25. August 2019 / 19:15 Uhr

Nach Rückstand: Turbine Potsdam dreht gegen USV Jena auf (mit Galerie)

Nach Rückstand: Turbine Potsdam dreht gegen USV Jena auf (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Lara Prasnikar führt die Torschützenliste der Frauen-Bundesliga an.
Lara Prasnikar führt die Torschützenliste der Frauen-Bundesliga an. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Die Mannschaft von Trainer Matthias Rudolph fährt die ersten drei Punkte der Saison 2019/20 ein.

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Mit einem breiten Grinsen lief Lara Prasnikar nach dem ersten Heimspiel des 1. FFC Turbine Potsdam durch den Spielertunnel. Die Slowenin hatte mit einem weiteren Doppelpack am Sonntag maßgeblichen Anteil am ersten Saisonerfolg ihrer Mannschaft in der 1. Frauenfußball-Bundesliga. Beim deutlichen 6:2-Sieg vor 1337 Zuschauern im Ostderby gegen FF USV Jena gab es aber auch eine Phase, in der die Turbinen wackelten.

„Wir haben im Spiel immer ein paar Minuten, in denen wir nicht so spielen wie wir es können“, sagte die Doppeltorschützin über die Zeit zwischen den Gegentoren zum 1:1 (21.) und 1:2 (30.). Dabei hatten die Potsdamerinnen erwartungsgemäß dominant begonnen, verzeichneten mehr Ballbesitz und erzielten eben durch Lara Prasnikar auch ein stark herausgespieltes Tor zur Führung (14.). Aber als die agile Jitka Chlastáková über rechts durchbrach und flach ins lange Eck abschloss und dann Turbine-Torfrau Vanessa Fischer einen Eckball fallen ließ und Maren Tellenbröker abstaubte, führte plötzlich der Aufsteiger. „Davon waren wir selbst fast ein bisschen geschockt“, bemerkte Jenas Trainer Christopher Heck.

In Bildern: Turbine Potsdam besiegt den FF USV Jena mit 6:2.

Die Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam vor dem Heimspiel gegen den FF USV Jena. Zur Galerie
Die Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam vor dem Heimspiel gegen den FF USV Jena. © Jan Kuppert
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Die Verunsicherung bei den Gastgeberinnen, die sich in einigen zerfahrenen Fehlpässen zeigte, hielt nur kurz an. Prasnikars zweiter Treffer – im Rückwärtsfallen nach weiter Flanke von Viktoria Schwalm – wirkte in der 37. Minute wie ein Weckruf. Die Turbinen brannten ein dreiminütiges Feuerwerk ab, mit dem sie dieses Spiel entschieden. 100 Sekunden nach dem 2:2 lief Neuzugang Malgorzata Mesjasz in einen Eckball und köpfte zur erneuten Führung ein. Und in der 40. Minute streckte sich Ex-Turbine Inga Schuldt bei ihrem Bundesliga-Debüt im USV-Tor vergeblich, als Nina Ehegötz aus 18 Metern genau zielte. „Trotz der zwei Fehler vor den Gegentoren hat mir an meiner Mannschaft gut gefallen, dass wir die Ruhe bewahrt haben“, sagte Potsdams Trainer Matthias Rudolph. Noch vor der Pause erhöhte Viktoria Schwalm nach einem Eckball auf 5:2 (44.).

Rudolphs Mannschaft spielte auch nach dem Seitenwechsel nur in eine Richtung. Für die Gäste aus Thüringen ging das oftmals viel zu schnell. „Es ist eigentlich nur schade, dass wir trotz unserer vielen Chancen zu wenig Tore gemacht haben“, monierte der Coach. Zwar erhöhte Viktoria Schwalm nach einer guten Stunden im Nachsetzen noch auf 6:2, doch zahlreiche Großchancen ließen die Turbinen, für die Sommer-Neuzugang Lara Schmidt gegen ihren Ex-Verein ihr Pflichtspieldebüt gab, noch aus. Die größte Möglichkeit vergab Schwalm, die den Ball nach Ablage von Anna Gasper freistehend über das leere Gästetor bugsierte. „Am Ende sind wir glücklich über die ersten drei Punkte“, so Rudolph.

Jetzt geht es für einige Turbinen erstmal zur Nationalmannschaft. Lara Prasnikar, die jetzt mit vier Treffern die Torschützenliste der Liga anführt und einmal mehr zeigte, dass sie derzeit Turbines Torjägerin Nummer eins ist, sagte: „Ich bin gut in Form und hoffe, dass wir in der Pause im Rhythmus bleiben.“

Turbine Potsdam: Fischer – Gasper, Kiwic, Elsig, Mesjasz – Ehegötz (74. L. Schmidt), Graf (64. Dieckmann), Chmielinski (74. Höbinger), Zadrazil, Schwalm – Prasnikar

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