03. März 2019 / 13:27 Uhr

Nach Rassismus-Vorwurf: Energie Cottbus verzichtet auf Schritte gegen Großaspach

Nach Rassismus-Vorwurf: Energie Cottbus verzichtet auf Schritte gegen Großaspach

dpa
Dynamisch, schnell und torgefährlich: Hansa-Stürmer Marco Königs (l.), hier im Zweikampf mit dem Cottbuser Jose Matuwila.
José-Junior Matuwila (r., Archivfoto) vom FC Energie Cottbus soll beim 0:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach rassistisch beleidigt worden sein. © LUTZ BONGARTS
Anzeige

3. Liga: Fans der SG Sonnenhof Großaspach sollen Cottbus-Spieler José-Junior Matuwila beim 0:0 rassistisch beleidigt haben.

Anzeige
Anzeige

Nach den Vorwürfen über Rassismus von gegnerischen Fans gegen José-Junior Matuwila will der FC Energie Cottbus auf weitere Schritte gegen die SG Sonnenhof Großaspach verzichten. Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte nach dem 0:0 im Drittligaduell beklagt, dass sein Verteidiger rassistisch beleidigt worden sei. „Ein Verfahren gegen oder eine Geldstrafe für die SG Sonnenhof Großaspach macht aus unserer Sicht auch gar keinen Sinn“, sagte ein Vereinssprecher. „Es würde zudem grundsätzlich unserer Auffassung widersprechen, dass Vereine nicht für Dinge bestraft werden sollten, für die sie nichts können und worauf sie keinen Einfluss haben.“

Matuwila weint in der Kabine

Sollte der Deutsche Fußball-Bund Ermittlungen aufnehmen, droht Großaspach allerdings eine Strafe. „Das gehört sich nicht im Stadion, nirgendwo“, sagte Wollitz am Samstag. „Es ist schade, dass unser Spieler in der Kabine sitzt und weint.“

In Bildern: 50 ehemalige Spieler von Energie Cottbus - und was aus ihnen wurde.

Klickt euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spieler von Energie Cottbus. Zur Galerie
Klickt euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spieler von Energie Cottbus. ©
Anzeige

Die Schwaben sagten zu, die Aufklärung vorantreiben zu wollen. Man habe direkt nach der Kritik von Wollitz den Sicherheitsdienst sowie die Polizei verständigt. „Wir werden natürlich auch als Verein einen möglichen Vorfall konsequent prüfen und die Ermittlungen hierzu jederzeit unterstützen“, hieß es in einer Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden Andreas Benignus. „Hier gibt es kein Pardon - falls etwas vorgefallen sein sollte, werden wir als Verein mit aller Konsequenz reagieren.“

"Wir hatten eine sehr gute Körpersprache"

Sportlich kehrte Cottbus ohne Tore, aber neuer Zuversicht zurück. Nach der Nullnummer mussten sich die Lausitzer über eine Vielzahl von vergebenen Torchancen ärgern, dennoch betonte Wollitz: „Wir hatten eine sehr gute Körpersprache. Es geht jetzt weiter für uns. Die Richtung stimmt, und irgendwann gehen die Bälle rein.“

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gab es zumindest den ersten Punkt des Jahres 2019. Vor 1567 Zuschauern konnte Cottbus den Rückstand von fünf Zählern auf den Tabellen 16. Großaspach aber nicht verkürzen und bleibt auf dem 18. Rang in höchster Abstiegsgefahr.

Streli Mamba verliert Privatduell

Besonders Angreifer Streli Mamba vergab in einem Privatduell mit Großaspachs Torhüter Kevin Broll mehrere Großchancen. „So viele Chancen muss man sich erst einmal erarbeiten“, sagte Teamkollege Kevin Weidlich. „Vor dem Tor hatten wir ein bisschen Pech. Aber wir müssen immer weiter machen - und dann wird er auch wieder seine Tore erzielen.“

ANZEIGE: 50% aufs Set für deine Mannschaftsfahrt! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt