16. Oktober 2020 / 08:17 Uhr

Nach Pokalaus: Hinfallen, Krone richten, gegen Plauen weitermarschieren

Nach Pokalaus: Hinfallen, Krone richten, gegen Plauen weitermarschieren

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
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Gegen den CFC hat es nicht zum großen Wurf gereicht. Dafür kann sich der FC Grimma voll auf die Liga konzentrieren. © Karsten Hannover
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Oberligist FC Grimma will nach dem Pokal-Aus gegen den Chemnitzer seinen Fokus auf die Meisterschaft richten und wieder angreifen - und mit dem Heimspiel gegen den VFC Plauen beginnen.

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Grimma. Hinfallen, Krone richten, weitermarschieren - und im besten Fall drei Punkte eintüten: Nach dieser Maxime will Fußball-Oberligist FC Grimma nach der gegen den Chemnitzer FC bezogenen 1:5-Niederlage im Sachsenpokal am Sonnabend ab 14 Uhr im heimischen Husarensportpark im nächsten Punktspiel gegen den VFC Plauen zu Werke gehen. Zumindest wünscht sich dies Coach Alexander Kunert. „Im vergangenen Jahr sind wir nach unserer Pokal-Niederlage gegen Chemnitz in ein sportliches Loch gefallen, aber ich bin zuversichtlich, dass uns dies ein Jahr später nicht wieder passieren wird“, so der Parthensteiner. Denn die Mannschaft sei in diesen zwölf Monaten gereift und sollte deshalb eine Pokal-Niederlage besser einordnen und sich entsprechend auf die anstehenden Aufgaben in der Meisterschaft fokussieren können.

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„Gleichwohl sollten wir einen solch mutlosen Auftritt wie in der ersten Halbzeit gegen Chemnitz auch in der Meisterschaft kein zweites Mal zeigen, weil wir dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch gegen die Top-Teams der Staffel Schwierigkeiten bekommen“, so Kunert, der den positiven Trend in der Meisterschaft mit zuletzt zwei deutlichen Siegen mit 9:1 Toren fortsetzen möchte. „Das Spiel gegen Plauen und danach die beiden Auswärtspartien gegen Neugersdorf und Halle werden für uns ein Gradmesser dafür sein, ob wir in die Spitze der Staffel gehören oder aber ob wir uns fürs erste im Mittelfeld wiederfinden werden“, so der Grimmaer Coach, der gegen Chemnitz erstmals wieder den nach einer Verletzung auskurierten Michel Schwarz zum Einsatz bringen und nun auch vorzeitig Jan Hübler im Mannschaftstraining begrüßen konnte. „Bis auf die drei Landzeitverletzten Griesbach, Konzok und Tröger werden gegen Plauen alle Mann an Bord sein“, kündigt Kunert an.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum deutlichen Sieg der Chemnitzer

Die Kicker des Chemnitzer FC gaben sich beim FC Grimma keine Blöße: 5:1 konnte der Regionalligist gewinnen. Zur Galerie
Die Kicker des Chemnitzer FC gaben sich beim FC Grimma keine Blöße: 5:1 konnte der Regionalligist gewinnen. © hanni

Dies wird auch nötig sein gegen einen gestandenen Fünftligisten aus Plauen, der nach einem sehr guten Start in die neue Saison zuletzt mit drei Niederlagen am Stück Federn lassen musste. „Beim 2:3 gegen Erfurt haben wir nach einem nicht zuletzt infolge von umstrittenen Schiri-Entscheidungen zustande gekommenen 0:3-Rückstand wieder zurück in die Partie gefunden und hätten einen Punkt mehr als verdient gehabt“, blickt Plauens Sportlicher Leiter Frank Günther auf das vergangene Wochenende zurück. Mit Blick auf das bevorstehende und insbesondere den Sonnabend gehen die reichlich Oberliga-erfahrenen Vogtländer, die seit der Saison 2015/16 zur Staffel gehören, von der Papierform her leicht favorisiert in die Partie. „Ich glaube aber, dass dies nur theoretisch der Fall ist, und würde mir jemand ein Unentschieden gegen Grimma anbieten, so würde ich dies sofort unterschrieben“, so Günther, der vor der neuen Saison den Abgang von vier Leistungsträgern zu kompensieren hatte.

„Dies ist uns nicht zuletzt deshalb ziemlich gut gelungen, weil wir noch einen ehemaligen A-Juniorenspieler von RB Leipzig nachnominieren konnten“, so Günther, der in seinem Umfeld in den nächsten Wochen zwei mit A beginnende Wörter nicht hören mag. „Für uns steht der Aufstieg ebenso wenig wie der Abstieg zur Diskussion“, macht der Verantwortliche für den Herrenbereich deutlich. „Auch vor dem Hintergrund, dass wir im Zusammenhang mit Corona mehr denn je die Finanzen im Auge behalten müssen, streben wir vielmehr einen Platz im gesicherten Mittelfeld an.“