09. Oktober 2020 / 16:14 Uhr

Nach Packung bei Altglienicke: Lok Leipzigs Wundenheilung im Pokal gegen Laubegast?

Nach Packung bei Altglienicke: Lok Leipzigs Wundenheilung im Pokal gegen Laubegast?

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
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Das Auswärtsspiel am vergangnen Wochenende bei der VSG Altglienicke lief bekanntermaßen nicht so gut. Im Pokal gegen Laubegast soll es nun besser werden. © Thomas Gorlt
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Lok Leipzig muss nach der 0:5-Pleite gegen Altglienicke im Sachsenpokal bei Sechstligist FV Dresden 06 Laubegast ran - und ist auf Wiedergutmachung aus.

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Leipzig. Herbe Schlappen sind dieser Tage nicht außergewöhnlich: Jürgen Klopps Liverpooler gehen gegen Aston Villa 2:7 baden, ManU unterliegt Tottenham 1:6 – und der 1. FC Lok Leipzig kassiert in Altglienicke eine 0:5-Pleite. So gesehen befinden sich die Prosbtheidaer in illustrer Gesellschaft. Trösten wird dies an der Connewitzer Straße kaum jemanden, einzig ein Weiterkommen in der 3. Runde des Sachsenpokals beim Sechstligisten FV Dresden 06 Laubegast am Sonntag (14 Uhr, auf mdr.de im Livestream) wird die in Berlin zugezogenen Wunden heilen.

Apropos Wunden: Mit Mike Eglseder fällt die nächste Stammkraft aus. Der Abwehr-Allrounder zog sich im Training einen Trümmerbruch im Fußgelenk zu und wird im Jahr 2020 nicht mehr gegen den Ball treten. Der 27-Jährige ist der vierte Langzeit-Verletzte bei Lok – und nach Niklas Schneider, Damir Mehmedovic und Robert Berger der vierte Verteidiger, der Trainer Almedin Civa nicht zur Verfügung steht.

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Auch deshalb wird der Favorit den Dresdner Underdog nicht unterschätzen. Das Team von Coach Christoph Klippel, einst für den HFC und Dynamo Dresden aktiv, ist in dieser Spielzeit noch ungeschlagen. Das Halbfinal-Aus der Loksche gegen Fünftligist Eilenburg (0:1 beim Civa-Pflichtspieldebüt) wird zudem die blau-gelben Alarmglocken läuten lassen.

Damals waren im Eilenburger Ilburg-Stadion 1000 Fans zugelassen, in der Heimstätte des FV Dresden dürfen vier Monate später keine Lok-Anhänger live dabei sein, da das Hygiene-Konzept der Stadt Dresden vorgibt, dass Gästefans nicht zugelassen sind. Und das, obwohl in der Regionalliga zuletzt wieder nordostdeutsche Reisegruppen in die Stadien der Region unterwegs waren.

Negativ aufgefallen ist dabei vergangene Woche eine zwölfköpfige Gruppe, die auf der Rückfahrt nach der Lok-Auswärtspartie in Altglienicke volksverhetzende Liedern im Zug sang. Die Polizei stellte die Personen im Alter zwischen 16 und 51 Jahren bei der Ankunft am Dessauer Bahnhof. Während die Ermittlungen laufen, hat der Verein bereits Hausverbote für das Bruno-Plache-Stadion erteilt, ein bundesweites Stadionverbot wird geprüft.