14. April 2022 / 13:09 Uhr

Nach schwerer Krankheit: Motorsport-Legende Rolf Uhlig verstorben

Nach schwerer Krankheit: Motorsport-Legende Rolf Uhlig verstorben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der ehemalige MZ- und Simson-Geländesportler Rolf Uhlig. 
Der ehemalige MZ- und Simson-Geländesportler Rolf Uhlig.  © Thorsten Horn
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Während aktuell alle Vorbereitungen für die diesjährigen ADAC Sachsenring Classics auf Hochtouren laufen, hat die Motorsportwelt jüngst mit Rolf Uhlig nicht nur einen wichtigen Befürworter verloren, sondern auch eine wahre Legende.

Chemnitz. Die Leidenschaft für den Motorsport führte Rolf Uhlig auch im hohen Alter noch auf den Sachsenring und zu anderen Rennstrecken in ganz Deutschland. Ob als Gast bei der Motorrad-Weltmeisterschaft oder bei Veranstaltungen der IDM und der ADAC Sachsenring Classic, der einstige Sport-Vorstand des ADAC Sachsen war überall ein gern gesehener Gast.

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Der Chemnitzer machte sich bis zuletzt, wenn möglich, vor Ort selbst ein Bild über die Entwicklungen im Motorsport und genoss den Austausch mit Rennsporthelden wie Giacomo Agostini, Jim Redman oder Phil Read. Nun verstarb der 83-Jährige am 6. April nach schwerer Krankheit, wie die Internationale Deutsche Meisterschaft in ihrem Nachruf berichtete. Als erfolgreicher ehemaliger MZ- und Simson-Geländesportler hatte Rolf Uhlig stets ein Herz für den deutschen Motorsport und traute sich, auch heikle Dinge direkt beim Namen zu nennen. Dies verschaffte dem früheren Sportfunktionär ein hohes Ansehen in der Motorsportwelt.

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Nicht zuletzt war es Rolf Uhlig zu verdanken, dass der Große Preis von Deutschland 1998 auf den Sachsenring zurückkehrte, nachdem dieser zuletzt 1972 auf dem traditionsreichen Kurs stattgefunden hatte. Unter dem Einfluss des einstigen DDR-Geländemeisters wurde der Sachsenring Grand Prix zu einer der größten Motorsportevents in Deutschland und durchbrach 2003 erstmals die magische Zuschauerzahl von 200.000. Damit zählte das Rennen in Hohenstein-Ernstthal, neben den in Spanien ausgetragenen Läufen, über viele Jahre hinweg zu den am besten besuchten Grands Prix der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Auch die meisten Nachwuchssportler kamen zu seiner Zeit beim ADAC Sachsen nicht zu kurz. Fahrer wie Georg Fröhlich, Jarno Müller, Dirk Heidolf, Max Neukirchner, Matti Seidel, Eric Hübsch oder Grand Prix-Sieger Steve Jenkner fanden ihren Weg in den Motorsport. Auch Toni Wirsing gab seinen Einstieg in den Rennsport, zunächst im Rookies-Cup im Rahmen der IDM und 2005 im Red-Bull-KTM-Junior-Team an der Seite seines Großvaters Rolf Uhlig. In Motorsport-Kreisen durfte sein Name somit nie fehlen und wird daher auch zukünftig weiterhin mit der Rennsportgeschichte der Region eng in Verbindung stehen.

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