21. Oktober 2019 / 16:48 Uhr

Nach Rauswurf von Cenk Sahin: FC St. Pauli kassiert Troll-Shitstorm bei Facebook und Co.

Nach Rauswurf von Cenk Sahin: FC St. Pauli kassiert Troll-Shitstorm bei Facebook und Co.

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Fans des FC St. Pauli hatten sich für eine Entlassung von Cenk Sahin (rechts) ausgesprochen. Nachdem der Klub dieser Forderung folgte, gibt es massiven Shitstorm.
Die Fans des FC St. Pauli hatten sich für eine Entlassung von Cenk Sahin (rechts) ausgesprochen. Nachdem der Klub dieser Forderung folgte, gibt es massiven Shitstorm. © 2019 Getty Images/Twitter
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Der FC St. Pauli ist in den sozialen Medien ins Kreuzfeuer geraten. Nachdem der Hamburger Zweitligist seinen Profi Cenk Sahin wegen Äußerungen zur türkischen Militäroffensive in Nordsyreien freigestellt haben, bricht ein Shitstorm auf den Kiezklub herab.

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Nach der Trennung von Cenk Sahin wird Fußball-Zweitligist FC St. Pauli in den sozialen Medien hart attackiert. Klub-Mitteilungen auf Facebook und Twitter werden mit Schmähungen von offensichtlichen Sahin-Sympathisanten kommentiert. Außerdem werden Bilder des 25-Jährigen und von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sowie zahlreiche Türkeiflaggen unter Beiträgen gepostet. St. Pauli hatte den 25-Jährigen Anfang vergangener Woche nach dessen Gutheißung der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien freigestellt.

Mehr zur Sahin-Entlassung

Nach Troll-Shitstorm: FC St. Pauli reagiert auf Facebook und Twitter

Am Montag reagierte der Verein bei Twitter mit der Ankündigung, die Verbreiter der Kommentare konsequent bei der Plattform zu melden. Zu einem missbrauchten Tweet über die U15 des Klubs schrieb der FC St. Pauli: „Endlich bekommen die #YoungRebels (Name für die Jugendteams des Klubs, Anm. d. Red.) mal die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ein herzliches Danke dafür geht an jeden Troll. Wir melden weiter.“

Auf der Facebook-Seite der Kiezkicker heißt es: „Dasselbe Spiel wie letzte Woche: Bedrohungen, Beleidigungen, Spam, militaristischer und nationalistischer Quatsch haben hier keinen Platz.“ Entsprechende Kommentare werden vom Verein seither gelöscht.

FC St. Pauli stellte Sahin nach Instagram-Post frei

Der FC St. Pauli hatte Sahin vergangene Woche mit sofortiger Wirkung freigestellt. "Zur Entscheidungsfindung trugen vor allem die wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers bei", erklärte der Verein in einem knappen Statement auf der eigenen Homepage. Sahin hatte kurz vor seiner Entlassung bei Instagram gepostet: "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!" Daraufhin hatten Fans des Kiezklubs die Freistellung des Profis gefordert. Sahin trainiert mittlerweile beim Erdogan-nahen Klub Basaksehir in Istanbul. Das türkische Team ist auch Europa-League-Gegner von Borussia Mönchengladbach.

25 ehemalige Spieler des FC St. Pauli und was aus ihnen wurde

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