06. Oktober 2021 / 09:19 Uhr

Nach Pauli-Niederlage: Dynamo Dresden sammelt sich

Nach Pauli-Niederlage: Dynamo Dresden sammelt sich

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo Dresden steht in Sieg und Niederlage zusammen, so auch am Millerntor nach der Niederlage bei St. Pauli.
Dynamo Dresden steht in Sieg und Niederlage zusammen, so auch am Millerntor nach der Niederlage bei St. Pauli. © Picture Point/Gabor Krieg
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Die SG Dynamo Dresden hat ihre Niederlage beim FC St. Pauli überwunden. Personell können die Schwarz-Gelben zudem einen Lichtblick vermelden.

Dresden. Mit vier Siegen aus den ersten fünf Pflichtspielen hatte Aufsteiger Dynamo Dresden einen starken Saisonstart hingelegt. Doch seit Ende August läuft es nicht mehr so geschmiert wie anfangs, vier der letzten fünf Zweitligaspiele haben die Schwarz-Gelben verloren. Auch die jüngste Pleite beim FC St. Pauli fiel mit 0:3 erneut deutlich aus.

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Cheftrainer Alexander Schmidt wähnt die Sportgemeinschaft nicht auf Talfahrt, denn dazwischen kam ja noch der 3:0-Heimerfolg gegen Werder Bremen. „Da war alles top und nun haben wir verloren. Wir müssen ganz normal analysieren. Wir wissen, dass diese Liga schwer ist. Beim Negativerlebnis musst du dich neu sammeln und vom Kopf her wieder stabil sein und da sehe ich bei unserer Mannschaft kein Problem. Es ist ja nicht so, dass wir in einer Krise sind“, sieht der 52-jährige Fußballlehrer keinen besonderen Nachholbedarf während der aktuellen Länderspielpause.

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Beim öffentlichen Training am Dienstagvormittag standen unter anderem Pass- und Spielformen auf dem Plan, bei denen die Profis am Gegenpressing und an Abschlüssen feilten. Denn Schüsse aufs Tor gab es am Millerntor aus Dresdner Sicht keine, dafür eine zu hohe Quote an leichten Ballverlusten und Fehlpässen. Schmidt wechselte zwar mit Agyemang Diawusie und Jong-min Seo in der zweiten Halbzeit zwei frische Offensivkräfte ein, ließ aber die gestandenen Angreifer Philipp Hosiner und Pascal Sohm draußen.

Kein Riesenvorwurf

Bei den drei übrigen Wechseln kamen defensivere Akteure ins Spiel, obwohl die Sportgemeinschaft bis zur 73. Minute lediglich mit 0:1 hinten gelegen hatte. Den ersten Gegentreffer hatte die SGD erneut früh kassiert (1. Minute) – wie schon bei den Niederlagen in Heidenheim (1:2, erstes Gegentor: 5. Minute), in Darmstadt (0:1/14.) und gegen Paderborn (0:3/8.). Dynamo liegt seit Wochen fast ständig in Rückstand.

Nach der Partie gegen die überlegenen Kiezkicker aus Hamburg wollte Schmidt seinen Mannen keinen Riesenvorwurf machen. „Wir wussten schon um die Stärke, man kann darauf hinweisen, einen Plan entwickeln. Aber Theorie ist die eine Sache, die Umsetzung gegen so einen starken Gegner die andere.“ Die Taktik sei gegen die Paulianer nicht entscheidend gewesen, sondern man habe defensiv keinen Zugriff bekommen, analysiert der Trainer: „Da spielt sich viel im Kopf ab. Wenn wir fünf Prozent weniger aggressiv sind, wird das bestraft.“

Die fehlenden Prozente will Schmidt nun wieder herauskitzeln. Zudem zeichnet sich ab, dass er demnächst auf eine weitere offensive Alternative zurückgreifen kann. Mittelfeldspieler Patrick Weihrauch hat am Dienstag erstmals seit zehn Monaten wieder mit der Mannschaft trainiert. Der 27-Jährige hatte sich im vergangenen Winter am Sprunggelenk verletzt, zwei Operationen waren die Folge. Bald soll er der SGD mit seiner Erfahrung von 82 Zweitligaspielen wieder zu besseren Resultaten verhelfen.