12. Mai 2020 / 11:12 Uhr

Nach Saisonabbruch: 1. SV Oberkrämer verpasst Aufstieg denkbar knapp

Nach Saisonabbruch: 1. SV Oberkrämer verpasst Aufstieg denkbar knapp

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
<b>1. SV Oberkrämer (Kreisoberliga Oberhavel/Barnim, 12-2-0)</b>
Die Mannschaft des 1. SV Oberkrämer ist in dieser Saison noch ungeschlagen. © Christoph Brandhorst
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Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Der ungeschlagene Tabellenzweite 1. SV Oberkrämer bleibt auch nach der Quotientenregel Zweiter, Einheit Zepernick steigt dagegen in die Landesklasse auf.

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Freud und Leid liegen in der Kreisoberliga Oberhavel/Barnim ganz dicht beieinander: Einheit Zepernick steht nach der Entscheidung des Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB), die Saison abzubrechen, als aktueller Tabellenerster auch als Aufsteiger in die Landesklasse fest. Der bisher ungeschlagene Tabellenzweite 1. SV Oberkrämer verpasst dagegen minimal den Aufstieg - ein dramatischer Ausgang eines spannenden Kopf-an-Kopf-Rennens in der Saison 2019/20.

Oberkrämer will sich nicht äußern

„Ich habe mich entschieden, in dieser Situation keine Aussagen zu tätigen“, teilte Oberkrämer-Coach Thomas Czerwionka mit. Auch SVO-Vorsitzender Dirk Ostendorf wollte die FLB-Entscheidung nicht kommentieren, sagte gegenüber dem SPORTBUZZER: "Wir haben bisher noch nichts schriftliches, warten jetzt ab und beratschlagen, wie wir vorgehen." So eng wie es beide Mannschaften die Saison über machten, spiegelt es sich auch in der Quotientenregel wieder. Während Zepernick 44 Punkte aus 17 Partien holte und am Ende auf einen Wert von 2,5882 kommt, erreicht Oberkrämer mit 41 Zählern aus 16 Spielen 2,5625. Besonders bitter aus Sicht des Teams aus Oberhavel: Das direkte und bisher einzige Duell gegen Einheit Zepernick wurde nach einer starken Aufholjagd noch mit 4:3 gewonnen. Das half am Ende aber alles nichts.

Drei-Punkte-Abzug spielt bei Quotientenregel keine Rolle

Der SVO startete aufgrund der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls mit Minus drei Punkten in die Saison 2019/20. Dieses rechtskräftige Urteil fließt nun ebenfalls in das Endklassement mit ein. „Der jetzige Tabellenstand ist die Basis für die Quotientenerrechnung. Aus Sicht von Oberkrämer ist das natürlich bitter. Aber wir können jetzt nicht einfach ein rechtskräftiges Urteil außer Kraft setzen“, sagte Steffen Misdziol, Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim sowie Staffelleiter der Kreisoberliga.

In Bildern: Das sind die Abschlusstabellen im Fußballkreis Oberhavel/Barnim.

Das ist die Abschlusstabelle der Kreisoberliga. Zur Galerie
Das ist die Abschlusstabelle der Kreisoberliga. ©

Während in Oberkrämer der Aufstieg somit erneut - bei Aussetzung der Saison war die Mannschaft aus Oberhavel sogar als einziges Team ohne Niederlage in der gesamten 16-er Staffel geblieben - verpasst wurde, jubelte Einheit Zepernick. „Es ist ein überragendes Gefühl, auch wenn wir lieber auf dem grünen Rasen aufgestiegen wären“, sagt Einheit-Coach Dirk Opitz. Der Trainer der Zepernicker, der auf dem heimischen Sofa zusammen mit seiner Frau am Montagabend auf den Aufstieg auf Landesebene anstieß, dachte in der Zeit des Triumphes aber auch an den Kontrahenten aus Oberkrämer. „Mir tut es für den Verein wirklich leid, dass sie gescheitert sind, nach dem es vergangene Saison aufgrund von Eintracht Bötzow nicht mit dem Aufstieg geklappt hat“, so Opitz, der aber ergänzt: „Wir nehmen den Aufstieg wahr.“

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Freuen dürfen sich nach der Entscheidung des FLB, dass es keine Absteiger geben wird, ebenso der FV Liebenwalde und FC Kremmen, die bis dato auf einem Abstiegsplatz lagen, aber dennoch die Klasse halten. „Wir sind glücklich, dass wir im 100-jährigen Jubiläumsjahr des Vereins nicht abgestiegen sind. Wir haben jetzt ausreichend Vorbereitungszeit und wollen uns stabilisieren“, sagt Oliver Dölling, Trainer des Tabellenletzten aus Kremmen.

FV Liebenwalde steigt freiwillig ab

Der FCK sammelte bis zum Saisonabbruch aus 17 Partien nur sieben Zähler. Einen Punkt mehr holte der FV Liebenwalde als Tabellenvorletzter. Trotz des Klassenerhaltes am grünen Tisch plant man in Liebenwalde aber „in die 1. Kreisklasse zu gehen“, wie FV-Trainer Matthias Bremer sagte. „Der Antrag liegt schon beim Vorstand. Wir haben einfach nicht das Personal für die Kreisoberliga.“