14. Juli 2019 / 14:57 Uhr

Nach Pokalpleite: Klare Worte von Phönix-Sportchef Frank Salomon

Nach Pokalpleite: Klare Worte von Phönix-Sportchef Frank Salomon

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Frank Salomon und Daniel Safadi nach dem 0:1-Gegentor.
Frank Salomon und Daniel Safadi nach dem 0:1-Gegentor. © 54°/Koenig
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Der ambitionierte Oberliga-Neuling versucht sich nach dem Pokal-Aus an einer Einordnung - Salomon spricht von "Unvermögen" blickt jedoch gleichzeitig nach vorne.

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Die Enttäuschung beim 1. FC Phönix Lübeck nach dem überraschenden Aus im Landespokal (0:1 beim Oldenburger SV) war groß. Doch Frank Salomon versuchte, den Blick nach vorne zu richten. „Wir sind traurig. Es geht aber weiter“, sagte der Sportliche Leiter der „Adlerträger.“

"Adlerträger" wollen ihre Lehren ziehen

Der Oldenburger Freddy Kaps bezeichnete den Auftritt der favorisierten Lübecker als erschreckend ideenlos. In der Tat fanden Neu-Kapitän Jan-André Sievers & Co. keine Mittel gegen die sehr defensive Spielweise der Ostholsteiner. „Das wird die Phönixer in der Oberliga als Titelfavorit immer erwarten“, glaubt der 25-Jährige. Salomon weiß, dass ähnliche Spiele auf seine Mannschaft zu kommen werden. „Wir müssen Mittel gegen Teams finden, die so anmischen wie die Oldenburger“, erklärte er und kündigte an, „dass wir die nötigen Schlüsse daraus ziehen werden.“

Oldenburg meldet Pajonk ab

Für den 55-Jährigen ist das eine reine Kopfsache. „Einige Spieler sind heute hinter ihren Möglichkeiten geblieben und können wesentlich mehr“, betonte er. Völlig abgemeldet war Torjäger Marco Pajonk. Lediglich einmal konnte sich „Ping, Pong Pajonk“ aus der Klammerung befreien, als er aus der Drehung allerdings hoch über das gegnerische Tor (78.) schoss. „Marco hat keinen guten Tag erwischt. Vielleicht hat der Sieg gegen Regionalligist Altona 93 (3:1, die Red.) uns nicht gutgetan“, unkte der Sportliche Leiter und fügte an: „Wir müssen daran arbeiten, dass wir Spiele gegen solch defensive Mannschaften künftig gewinnen.“

OSV träumt von Berlin

Nach dem Achtelfinal-Erfolg gegen den 1. FC Phönix: So feierte der OSV - und träumt schon von Berlin Oldenburger Sportverein von 1865 e.V.

Gepostet von Sportbuzzer Lübeck am Sonntag, 14. Juli 2019

"Cellos" Ansage läuft ins Leere

Schmerzlich vermisst wurde Spielgestalter Marcello Meyer, der zwar an der Seitenlinie die Daumen drückte, aber noch Trainingsrückstand hat. „Cello“ tourte drei Wochen durch die USA. „Cello in Normalform hätte uns heute sicher gut zu Gesicht gestanden. Doch wir machen da keine Unterschiede und behandeln alle Spieler gleich. Wer längere Zeit fehlt, steht halt nicht im Kader“, meinte Salomon. „Cello“ Meyer hatte das Duell im Vorwege mit den Worten „Wir gewinnen das Spiel einfach und fertig ist die Laube. Klar, spielen wir in einer Liga. Ich sehe da aber kein großes Ding drin. Erste Runde, dann kommen wir weiter“ eingeheizt.

Landespokal-Achtelfinale 2019: Oldenburger SV - 1. FC Phönix Lübeck (1:0).

Neu-Adler Noor Al-Tamemy (l.) im Luftduell mit Oldenburgs Kevin Wölk. Zur Galerie
Neu-Adler Noor Al-Tamemy (l.) im Luftduell mit Oldenburgs Kevin Wölk. ©
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Marcello Meyer nimmt "Online-Häme" sportlich

Ein User bei Facebook erinnerte sich an dieses Zitat und kommentierte nach dem Spiel: „Da wurde aus einem Gartenprojekt eine Großbaustelle. Da hat das Architektenbüro Safadi/Salomon mit Stararchitekt Marcello Meyer, wohl die Statik falsch berechnet. Meyer nahm es sportlich und sagte zum LN-Sportbuzzer: „Guter Kommentar. Das muss man auch mit selbst Selbstironie nehmen und den Beitrag direkt liken.“

Salomon vermisst "Brechstange"

Dass die Lübecker frühzeitig die Segel streichen mussten, lag nicht zuletzt daran, dass in der Schlussphase die nötige Entschlossenheit fehlte, das Spiel noch zu drehen. „Dass wir es in den letzten 15 Minuten nicht geschafft haben, die Brechstange herauszuholen, war schon Unvermögen“, fand Salomon deutliche Worte.

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