21. Januar 2019 / 15:57 Uhr

Nach radikalem Umbruch: Eintracht Braunschweig will am Sonntag die Aufholjagd starten

Nach radikalem Umbruch: Eintracht Braunschweig will am Sonntag die Aufholjagd starten

Alex Leppert
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Spieler von Eintracht Braunschweig schwören sich auf die Partie in Karlsruhe ein.
Eintracht Braunschweig hofft auf eine erfolgreiche Rückrunde. © imago/Eibner
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Für Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig beginnt am 27. Januar gegen Hansa Rostock die Rest-Rückrunde. Die Löwen haben aktuell acht Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, die Hoffnung ist aber noch nicht gestorben. Nach einem radikalen Umbruch (neun Neuzugänge, neun Abgänge) wurde die Mannschaft nach den Wünschen von Trainer André Schubert zusammengestellt. Am Sonntag wird sich erstmals zeigen, ob der Plan von der großen Aufholjagd gelingen kann. 

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Der Countdown läuft: In nicht mal mehr einer Woche beginnt für Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig die Rest-Rückrunde. Das Tabellenschlusslicht will eine furiose Aufholjagd starten – und das mit einer runderneuerten Mannschaft. Die hatte jedoch kaum Gelegenheiten, sich einzuspielen.

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Noch keine Stammformation

Drei Tests wollten die Blau-Gelben absolvieren, nach Ausfällen sind es letztlich nur zwei geworden. Gegen die Regionalligisten Germania Halberstadt und Rot-Weiß Erfurt gab es jeweils lockere 5:0-Siege. Doch eine mögliche Stammformation war dabei ebenso wenig zu erkennen wie ein Standard-System.

Das sind die nächsten Spiele von Eintracht Braunschweig in der 3. Liga:

37. Spieltag (11. Mai 2019, 13.30 Uhr): Hallescher FC - Eintracht Braunschweig  Zur Galerie
37. Spieltag (11. Mai 2019, 13.30 Uhr): Hallescher FC - Eintracht Braunschweig  ©

Dies muss aber nicht schlecht sein. Denn Trainer André Schubert hatte angekündigt, flexibel auftreten zu wollen. Dass die Tests zudem nicht unbedingt Aufschluss darüber gaben, wer spielt, verwundert ebenfalls nicht. Denn: Die Leistungsdichte ist extrem, unter den 21 Feldspielern sind mindestens 16 potenzielle Startelf-Kandidaten.

Radikaler Umbruch

Der Umbruch war radikal. Außer Dezember-Aushilfe Marc Pfitzner wurden acht weitere Neue (Bär, Düker, Feigenspan, Fejzic, Kessel, Menz, Nehrig, Rütten) geholt. Bemerkenswert: Fast alle waren in der Vorbereitung von Beginn an dabei. Das war 2007 ganz anders, als sage und schreiben elf Mann geholt wurden, dies aber teilweise sehr spät. Außerdem waren die meisten der damaligen Neuen eher verzweifelte Versuche.

Nicht mehr dabei sind ebenfalls neun Mann, die entweder neue Vereine haben (Amundsen, Canbaz, Fasko, Nyman, Tingager, Valsvik) oder freigestellt sind (Fejzullahu, Franjic, Kruse). Durch die Abgänge mehrerer Großverdiener (Nyman, Tingager, Valsvik) und für die 3. Liga nicht unbeträchtlicher Ablösen (Nyman, Valsvik) dürfte die Shopping-Tour letztlich nicht allzu viel gekostet haben. Allerdings haben die meisten Neuen, auch die der Ü30-Fraktion, mehrjährige Verträge bekommen. Heißt: Bei Klassenerhalt ist der Kader nicht der billigste – und schon gar nicht der jüngste.

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Auftakt gegen Rostock

Dies war im Sommer einer der Gründe, warum der Zweitliga-Absteiger überhaupt so tief fallen konnte. Der damalige Trainer Henrik Pedersen hatte mit dem bald scheidenden Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt (und dem damals kurz vor dem Abschuss stehenden Marc Arnold) einen Kader zusammengestellt, der ebenso unerfahren wie überfordert war.

Schubert hat – freilich nur nach den aktuellen Möglichkeiten – nun „seinen“ Kader zusammengestellt. Am Sonntag gegen Rostock wird sich erstmals zeigen, ob sein Plan von der großen Aufholjgad gelingen kann. Der Rückstand aktuell: acht Punkte plus Torverhältnis.