07. Dezember 2020 / 17:08 Uhr

Nach seinem Traum-Freistoßtor: Jetzt jagt Wolfsburgs Arnold Ex-VfLer Dost

Nach seinem Traum-Freistoßtor: Jetzt jagt Wolfsburgs Arnold Ex-VfLer Dost

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Traf per Freistoß in Köln: Wolfsburgs Maximilian Arnold (kl. Bild u.) jagt in der ewigen Torjägerliste des Klubs jetzt Ex-VfLer Bas Dost (kl. Bild o.).
Traf per Freistoß in Köln: Wolfsburgs Maximilian Arnold (kl. Bild u.) jagt in der ewigen Torjägerliste des Klubs jetzt Ex-VfLer Bas Dost (kl. Bild o.). © Imago/DPA (2)
Anzeige

Beim 2:2 in Köln erzielte Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg seinen zweiten Saison-Treffer in der Fußball-Bundesliga. In der ewigen Torschützenliste des Klubs jagt er jetzt einen ehemaligen Teamkollegen.

Anzeige

Ecke ausgeguckt, Anlauf genommen, verwandelt - mit einem Traum-Freistoßtor trug Maximilian Arnold beim 2:2 in Köln seinen Teil dazu bei, dass der VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga nach wie vor ungeschlagen ist. Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 war nicht nur Saisontreffer Nummer 2 für den Mittelfeld-Mann in dieser Saison - nein, jetzt macht er Jagd auf seinen ehemaligen Teamkollegen Bas Dost, auf den er Freitag (20.30 Uhr) im direkten Duell mit Eintracht Frankfurt trifft.

Anzeige

Etwa 21 Meter vor dem gegnerischen Tor hatte sich Arnold den Ball in Köln zurechtgelegt. Über die Mauer hinweg zirkelte er die Kugel ins Tor. "Ein bisschen höher wäre noch cooler gewesen, dann sieht es noch besser aus", sagt Arnold schmunzelnd. Kurz hatte er gezuckt, ob sein Schuss wirklich ausreichen würde, um FC-Schlussmann Timo Horn zu überwinden. "Ich habe schnell gesehen, dass der Keeper in die Knie gegangen ist, das ist meist ein Zeichen dafür, dass die Torhüter keine Chance mehr haben", so das VfL-Eigengewächs. Und genau so war es, Horn konnte dem toll getretenen Freistoß nur hinterherschauen.

Die Top-Torjäger der Bundesliga-Geschichte des VfL Wolfsburg:

Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit 24 VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. Zur Galerie
Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit 24 VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. ©

Es war das zweite Saisontor für Arnold (dazu zwei Vorlagen), zuvor hatte Wolfsburgs Nummer 27 beim 2:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld getroffen. Nun ist er neben Wout Weghorst (7) und Ridle Baku (2) der einzige VfLer, dem in dieser Bundesliga-Spielzeit bereits mehr als ein Tor gelungen sind. Doch damit nicht genug: Das Tor in Köln war Arnolds 29. Liga-Treffer im 230. Spiel - damit steht er jetzt in der Bundesliga-Torjägerliste des Klubs allein auf Rang acht. "Ich schaue da nicht immer drauf. Aber natürlich ist das etwas Besonderes. Ich denke es wird schwer, auf Platz eins zu kommen", sagt Arnold lachend. An der Spitze liegt Meister-Spieler und Super-Torjäger Edin Dzeko, der von 2007 bis 2010 insgesamt 66 Tore für den VfL erzielt hatte.



Mit zwei weiteren Toren würde Arnold mit Tomislav Maric (31 Tore von 2000 bis 2005) gleichziehen - und danach wartet Dost. Der Angreifer, der von 2012 bis 2016 für den VfL aktiv war und derzeit bei Frankfurt unter Vertrag steht, knipste 36 Mal für Wolfsburg. Ihn einzuholen, wird schwer, weiß auch Arnold: "Sieben Stück, das ist noch ein Ritt." Aber den geht er an. Am Freitag gegen die Eintracht kann der 26-Jährige im direkten Duell Boden auf den Niederländer gutmachen. Priorität habe jedoch die Partie, die kein leichtes Unterfangen werde. Denn die Frankfurter seien "mit allen Wassern gewaschen, das wird ein sehr intensives Spiel. Das ist eine eklige Truppe. Da müssen wir uns drauf einstellen."

Sollte es für Wolfsburg auch am Freitag keine Niederlage geben, wäre die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner seit elf Spielen in Folge ungeschlagen und würde ihren Start-Rekord ausbauen. Die Bestmarke selbst bedeute Arnold nicht viel, "aber es ist schön, dass wir noch nicht verloren haben. Wir sollten dran bleiben und uns jetzt nicht darauf ausruhen", mahnt der Linksfuß, der gern den einen oder anderen Sieg mehr auf dem Konto hätte. "Wir haben ein oder zwei Unentschieden zu viel", findet Arnold und meint damit die Spiele gegen Augsburg (0:0) und jetzt in Köln. "Aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen und dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Vor zwei, drei Jahren waren wir in einer schlechten Position." 2017 und 2018 hatte sich der VfL erst in der Relegation vor dem Abstieg gerettet.

Wie lange kann die Ungeschlagen-Serie noch anhalten? "Wenn wir bis Weihnachten nicht verlieren, haben wir die Serie sehr gut ausgebaut...", sagt Arnold. Das würde heißen, dass die Wolfsburger nicht nur gegen Frankfurt nicht verlieren, sondern auch am Mittwoch darauf bei Rekordmeister Bayern München. Am 20. Dezember kommt dann noch der VfB Stuttgart in die VW-Arena. "Eine Niederlage wird irgendwann kommen", weiß Arnold, "aber darauf zu warten, wäre falsch. Wir sollten unsere Hausaufgaben machen, damit sind wir immer gut gefahren."

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!