06. Mai 2019 / 15:23 Uhr

Nach Sieg gegen Markkleeberg: FC Grimma kann sich nur noch selber schlagen

Nach Sieg gegen Markkleeberg: FC Grimma kann sich nur noch selber schlagen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Grimmaer Toni Ziffert setzt sich beim Laufduell energisch gegen dem Markkleeberger Philipp Galetzka durch. USER-BEITRAG
Der Grimmaer Toni Ziffert setzt sich beim Laufduell energisch gegen dem Markkleeberger Philipp Galetzka durch. © hanni
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Die Kunert-Elf gewinnt in der Fußball-Landesliga mit 2:1 gegen die Kickers Markkleeberg während Verfolger Kamenz Punkte einbüßt.

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Nun ist auch der 24. Spieltag der Fußball-Landesliga Geschichte und Grimma kann sich nach dem 2:1-Sieg gegen Markkleeberg eigentlich nur noch selbst schlagen. Denn durch das 3:3-Unentschieden von Taucha gegen den Verfolger aus Kamenz ist der Vorsprung bei noch sechs ausstehenden Spielen auf sage und schreibe elf Punkte angewachsen. Einige Beobachter sprechen schon von der sicheren Meisterschaft, doch Cheftrainer Kunert tritt noch auf die Euphoriebremse: „Natürlich liegt das Momentum bei uns, und elf Zähler sind ein dickes Brett. Im Fußball ist aber vieles möglich, und wir haben in den nächsten Wochen noch richtig schwere Spiele. Ich denke aber, dass wir mittlerweile Favorit auf die Meisterschaft sind.“

Kunert denkt dabei an die nächsten drei Spiele in Großenhain (6. Platz), zu Hause gegen den Überraschungsaufsteiger Neusalza-Spremberg (3.), und natürlich an die Partie bei Verfolger Kamenz (2.). Aber tief stapeln muss man in Grimma derzeit nicht. Durch den Heimsieg gegen die Kickers aus Markkleeberg hat man im neunten Spiel der Rückrunde den neunten Sieg geholt. Damit ist Grimma elf Spiele ohne eigene Niederlage. Das ausgerechnet jetzt eine Niederlagenserie starten soll, ist schwer vorstellbar.

Paschos bedient Ruppelt

Das Spiel gegen Markkleeberg begannen die Muldestädter konzentriert. Der von Kunert aufgestellte Matchplan wurde in der ersten Halbzeit weitestgehend eingehalten. Man begann früh, die Gäste am Spielaufbau zu hindern, um so das Streitobjekt in die eigenen Reihen zu bekommen. Einmal den Ball erobert, sollte es schnell ins letzte Drittel gehen, um sich Torchancen herauszuarbeiten. Kevin Ruppelts Schuss wurde noch von Philipp Schumann pariert, der Abpraller landete bei Christoph Jackisch, der den Ball aus dem Rückraum knapp neben das Tor setzte (14.). Nur eine Minute später köpfte Kevin Wiegner knapp drüber. Grimma wirkte gefällig, die Führung lag in der Luft. Als ein Markkleeberger Eckball gut von Toni Ziffert aus der Gefahrenzone geköpft wurde, ging sie ab, die Marie.

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Ein schneller Konter durchs Zentrum – dort wo der Weg zum Tor am kürzesten ist – Christos Paschos bediente Ruppelt, der den Grimmaer Führungstreffer markierte (17.). Genauso wie Kunert sich das vorstellt: Balleroberung und dann über schnelle Aktionen zielstrebig in die gegnerische Gefahrenzone kommen.

Morales trifft zum Anschluss

Das nächste Beispiel gab es vier Minuten später, als Paschos im Zentrum nur durch Foul gestoppt werden konnte. Da lief der Konter aber schon bis 20 Meter vor das Gästetor. Im Weltfußball ist es für einige Freistoßspezialisten ein „Elfmeter“, in Grimma die Aufgabe für Christoph Jackisch. Er lief an, und haute das Ding zum 24. Mal in dieser Saison in die Maschen. Besser können es die Spezialisten im Weltfußball in dieser Situation auch nicht tun. Die Muldestädter schalteten nun einen Gang zurück und ließen die Gäste ein wenig kommen. Durch gute Arbeit im Defensivverbund ließ man aber kaum nennenswerte Chancen der Brestrich-Mannen zu. Selbst wurde der FCG nur noch einmal gefährlich, als Ruppelt eine Markus-Flanke drüber setzte (43.). Mit dem Spielstand zur Halbzeit und der Spielweise seiner Mannschaft konnte Kunert zufrieden sein. Heiko Brestrich hatte seine Markkleeberger in der Halbzeitpause passende Worte gefunden. Denn die Gäste kamen wie ausgewechselt aus der Kabine und sollte im zweiten Abschnitt den Muldestädtern das Leben noch schwer machen.

Zunächst wollte aber Grimma noch die Führung ausbauen. Erst wurde eine Flanke von Wiegner kurz vor dem einschussbereiten Max Theinert geklärt (65.), dann köpfte Theinert fast das 3:0 nach einer Ziffert-Flanke (67.). Die nächsten 15 Minuten gehörten nur den Gästen. Pascal Birkigt, der im Grimmaer Tor den urlaubenden Jan Evers vertrat, musste zunächst sein ganzes Können unter Beweis stellen, als er einen langen Ball der Gäste ins Sturmzentrum vor dem herannahenden Gästestürmer klärte (75.). Beim Anschlusstreffer für die Kickers war er machtlos: Flanke Schabram, Ablage Funken und Morales traf (80.). Kurz drohte das Spiel zu kippen. Schabram brachte noch einem Freistoß aus dem Halbfeld gefährlich in den Strafraum (84.). Kunert trieb seine Mannen noch mal an. In den letzten Minuten vergab Wiegner noch eine Einschusschance, weil Schumann aber gut hielt (88.). So blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Grimmaer Sieg.

Tore: 1:0 Ruppelt (17.), 2:0 Jackisch (22.), 2:1 Morales (80.).

FC Grimma: Birkigt, Konzok, Ruppelt, Tröger, Jackisch, Markus, Kurzbach, Wiegner, Ziffert, Streubel, Paschos.

SR: Runge. ZS: 159.

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