76.). In der Schlussviertelstunde drückten die Babelsberger auf den Sieg, hatten in der Defensive aber Glück, dass Ugurtan Cepni nach 83 Minuten in höchster Not gegen einen FSV-Kicker klären konnte (83.) und Awassi nach der anschließenden Ecke auf der Linie klärte (84.). In der 88. Minute musste Gladrow zudem noch einmal sein ganzes Können zeigen und parierte einen Rechtsschuss von Pichinot ganz stark.

Wacker-Coach Heiko Scholz meinte nach dem Spiel: "Die Zuschauer haben ein sehr intensives Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir durch eine Standardsituation geführt und haben nicht viel zugelassen. Wir wussten trotz der bisherigen Babelsberger Ergebnisse, dass es hier nicht einfach wird. Am Ende bin ich mit dem Punkt sehr zufrieden, das Spiel kann auch anders ausgehen."

SVB-Trainer Marco Vorbeck sagte: "Ich bin total stolz auf die Mannschaft, welche Moral sie nach dem Rückstand wieder gezeigt hat. Das Gegentor zum 0:1 nach einem Standard ist natürlich wieder sehr unglücklich, weil wir bis dahin nicht viel zugelassen haben. Nach der Roten Karte haben wir es dann nicht gut ausgespielt, haben ohne Not zu viele Fehlpässe gespielt und laden den Gegner wieder zu Toren ein. Daraus müssen wir weiter lernen. Am Ende bin ich gemischter Gefühle. Ich bin total stolz auf die Mannschaft, wie sie gekämpft hat, aber traurig, weil wir wieder nur einen Punkt geholt haben."

SV Babelsberg 03: Gladrow - Montcheu (90. Yesilli), Awassi, Wilton, Cepni - Kretzer (85. Sagat), Reimann, Danko - Wolf (46. Kaya), Nattermann, Dombrowa.

FSV Wacker 90 Nordhausen: Glinker - Heidinger, Pluntke, Esdorf, Haritonov - Becker - Beil (89. Göbel), Kores (84. Löhmannsröben), Scholl - Pichinot, Kammlott (79. Genausch).

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