08. Juni 2020 / 14:17 Uhr

Nach seinem Comeback: Keine Startelf-Garantie für Guilavogui

Nach seinem Comeback: Keine Startelf-Garantie für Guilavogui

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hat derzeit einen schweren Stand: VfL-Kapitän Josuha Guilavogui.
Feierte in Bremen sein Comeback. Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg. © 2019 Getty Images
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Maximilian Arnold und Xaver Schlager bekleiden die Doppel-Sechs im Mittelfeld des VfL Wolfsburg, aber mit Yannick Gerhardt und Kapitän Josuha Guilavogui wollen zwei Rückkehrer auch wieder mehr Spielzeit. Trainer Oliver Glasner findet es gut, dass er im Kampf um die Europa League jetzt mehr Alternativen im Kader hat.

"Es fühlt sich gut an, wieder zurück bei der Arbeit zu sein", schrieb Josuha Guilavogui bei Instagram, nachdem der VfL-Kapitän beim 1:0-Sieg am Sonntag in Bremen für zwei Minuten hatte auflaufen dürfen. 113 Tage nach seinem letzten Spiel für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Es war das 3:2 bei 1899 Hoffenheim. Jetzt ist der Publikumsliebling zurück - und muss sich zunächst einmal in Sachen Startelf-Rückkehr in Geduld üben.

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Denn auf der Doppelsechs machen es Maximilian Arnold und Xaver Schlager gerade so richtig gut. Arnold glänzte zuletzt mit gefährlichen Standards, Schlager etwa als Balleroberer. Zudem ist auch Yannick Gerhardt nach seiner Gesichtsverletzung wieder zurück, auch er durfte in Bremen erstmals wieder ran. Auch er spielt wie Guilavogui, Arnold und Schlager am liebsten auf der Sechs oder der Acht im Mittelfeld. Viel Qualität, den Trainer freut es, dass er beim Kampf um die Europa League nun so viele Alternativen hat.

Wie kann der Österreicher, den Kapitän, der vor seiner Verletzung gesetzt war, jetzt einbauen? "So wie alle anderen auch, wir haben jetzt Freiburg, am Dienstag Gladbach und am Samstag danach Schalke - drei Spiele in einer Woche, ein sehr intensives Programm. Ich bin froh, dass wir wieder mehr Optionen haben", sagt Glasner und heizt den Konkurrenzkampf um die zwei Plätze im defensiven Mittelfeld an. Eine Startelf-Garantie gebe es nicht. "Keiner von uns hat eine Garantie."

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Koen Casteels: Da, wenn er gebraucht wurde, musste jedoch nie sein ganzes Können auspacken. Note: 3 ©

Das erwartet der 29-Jährige aber auch nicht zwingend. Jüngst hatte er auf die Frage, wie weit er noch von der Startelf weg sei gesagt: „Das kann ich nicht sagen. Ich habe lange keine 90 Minuten mehr gespielt." Guilavogui wisse, dass er nach solch langer Verletzungszeit keine Ansprüche stellen kann. „Die Mannschaft hat es gut gemacht. Ich kann nicht sagen, der Kapitän ist jetzt wieder zurück und muss jetzt spielen. So bin ich nicht.“

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Aus vier mach' zwei - Arnold und Schlager sind gegenüber Guilavogui und Gerhardt, der nach seiner Einwechslung fast getroffen hätte, im Vorteil. Glasner lobt das Quartett: "Vor der Corona-Pause haben Yannick und Max auf der Doppel-Sechs gespielt und haben das richtig gut gemacht, Yannick hat auch getroffen." Dann sei leider Gerhardts Gesichtverletzung dazwischengekommen. "Jetzt ist Josh wieder dabei, wir werden alle vier Spieler für den Endspurt in dieser Saison brauchen."

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Zumal beim VfL einige Spieler schon vor dem Bremen-Spiel angeschlagen waren, nach der Partie sind noch einige dazugekommen. Offensivmann Admir Mehmedi hat weiterhin Probleme mit der Achillessehne. "Jerome Roussillon ist ganz kurzfristig fit geworden." Der Linksverteidiger hatte Wadenprobleme. Glasner: "Er hat das jetzt auch gemerkt." Zudem haben sowohl Schlager als auch Stürmer Wout Weghorst ein paar empfindliche Schläge aus der Partie mitgenommen. "Wir haben sechs, sieben Spieler, die zwar nichts Gravierendes haben, aber kleinere Blessuren. Ich hoffe, dass sich das alles bis Samstag in die richtige Richtung entwickelt", so der Österreicher.

Das Spiel in Bremen sei eben sehr intensiv gewesen, "gefühlt ist die gesamte Liga im Kampf um die Champions League, um die Europa League oder man kämpft gegen den Abstieg. Es gibt keine Mannschaft, die nicht noch irgendein Ziel vor Augen hat. So nehme ich gerade auch die Spiele war, sie sind sehr intensiv und sehr umkämpft." Daher sei es gut, mehr Alternativen im Kader zu haben, betont der Trainer des Tabellensechsten.

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