19. Juli 2021 / 13:40 Uhr

Nach dem Pokalsieg ist vor dem Punktspielstart: Roßweiner SV bereitet sich auf Saison vor

Nach dem Pokalsieg ist vor dem Punktspielstart: Roßweiner SV bereitet sich auf Saison vor

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Schwibs
Martin Schwibs (li) will auch in der kommenden Saison auf Torejagd gehen. © Robin Seidler
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Nach dem Kreispokal-Triumph steckt der Roßweiner SV nun mitten in der Vorbereitung auf die kommende Saison. In dieser Zeit stehen noch einige Testspiele an, bevor die Mannschaft von Trainer Jörg Soujon in der 1. Runde des Sachsenpokals auf Tapfer Leipzig trifft.

Roßwein. Nach dem Pokalendspiel ist vor dem Punktspielstart. Auch bei den Kreisoberliga-Fußballern des Roßweiner SV verdient in diesem Jahr das Wort Sommerpause seinen Namen nicht. Es wird gleich weiter- beziehungsweise durchgemacht, schließlich war die Corona-Auszeit lang genug. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Verantwortlichen des RSV bereits unmittelbar nach dem Finaltriumph in Frohburg Gedanken über das kommende Spieljahr machten. Eine Saison, in welcher die Blau-Weißen ihre zuletzt eroberte Vormachtstellung in der Staffel (bei Abbruch souveräner Tabellenführer) untermauern möchten.

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Vorne mitmischen

Leichter wird es in Zukunft mit Sicherheit nicht werden für die Roßweiner, denn die Konkurrenz ist ebenfalls hungrig auf Erfolg und das eigene Mannschaftsaufgebot musste einige schmerzhafte Verluste verkraften. Mit Nick Mihalek (zum VfB Leisnig), Lukas Haferlandt, Nico Peschel, Lukas Schumann, Till Kurze (alle zum TSV Rackwitz) und Kevin Herfurth verließen etliche Akteure das Stadion an der Haßlauer Straße. Die drei Erstgenannten waren zuletzt absolute Stammkräfte, das Rackwitz-Quartett sucht aufgrund ihres Studiums in Leipzig auch fußballerisch die Nähe zur Messestadt. Trainer Jörg Soujon ist darüber natürlich keineswegs erfreut: „Das ist schade, doch wir haben hier auf dem Lande einen gewissen Standortnachteil gegenüber der Großstadt. Aber wir können das Rad halt nicht neu erfinden. Dennoch wollen wir unseren Kader wieder ein wenig verbreitern und haben darüber hinaus immer noch eine Supertruppe beieinander. Ich mache mir keine großen Sorgen.“

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Zumal mit Patrick Peschel ein erfahrener Kicker zum RSV gestoßen ist. Einst beim Döbelner SC aktiv, war er danach beim SV Medizin Hochweitzschen angemeldet. „Er hatte zwar in letzter Zeit mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, diese jetzt allerdings überwunden und ist nach wie vor fit wie ein Turnschuh.“ Von dieser Sorte benötigt Coach Soujon in den nächsten Tagen und Wochen viele, denn die anstehenden Aufgaben sind durchaus anspruchsvoll. Nach dem 7:5-Test gegen den Lokalrivalen SV Gleisberg (ein typisches „vorne hui, hinten pfui“) gibt am kommenden Sonntag um 15 Uhr Landesliga-Vertreter FSV Neusalza-Spremberg seine Visitenkarte ab, bevor am 01. August zur gleichen Zeit der SV Geringswalde/Schweikershain aus der benachbarten Kreisoberliga Mittelsachsen seine Aufwartung macht.

Und eine Woche danach steht schon der Auftakt für das Pflichtspielprogramm ins Haus, wenn der SV Tapfer Leipzig aus der Landesklasse Nord zum Duell in der 1. Runde des Landespokals in Roßwein aufkreuzt. Spätestens dann will Jörg Soujon seine Schützlinge auf das gewünschte Niveau gebracht haben, um in der Kreisoberliga erneut ganz vorn mitmischen zu können. Und vielleicht bietet sich zwischenzeitlich sogar die kurze Gelegenheit zum Zurücklehnen. Frei nach dem Motto: Wir sind in jeder Hinsicht gerüstet.