21. Juni 2021 / 09:11 Uhr

Nach sechs Jahren: Sergio Osman kehrt dem SV Klinga-Ammelshain den Rücken

Nach sechs Jahren: Sergio Osman kehrt dem SV Klinga-Ammelshain den Rücken

Marco Weichert
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sergio Osman verabschiedet sich vom SV Klinga-Ammelshain.
Sergio Osman verabschiedet sich vom SV Klinga-Ammelshain. © Privat
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Seit 2019 pendelt das Muldentaler Urgestein schon die gut 60 Kilometer zwischen Wohnort und Verein hin und her. Nun verlässt Sergio Osman den SV Klinga-Ammelshain und den Familienvater zieht es komplett nach Mühlberg an der Elbe. Mit dem Fußballspielen aufhören will der 31-Jährige aber noch nicht.

Klinga. Sechs Jahre am Stück schnürte der mittlerweile knapp 32-Jährige die Töppen zuletzt in Klinga. Nun zieht es den waschechten Muldentaler aus familiären und beruflichen Gründen ein ganzes Stück weg von der gewohnten Umgebung. Mit Kind und Kegel geht’s nun komplett nach Mühlberg an der Elbe, gelegen zwischen Riesa und Torgau. Bereits seit 2019 pendelte der fußballverrückte Osman die gut 60 Kilometer zum Trainings- bzw. Spielbetrieb hin und her. Damit ist nun aber endgültig Schluss.

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Osman geht stets voran

Seine ersten fußballerischen Gehversuche machte Sergio mit sechs Jahren ebenfalls in Klinga, bevor er in der E-Jugend nach Großsteinberg wechselte und dort auch den Sprung in den Herrenbereich vollzog. Von dort zog er weiter zum Nachbarn SV Naunhof 1920, wo er von der Kreisoberliga bis zur Landesliga alles mitgemacht hat. Nach kurzem, berufsbedingtem Intermezzo in der Hauptstadt beim VfB Berlin 1911, führte der Weg wenig später erneut zurück in den Cladewald. Unvergessen die Krönung mit dem Kreispokal-Sieg 2015.

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Im Folgejahr machte es sich Sergio mit ein paar anderen Weggefährten zur Aufgabe, den sich seit einigen Jahren im Dornröschenschlaf befindlichen Heimatverein SV Klinga/Ammelshain wach zu küssen. Auf Grund eines erlittenen Kreuzbandrisses, fungierte Osman, gemeinsam mit Spannemann Tilo Hempel, zunächst als Trainer an alter Wirkungsstätte. Im Laufe der Saison ging es für ihn allerdings auch wieder auf dem Rasen erfolgreich zur Sache. Am Ende der Spielzeit stand der souveräne Aufstieg von der Kreisliga B in die Kreisliga A. Aus dieser Spielklasse schafften es die Klingaer, nach zunächst zwei dritten Plätzen zur Endabrechnung, dann 2019 unter Coach Enrico Ueberschär hoch in die Muldentaler Kreisoberliga. Im ersten Jahr erreichten die „Autobahner“ sehr souverän Platz fünf. Das abgebrochene Corona-Jahr endete letztlich auf Rang elf.


Doch nicht nur auf dem Platz ging Osman, der auch drei Jahre die Kapitänsbinde am Arm trug, stets voran. Zahlreiche Spieler aus Grimma oder Naunhof folgten im Laufe der Jahre seinem Ruf und sorgten so für eine stetige Qualitätsverbesserung im Klingaer Kader. Mit dem Fußballspielen aufhören will der Allrounder allerdings noch längst nicht. Wie und wo es für ihn weiter geht ist jedoch noch völlig offen. Auch in der neuen Umgebung gibt es sicher den ein oder anderen ambitionierten Verein, dem ein vorbildlicher und zuverlässiger Sportsmann wie Sergio Osman gut zu Gesicht stehen würde.