03. April 2021 / 21:14 Uhr

Nach Pleite gegen Bayern: Leipzig-Trainer Nagelsmann schreibt Meisterschaft ab – Ziel jetzt Platz zwei

Nach Pleite gegen Bayern: Leipzig-Trainer Nagelsmann schreibt Meisterschaft ab – Ziel jetzt Platz zwei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für RB-Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann ist die Meisterschaft gelaufen.
Für RB-Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann ist die Meisterschaft gelaufen. © IMAGO/Picture Point LE
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Der Traum ist wohl vorbei: RB Leipzig hat das Topspiel gegen den FC Bayern verloren – und jetzt als Tabellen-Zweiter sieben Punkte Rückstand auf den FCB. Julian Nagelsmann und Kapitän Marcel Sabitzer setzen sich nun neue Ziele.

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Das Spiel streckenweise dominiert - aber keine Tore gemacht: RB Leipzig hat im Kampf um die deutsche Meisterschaft am 27. Spieltag eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Trotz bester Torchancen verloren die Sachsen zuhause gegen den Tabellenführer FC Bayern mit 0:1 (0:1) - und haben nun sieben Punkte Rückstand auf den Triple-Sieger der Vorsaison. In dieser Phase der Saison hat noch kein Team in der Bundesliga-Geschichte einen solch großen Rückstand auf den Ersten aufgeholt. Das Thema Meistertitel hat sich damit erledigt. Das hatte RB-Trainer Julian Nagelsmann schon vor dem Spiel so formuliert ("Wenn wir nicht gewinnen oder unentschieden spielen, ist zwar nicht die Saison vorbei, der Meisterkampf allerdings schon") - und nach dem Spiel nochmal bestätigt.

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Nach dem gescheiterten Angriff auf die Bayern setzt sich RB jetzt neue Ziele: "Natürlich musst du das kurz sacken lassen. Du musst kurz schlucken, wenn man so ein Ziel verlierst", ärgerte sich Nagelsmann nach dem verpassten Sieg bei Sky, blickte aber auch bereits nach vorn. Das Ziel müsse sein, "in der Bundesliga jetzt Zweiter zu werden, auch wenn der erste Titel jetzt verloren ist". Für Willi Orban ist die Meisterschaft "so gut wie abgehakt, das ist glaube ich klar". Ähnlich äußerte sich Kapitän Marcel Sabitzer: "Klar tut es jetzt weh, das muss man verdauen. Wir haben zwei Tage frei, da muss sich jeder damit beschäftigen. Wir wollen den Pokal gewinnen, das muss unser Ziel sein." Im DFB-Pokal treffen die Leipziger Anfang Mai im Halbfinale auf den Sieger der Viertelfinal-Partie zwischen Jahn Regensburg und Werder Bremen.

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So beurteilt SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf gegen den FC Bayern. Zur Galerie
So beurteilt SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf gegen den FC Bayern. ©

Lothar Matthäus sicher: Bayern lassen sich sieben Punkte Vorsprung "nicht mehr nehmen"

Ohne den verletzten 35-Tore-Stürmer Lewandowski zündeten die Bayern zwar kein Chancenfeuerwerk, waren dafür aber sehr effizient - und Leipzig eben nicht. Leon Goretzka (38.) nutzte nach Pass von Thomas Müller die erste Möglichkeit zur Führung. Für die Bayern war es das 62. Pflichtspiel nacheinander mit einem Tor und damit ein deutscher Rekord, für Goretzka der dritte Treffer in den vergangenen vier Partien. "Das ist natürlich enttäuschend“, sagte Leipzigs Klubchef Oliver Mintzlaff, der den Bayern eine "brutale Effektivität" bescheinigte. "Die Mannschaft hat alles gemacht, es hätte sich für mich mehr nach einem Unentschieden angefühlt, aber das ist es nicht, und das müssen wir akzeptieren." Sein Team brauche "realistisch betrachtet" nicht mehr von der Meisterschaft sprechen: "Das war auch nicht unser Ziel.“

Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist der Titelkampf in der Bundesliga durch den Bayern-Sieg ebenfalls entschieden: "Bayern kann sich schon auf die Meisterschaft freuen", sagte Matthäus bei Sky. "Bayern hat aus wenig sehr viel gemacht. Bayern hat die Spieler, die auch Tore erzielen können. Sieben Punkte Vorsprung lassen sie sich nicht mehr nehmen."