17. Dezember 2014 / 17:17 Uhr

Nach Spielabbruch: Schiri widerspricht Alkoholvorwurf

Nach Spielabbruch: Schiri widerspricht Alkoholvorwurf

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Wünsdorfs Coach Markus Wolf beschuldigt den Referee.
Wünsdorfs Coach Markus Wolf beschuldigt den Referee. © Privat
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Landesklasse Ost: Abgebrochenes Spiel zwischen dem SV Siethen und dem MTV Wünsdorf hat ein Nachspiel.

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Wünsdorf– Die Vorwürfe hatte er zunächst auf der Facebook-Seite des MTV Wünsdorf erhoben, gestern bekräftigte Markus Wolf noch einmal die Kritik. „Ich stehe dazu, der Schiedsrichter und ein Linienrichter waren am Sonnabend bei der Partie in Siethen alkoholisiert“, sagt Wolf, der Trainer des MTV. „Auch das Verhalten, als das Gespann das Spiel abgebrochen hat, spricht für eine Bewusstseinstrübung.“ Dem widerspricht Michael Mette, der Referee des Spiels der Landesklasse Ost, das nach dem Abbruch ein Nachspiel in diversen Internet-Foren und vor dem Sportgericht hat: „Der Vorwurf ist an den Haaren herbeigezogen worden. Wir waren nicht alkoholisiert, dafür gibt es auch genug Zeugen“, sagt der 28-Jährige.

Was war passiert auf dem Sportplatz in Siethen, beim Lokalderby in der Fußball-Landesklasse Ost am Sonnabend zwischen dem heimischen SV und dem MTV 1910? In der 79. Minute sah MTV-Akteur Florian Miegel die Gelb-Rote Karte – zu Unrecht aus Wünsdorfer Sicht. Wenig später, nach Rücksprache mit seinen Assistenten, brach Schiedsrichter Michael Mette die Partie ab, weil sich der ampelverwarnte MTV-Akteur aus seiner Sicht geweigert hat, das Spielfeld zu verlassen. Beim MTV Wünsdorf sieht man das anders: „Der Schiedsrichter hat nicht, wie in Paragraph 24 der Spielordnung vorgesehen, alles unternommen, um das Spiel fortzusetzen“, moniert Trainer Wolf – der Fall wird nun vor dem Sportgericht verhandelt.

Im Internet aber tobt längst ein Nachspiel, auch wegen Wolfs Vorwurf, Mette und einer seiner Assistenten seien alkoholisiert gewesen. „Als ich mit dem Schiri während der Halbzeit im Kabinengang diskutiert habe“, sagt Wolf, „hatte er eine Alkoholfahne. Das gleiche gilt für Assistent Nummer eins, der hatte, als er mich nach wenigen Minuten ermahnt hat, ebenfalls eine Fahne und dickgeschwollene Augen. Ich sage nicht, dass sie vor der Partie getrunken haben. Es kann auch Restalkohol gewesen sein, aber sie waren alkoholisiert.“ Das sei absolut haltlos, hält Mette dagegen, „wir hatten auch am Abend zuvor absolut nichts getrunken. Einer meiner Assistenten hat seit anderthalb Jahren keinen Alkohol getrunken, der andere trinkt ab und zu ein Radler. Ich selber war am Abend zuvor zu Hause und habe ebenfalls keinen Alkohol zu mir genommen. Wir hätten nach der Partie auch einen Alkoholtest gemacht, wir hatten nichts zu verbergen.“