22. November 2018 / 15:49 Uhr

Nach Rassismusvorwürfen: Wachow/Tremmen bezieht Stellung und entschuldigt sich

Nach Rassismusvorwürfen: Wachow/Tremmen bezieht Stellung und entschuldigt sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Kicker des FSV Wachow/Tremmen rangieren in der Kreisliga A nach 12 absolvierten Partien auf dem sechsten Rang.
Die Kicker des FSV Wachow/Tremmen rangieren in der Kreisliga A nach 12 absolvierten Partien auf dem sechsten Rang. © Verein
Anzeige

Kreisliga A Havelland: Der Verein aus dem Havelland äußert sich zu den Vorkommnissen beim Gastspiel gegen den FSV Optik Rathenow II.

Anzeige

Am vergangenen Wochenende soll es im Kreisliga-A-Spiel zwischen dem FSV Optik Rathenow II und dem FSV Wachow/Tremmen nach einer Rudelbildung in der Schlussphase zu rassistischen Äußerungen von Wachower Spielern gegenüber ausländischen Kickern des FSV Optik Rathenow II gekommen sein. Jetzt hat sich der FSV Wachow/Tremmen zu den Vorwürfen geäußert.

Anzeige

Die Stellungsnahme im Wortlaut

Liebe Freundinnen und Freunde des wundervollsten Sports der Welt,

es gehört zur besonderen Faszination und Stärke des Fußballs, dass er keine Unterschiede zwischen Kulturen, Religionen und Sprachen macht. Er schafft es jedes Wochenende, Millionen Menschen auf spielerische Weise zusammenzubringen. Fußball vereint! Und er gibt jedem dieselbe Spielregel vor: einen fairen, toleranten und respektvollen Umgang miteinander.

Beim Spiel der Männermannschaften Optik Rathenow II – FSV 1950 Wachow/Tremmen kam es in den Schlussminuten leider zu unschönen Szenen. Während einer Rangelei fielen Äußerungen gegenüber Spielern von Optik Rathenow, die weder akzeptiert noch toleriert werden können. Wir möchten uns für das Verhalten einiger Spieler, insbesondere den Vorfall in den Schlussminuten und auch für teilweise unangemessenes Verhalten einiger Fans aufrichtig entschuldigen, da wir als Verein für Werte wie Leidenschaft, Zusammenhalt und Respekt stehen.


Mehr Fußball aus der Region

Ob auf dem Trainingsplatz um die Ecke, im Vereinsheim oder auf der Zugfahrt ins Stadion – für Rassismus, Homophobie und jede andere Art von Diskriminierung darf im Fußball kein Platz sein. Extremismus und Intoleranz haben nur dort eine Chance, wo weggeschaut wird! Wir nehmen solche Vorkommnisse sehr ernst und werden nicht nur in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Sportjugend einen Workshop für Toleranz und Vielfalt mit allen Mannschaften durchführen, sondern bestätigtes Verhalten ahnden. Wir stehen auf und handeln sofort, wenn andere verbal oder körperlich angegriffen werden.

In der Vergangenheit wurden in unseren Mannschaften Spieler aus den verschiedensten Regionen der Welt integriert. Spielerinnen und Spieler aus Polen, dem Iran oder Nicaragua haben sich stets bei uns wohlgefühlt und auch nach der Rückkehr in Ihr Heimatland stehen wir im engen Kontakt.

Wir und der Fußball allein können gesellschaftliche Probleme zwar nicht lösen, aber gemeinsam können wir einen Beitrag dazu leisten, Rechtsextremismus und Diskriminierung ins Abseits zu stellen.