14. August 2020 / 11:19 Uhr

Paukenschlag in Wolfsburg: Trainer Lerch verlässt die VfL-Frauen

Paukenschlag in Wolfsburg: Trainer Lerch verlässt die VfL-Frauen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Verlässt den VfL Wolfsburg: Trainer Stephan Lerch.
Verlässt den VfL Wolfsburg: Trainer Stephan Lerch. © Roland Hermstein
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Frauenfußball-Bundesligist und Cheftrainer Stephan Lerch gehen nach der anstehenden Saison getrennte Wege. Der Coach hat sich dazu entscheiden, das Angebot des Klubs nicht anzunehmen.

Die Saison 2020/21 wird die letzte für Stephan Lerch! Der Cheftrainer des Frauenfußball-Bundesligisten wird das Angebot des VfL Wolfsburg, seinen bis zum 30. Juni 2021 datierten Vertrag zu verlängern, nicht annehmen und somit den Klub nach der anstehenden Saison verlassen. Das teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit. Im kommenden Sommer steht damt ein größerer Umbruch beim VfL an - auch die Verträge einiger Leistungsträgerinnen laufen aus.

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Das sagt Stephan Lerch

„Es ist für mich nach wie vor eine sehr große Ehre und Herausforderung, mit dem VfL Wolfsburg ein absolutes Top-Team im Frauenfußball unter herausragenden Bedingungen trainieren zu dürfen“, sagt Lerch. „Das Arbeiten mit Top-Spielerinnen sowie dem gesamten Team hinter dem Team bereitet mir ebenso große Freude wie der immer freundschaftlich-konstruktive Austausch mit Ralf Kellermann. Unabhängig davon habe ich mich dazu entschieden, im Sommer 2021 und nach dann acht wunderbaren Jahren eine neue Herausforderung anzunehmen. Bereits bei meiner letzten Vertragsverlängerung habe ich mich mit den VfL-Verantwortlichen gezielt auf eine Laufzeit bis 2021 verständigt, weil dieser Gedanke schon damals eine Rolle spielte. Aktuell steht es für mich offen, wo es ab Sommer 2021 weitergehen wird. Zunächst liegt der Fokus ausschließlich auf dem Erreichen aller mit dem VfL gesteckten Ziele und ich freue mich auf die vielfältigen Herausforderungen in der neuen Saison!“

In Bildern: Die Transfers der Frauen-Bundesliga 2020/2.

Auch in der Corona-Krise treiben die Vereine der Frauenfußball-Bundesliga ihre Personalplanungen für die neue Saison voran. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Transfers zusammen. Zur Galerie
Auch in der Corona-Krise treiben die Vereine der Frauenfußball-Bundesliga ihre Personalplanungen für die neue Saison voran. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Transfers zusammen. ©

Das sagt Ralf Kellermann

„Ich bedauere Stephans Entscheidung, seinen im nächsten Jahr auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern“, so Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen. „Wir hätten die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit sechs Titelgewinnen seit 2017 natürlich sehr gerne fortgesetzt. Der frühe Zeitpunkt der Entscheidung gibt uns in dieser wichtigen Personalie aber Planungssicherheit. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in der verbleibenden gemeinsamen Zeit weitere Erfolge feiern können!“

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Seit 2017 Chetrainer

Lerch übernahm die Position des Cheftrainers 2017 von Ralf Kellermann und gewann mit seinem Team dreimal in Folge das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal. Größter Erfolg auf internationaler Ebene war das Erreichen des Champions-League-Finals 2018. Bislang stand Lerch in 100 Pflichtspielen als Cheftrainer an der Seitenlinie, darunter 66 Mal in der Bundesliga 19 Mal in der Champions League und 15 Mal im DFB-Pokal.

Lerch, der momentan am Fußball-Lehrer-Lehrgang der DFB-Akademie teilnimmt, stieß 2013 als Trainer der zweiten Frauen-Mannschaft zum VfL Wolfsburg. Ein Jahr später übernahm er die Position als Sportlicher Leiter Nachwuchs, die er bis zu seiner Berufung als Cheftrainer ausübte. 2015 wechselte der gebürtige Darmstädter als Co-Trainer in den Stab des Bundesliga-Teams unter dem damaligen Cheftrainer Kellermann.Nach Bernd Huneke und Kellermann war er der dritte Coach der Frauenmannschaft nach deren Wechsel 2003 vom WSV Wendschott zum VfL.

Aktuell befinden sich Lerch und das Team im Kurztrainingslager in Harsewinkel, bereitet sich dort auf das Endturnier der Champions League vor, dass am 21. August in San Sebastian im Baskenland startet. Der VfL trifft dann erst einmal im Viertelfinale auf den schottischen Vertreter Glasgow City FC. Am Freitagabend steht die Generalprobe an, im Grünberg absolvieren die Wolfsburgerinnen ein Testspiel gegen Eintracht (vormals 1.FFC) Frankfurt.