09. April 2020 / 13:32 Uhr

Nach starkem Liga-Start: Rötgesbütteler eFootballer wollen Halbfinal-Fluch besiegen

Nach starkem Liga-Start: Rötgesbütteler eFootballer wollen Halbfinal-Fluch besiegen

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sind jeweils stark in die eFootball-Kreisliga Gifhorn gestartet: (v. l.) Jonas Höft und Sebastian Keier vom VfR Wilsche/Neubokel sowie Niklas Kollay und Max Neumann vom VfL Rötgesbüttel. 
Sind jeweils stark in die eFootball-Kreisliga Gifhorn gestartet: (v. l.) Jonas Höft und Sebastian Keier vom VfR Wilsche/Neubokel sowie Niklas Kollay und Max Neumann vom VfL Rötgesbüttel.  © Privat/NFV-Kreis Gifhorn
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Die Favoriten der eFootball-Kreisliga Gifhorn dominieren von Beginn an den Wettbewerb. Nach zwei Spieltagen steht der VfR Wilsche/Neubokel mit einer perfekten Ausbeute von 24 Punkten an der Tabellenspitze der Gruppe A, in Gruppe B führt der VfL Rötgesbüttel ebenfalls verlustpunktfrei das Tableau an.

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Für Max Neumann und Niklas Kollay ist das Ziel klar. „Wir wollen endlich mal ins Finale kommen“, sagt Neumann. „Wir gehören nicht ohne Grund zu den besten Spielern in Niedersachsen“, ergänzt Kollay. Bei den beiden vom NFV-Kreis Gifhorn ausgetragenen Kreismeisterschaften sowie der Niedersachsenmeisterschaft in Hannover war das Duo jeweils im Halbfinale gescheitert.

Unterstützung bekommen der 19-Jährige Kollay und sein ein Jahr jüngerer Teamkollege Neumann bei ihrem ambitionierten Ziel nicht nur von ihren Teamkollegen. „Der Vereinsvorsitzende Mike Padschewa schaut sich die Spiele auch immer an. Er freut sich immer, wenn ich ihm sage, wann wir spielen“, sagt Kollay.

Offensivstarkes Duo

Jonas Höft und Sebastian Keier, die mit Wilsche/Neubokel erster Kreismeister Gifhorns geworden waren, erzielten gegen ihre ersten beiden Gegner 39 Tore – das Duo ist damit eines der offensivstärksten im Turnier. Für Höft nicht selbstverständlich: „Man kennt natürlich aus den bisherigen Turnieren ein paar Spieler, aber es sind auch wieder neue dazugekommen. Damit gerechnet hatte ich nicht.“

Mehr heimischer Fußball

Gespielt wird die Fußballsimulation FIFA 20 auf der Playstation 4 im 85er-Modus – das bedeutet, jede Mannschaft hat die gleiche Stärke. Beide Gruppen bestehen aus zwölf Mannschaften, die beiden bestplatzierten Teams im jeweiligen Ligamodus qualifizieren sich für die Finalrunde. Beide Spieler eines Vereins bestreiten jeweils eine Partie gegen ihre Kontrahenten. Daraus ergeben sich vier Duelle pro Begegnung, die Ergebnisse werden addiert.

Gemeinsames Einspielen

Höft und Keier verabreden sich eine Stunde vor Spielbeginn virtuell, um sich gegenseitig einzuspielen. „Wir spielen ein oder zwei Partien gegeneinander und geben uns noch ein paar Tipps“, sagt Keier, der sich wie Teamkollege Höft auf Belgien als Mannschaft festgelegt hat. „Da gibt es vier, fünf Spieler, die einen besseren schwachen Fuß haben“, sagt Keier.

Der Umgang in der Liga zwischen den Mannschaften ist freundlich. „Zwischendurch wird auch mal ein bisschen geflachst“, sagt Keier. Die Vereinskollegen vom VfR Wilsche/Neubokel sind bei den Begegnungen ihrer Spieler oft live dabei. „Ich werde vorher schon angeschrieben, damit ich ihnen den Link schicke. Es gibt auch Kritik von den Teamkollegen, aber sie sind heiß dabei“, sagt Höft. Keier bekam von einem Mitspieler direkt einen Verbesserungsvorschlag für das Turnier: „Ein Kollege meinte zu mir, dass es richtig cool wäre, wenn man es selbst kommentieren würde.“

Bezirksliga: TSG Mörse gegen VfR Wilsche/Neubokel

Bezirksliga: TSG Mörse gegen VfR Wilsche/Neubokel. Zur Galerie
Bezirksliga: TSG Mörse gegen VfR Wilsche/Neubokel. © Gero Gerewitz

Mehr Zuschauer als auf dem Sportplatz

Die ersten beiden Spieltage in der eFootball-Kreisliga Gifhorn sind absolviert und auch von Zuschauern wird die Alternative zum realen Fußball gut angenommen. „Beim Spiel SV Leiferde gegen FC Brome hatten wir 110 Zuschauer gleichzeitig, das ist schon heftig. Das ist mehr, als so mancher Verein sonntags am Platz hat“, sagt der eFootball-Beauftragte Steven Melzian.

Anfangs gab es im Wettbewerb ein paar Probleme, die mittlerweile größtenteils ausgeräumt sind. Zum Beispiel hatte ein Teilnehmer die laufende Partie aus Frust über die drohende Niederlage vorzeitig abgebrochen. Eine klare Regelung gab es für dieses Vorgehen nicht. Melzian und sein Team ließen Gnade walten, werteten den laufenden Spielstand und ermahnten den Spieler. „Wenn so etwas weiterhin vorkommt, dann müssten wir uns da aber etwas überlegen. Das macht man im echten Fußball ja auch nicht, dass man bei einem 0:5 vom Feld geht“, sagt Melzian.

Verbesserungen vorgenommen

Der eFootball Beauftragte und sein Team beobachten den laufenden Wettbewerb und nehmen Verbesserungen für die Zukunft auf. Melzian: „Wir wollen auch die Spieler ins Boot nehmen und ihr Feedback haben.“ Eine Änderung bezüglich der Spieltage wird es zukünftig gegeben: Die von Sonntag bis Mittwoch und Donnerstag bis Samstag laufenden Spieltage werden nach dem dritten Spieltag angepasst. Ab dem vierten Spieltag wird von Freitag bis Sonntag sowie von Montag bis Donnerstag gespielt.