11. September 2020 / 15:08 Uhr

Nach Streit: DFB und Infront beenden Zusammenarbeit "einvernehmlich"

Nach Streit: DFB und Infront beenden Zusammenarbeit "einvernehmlich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB und seine langjährige Vermarktungs-Agentur Infront haben ihren Streit beigelegt und ihre Zusammenarbeit nach fast 40 Jahren einvernehmlich beendet.
Der DFB und seine langjährige Vermarktungs-Agentur Infront haben ihren Streit beigelegt und ihre Zusammenarbeit nach fast 40 Jahren "einvernehmlich" beendet. © imago images/Nico Herbertz
Anzeige

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine langjährige Vermarktungs-Agentur Infront haben ihren Streit beigelegt und ihre Zusammenarbeit nach fast 40 Jahren "einvernehmlich" beendet.

Anzeige

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine langjährige Vermarktungs-Agentur Infront haben ihren Streit beigelegt und ihre Zusammenarbeit nach fast 40 Jahren "einvernehmlich" beendet. Das gaben der DFB und Infront am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Finanzielle Verpflichtungen, die sich aus dem Ende der Geschäftsbeziehungen ergeben, seien abgewickelt worden. Der DFB hatte Ende Juni mitgeteilt, die Kooperation mit seinem Vermarkter zu beenden. Begründet wurde dies mit Ergebnissen einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Esecon. Darin waren Vorwürfe gegen Infront erhoben worden. Infront hatte diese zurückgewiesen und die Kündigung durch den DFB nicht anerkannt.

Anzeige

Infront hatte bis 2018 den Auftrag, Bandenwerbepartner für Spiele der Nationalelf zu beschaffen. Laut dem Ermittlungsbericht von Esecon habe die Firma 2013 vom DFB den Zuschlag für das Geschäft erhalten, obwohl ein Konkurrent bis zu 18 Millionen Euro mehr geboten habe. Auch der Bandenwerbevertrag für die DFB-Pokalspiele soll 2015 unter fragwürdigen Umständen an Infront gegangen sein. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte den Schaden für den größten Sportfachverband der Welt auf bis zu 40 Millionen Euro beziffert. Infront hatte die Punkte zurückgewiesen und die Methoden und Motive von Esecon öffentlich angezweifelt.

Mehr vom SPORTBUZZER

"Infront und der DFB haben in mehreren vertraulichen Spitzengesprächen die im Raume stehenden Vorwürfe besprochen und bewertet", hieß es nun in der Erklärung vom Freitag. Beide Parteien machten deutlich, dass die strittigen Sachverhalte weiter unterschiedlich bewertet würden. "Infront bedauert aber, dass beim DFB der Eindruck unlauterer Geschäftspraktiken entstanden ist", schrieben der DFB und das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Der Verband wird den DFB-Pokal künftig selbst vermarkten. "Sollte sich der DFB zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, die Vermarktung wieder öffentlich auszuschreiben, steht diese Ausschreibung allen Marktteilnehmern offen, also auch Infront", hieß es.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!