10. Januar 2021 / 21:12 Uhr

Nach Spätzündung: IceFighters Leipzig siegen gegen Hammer Eisbären 

Nach Spätzündung: IceFighters Leipzig siegen gegen Hammer Eisbären 

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
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Auswärtsjubel beim IceFighters Torschützen Florian Eichelkraut (r.). © Christian Modla
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Die IceFighters Leipzig haben das vierte Eishockey-Duell des Jahres mit drei Punkten bei den Hammer Eisbären beschlossen. Das Team von Coach Sven Gerike gewann bei den Westfalen 3:2 (2:0, 1:2, 0:0).

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Leipzig. Feuer im Kessel spät entfacht: Die IceFighters Leipzig haben am Sonntagabend den vierten Auswärtssieg eingefahren und gewannen das zweite Aufeinandertreffen gegen die Hammer Eisbären 3:2 (2:0, 1:2, 0:0). Schon das erste Messen entschieden die Messestädter nach Verlängerung 4:3 für sich. Nach der 3:4 -Niederlage gegen die Crocodiles Hamburg am Freitag war klar, dass die Cracks aus Leipzig nicht ohne drei Punkte die Heimreise antreten wollten.

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Vier Spieler waren nicht mit von der Partie. Neben Hannes Albrecht, der auf Vaterfreuden hofft und Nachwuchs erwartet, fielen wie zuletzt Tim Heyter, Ryan Warttig und Leon Lilik aufgrund ihrer Langzeitverletzungen aus. Sonst war die Truppe von Trainer Sven Gerike fit.

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Die Leipziger setzten zu Beginn Akzente und forderten Goalie Marvin Nickel im Hammer Kasten. Die Sachsen nutzten die letzten Sekunden eines Powerplays. Florian Eichelkraut schenkte zum 1:0 ein – Führungstreffer. Im sonst zähen ersten Drittel taten sich die Gäste schwer im Spielaufbau und Hamm ließ auf der Strafbank Kräfte. Die Partie kam langsam in Fahrt, die Eisbären machten Druck, doch eine Finte von Hubert Berger untermauerte die 2:0-Führung des Gerike-Teams.

Torloses Krimi-Drittel

Die Reihen von Ralf Hoja kamen stark und mit ordentlich Druck unter den Kufen auf das Eis zurück. Der Aufsteiger drängte durch Kontermöglichkeiten auf den Anschlusstreffer. Den erzielte Kevin Orendorz in der 26. Minute. Die Mannschaften zeigten ein umkämpftes Spiel. Ein riskanter Spielerwechsel der Hausherren ermöglichte Moritz Israel freie Fahrt aufs Tor, der zum 3:1 abzog. Unbeeindruckt und mit viel Tempo gelang den Westfalen das nächste Anschlusstor (2:3) durch den Ex-Leipziger Gianluca Balla. Der schlenzte den Puck am kurzen Pfosten in die Maschen. Die Gerike-Mannen gingen auch aufs Ganze und attackierten früh die Reihen der Gastgeber. Das Match versprach ein spannendes letztes Drittel.


Das wurde tatsächlich zum Krimi: Leipzigs Offensive heizte den Eisbären ein und beschäftigte den 29-Jährigen Keeper. Nickel wehrte die Abschüsse ab und versperrte das Tor mit vollem Einsatz. Hamm hingegen setzte auf Konter, kam aber nicht zum Erfolg – das Schlussdrittel endete torlos. Die IceFighters entführten drei Zähler in die Messestadt und feierten den zweiten Sieg des Jahres. Entsprechend zufrieden war Coach Sven Gerike: „Wir haben in der Liga keine einzige Mannschaft, die man einfach im Vorübergehen schlägt. Wir hätten in der einen oder anderen Situation cleverer spielen können. Wir haben glücklich drei Punkte mitgenommen.“