15. September 2020 / 11:50 Uhr

Nach Pokal-Triumph: Dynamo Dresdens Coach Kauczinski „nicht auf Wolke sieben“

Nach Pokal-Triumph: Dynamo Dresdens Coach Kauczinski „nicht auf Wolke sieben“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski (r.) freut sich über den Sieg gegen den Hamburger SV im DFB-Pokal.
Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski (r.) freut sich über den Sieg gegen den Hamburger SV im DFB-Pokal. © 2020 Getty Images
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Trotz des glanzvollen Erfolgs gegen den Hamburger SV will Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski nicht in Euphorie verfallen. Doch bestätigt Dresden diese Leistung in der Liga, wird der Club schwer zu besiegen sein.

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Dresden. Nach dem Coup im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV war Markus Kauczinski nur kurz zu Scherzen aufgelegt. „Wenn ich verliere, schreibt mir keiner“, sagte der Trainer von Dynamo Dresden mit Blick auf sein Handy und hatte dabei ein verschmitztes Lächeln auf dem Gesicht.

Das verschwand jedoch, als der 50-Jährige seine Eindrücke vom Spiel Revue passieren lassen sollte. Denn trotz des 4:1-Erfolgs wollte der Coach des Fußball-Drittligisten nicht in Lobeshymnen verfallen. „Wir hatten auch immer wieder Phasen, wo wir den Gegner zu Chancen eingeladen haben“, bemerkte er. „Ich schwebe nicht auf Wolke sieben und meine Gedanken sind schon bei Kaiserslautern und dem, was wir ändern müssen. Denn das waren mir ein paar Chancen zu viel.“

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum bärenstarken Sieg von Dynamo Dresden

In der ersten Runde des DFB-Pokals war bei der Begegnung von Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV kein Klassenunterschied zu sehen. Die SGD gewinnt mit 4:1. Zur Galerie
In der ersten Runde des DFB-Pokals war bei der Begegnung von Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV kein Klassenunterschied zu sehen. Die SGD gewinnt mit 4:1. ©

Defensiv sieht Kauczinski Verbesserungsbedarf, doch bei aller Zurückhaltung und Warnung: seine Mannschaft hatte an diesem Abend einen leidenschaftlichen Kampf geboten. Das musste auch Dynamos Coach loben. Der Auftritt gegen die zumindest individuell stärker besetzten Hanseaten war eine Bestätigung, „dass wir das Tempo gehen und auch Tore machen können.“

Freitag Saisonstart gegen Kaiserslautern

Dynamo spielte abgeklärt wie eine Spitzenmannschaft und hatte auch das notwendige Glück auf seiner Seite. Die Partie ist ein Gradmesser, an dem sich die Akteure auch in den kommenden 38 Ligapartien unter anderem gegen weniger klangvolle Gegner wie den SC Verl, Türkgücü München und die SpVgg Unterhaching messen lassen müssen. Der Weg zum Wiederaufstieg wird lang und bereits am Freitag steht die erste Probe an. Dann eröffnet der Absteiger die neue Drittliga-Saison beim 1. FC Kaiserslautern.

Nur drei Tage bleiben Kauczinski bis dahin, seine Mannschaft nach dem kräftezehrenden Pokalfight darauf vorzubereiten. Eine Situation, die der Coach noch aus der vergangenen Spielzeit kennt, als Dynamo bedingt durch mehrere Corona-Fälle acht Partien in 22 Tagen absolvieren musste.

Doch im Vergleich zur Abstiegssaison scheint das Team bereits zu diesem frühen Zeitpunkt eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei die Kommunikation. „Wir sind charakterlich sehr gut zusammengestellt worden und in der Vorbereitung zu einer Einheit verschmolzen“, erklärte Sebastian Mai. Der 26-Jährige fordert: „Wir sollten das mitnehmen und uns davon tragen lassen.“ Gelingt das, wird Dynamo schwer zu besiegen sein.