20. Februar 2019 / 09:42 Uhr

Nach Platzverwüstung: SG Schenkenhorst wartet seit September auf erstes Heimspiel

Nach Platzverwüstung: SG Schenkenhorst wartet seit September auf erstes Heimspiel

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Sportplatz der SG Schenkenhorst bleibt bis zum Frühjahr gesperrt.
Der Sportplatz der SG Schenkenhorst bleibt bis zum Frühjahr gesperrt.
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Kreisliga B Havelland: Die erste Heimpartie der Rückrunde gegen den FSV Groß Kreutz muss abgesagt werden.

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Ein oberflächlicher Blick auf die Heimtabelle macht aus Sicht der SG Schenkenhorst nicht wirklich Spaß. Mit sechs Punkten liegen die Schenkenhorster in der Kreisliga B auf dem letzten Platz. Bei genauerem Hinsehen fällt allerdings auf: Die Fußballer haben in der Hinrunde auch nur zwei Partien auf dem heimischen Platz bestritten – und die auch noch beide gewonnen.

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"Hätten den ganzen Rasen wieder kaputt gemacht"

Der Grund für die wenigen Heimpartien: Ende September hatten Wildschweine Teile des Platzes verwüstet. Seither war der Platz gesperrt – und bleibt es vorerst auch. „Wir waren am Wochenende noch einmal drauf gewesen. Der Untergrund ist noch relativ weich. Der Rasen wurde im Oktober angesät, was soll über den Winter auch groß wachsen“, fragt SG-Trainer Norman Stengel. Deshalb haben die Schenkenhorster, die eigentlich am Sonntag ihr erstes Heimspiel seit September bestreiten sollten, das Spiel gegen Groß Kreutz auf den Ostersamstag verlegt. „Wir hätten mit dem einen Spiel den ganzen Rasen wieder kaputt gemacht“, begründet Stengel die Entscheidung.

Der neu angesäte Rasen auf dem Platz der SG Schenkenhorst konnte über den Winter nur bedingt wachsen.
Der neu angesäte Rasen auf dem Platz der SG Schenkenhorst konnte über den Winter nur bedingt wachsen. © Verein

Damit geht das Warten auf das nächste Heimspiel weiter. Gegen den Caputher SV soll es am 10. März soweit sein. „Aus ein bisschen Entfernung sieht der Rasen gut aus, aber aus der Nähe sieht man einige Stellen, die noch nicht so gut sind. Wir hoffen, dass das Wetter so bleibt und der Rasen in den zwei Wochen weiter wächst“, sagt Stengel.

Zwölf Heimpartien in der Rückrunde

Wenn das nach Plan läuft, dann erwarten die Schenkenhorster satte zwölf Partien auf dem neuen heimischen Geläuf. „Wir rechnen uns zu Hause schon den ein oder anderen Punkt mehr aus als in der Hinrunde. Es ist auch angenehmer, nicht zweimal auswärts gegen einen Gegner zu spielen“, meint Stengel.

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Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spieler von Energie Cottbus. ©

Denn auch diese Möglichkeit stand noch im Raum. Wäre der Rasen in einem noch schlechteren Zustand, hätten die Schenkenhorster – wie schon im Großteil der Hinrunde – nur Auswärtsspiele bestritten. „Was wäre uns sonst übrig geblieben. Wir hätten nur noch die Möglichkeit gehabt, die Mannschaft abzumelden, aber das war natürlich ein No-go gewesen“, sagt Stengel. Auch die umliegenden Plätze seien durch andere Mannschaften schon belegt gewesen.

Training in Kleinmachnow und Ludwigsfelde

Trainieren wird der Tabellensiebte der Kreisliga deshalb weiterhin dienstags in Ludwigsfelde und freitags in Kleinmachnow. „Das werden wir in der Rückrunde auch weiterhin so machen, bis es heller wird“, kündigt Stengel an. Außerdem stehen noch zwei kleine Trainingsplätze in Schenkenhorst zur Verfügung, „da sind wir auf jeden Fall kreativ“, erzählt Stengel, auch wenn die Lösung nicht ideal sei.

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Die Variante eines neuen Rollrasens verwarf die Gemeinde aus Kostengründen. In Schenkenhorst hätten sie eh einen anderen Vorschlag: „Die optimale Lösung wäre, wenn die Gemeinde uns einen Kunstrasen hinbaut“, sagt Stengel, dem die enormen Kosten für einen Platz-Neubau allerdings bewusst sind. So bleibt den Schenkenhorstern nur zu hoffen, dass künftig nicht wieder Wildschweine den neu angesäten Rasen umpflügen.