15. August 2016 / 11:18 Uhr

Nach Supercup-Pleite: Dortmund wütet wegen Ribery-Schlag

Nach Supercup-Pleite: Dortmund wütet wegen Ribery-Schlag

Julian Rabe
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Szene des Anstoßes: Franck Ribery schlägt nach einem Zweikampf mit Gegenspieler Felix Passlack nach hinten aus, trifft den Dortmunder im Gesicht.
Szene des Anstoßes: Franck Ribery schlägt nach einem Zweikampf mit Gegenspieler Felix Passlack nach hinten aus, trifft den Dortmunder im Gesicht. © dpa
Anzeige

Die 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern war aus BVB-Sicht doppelt bitter. Auf der einen Seite waren die Dortmunder dem Erzrivalen lange überlegen, vergaßen aber das Toreschießen. Auf der anderen gab es da noch eine mehr als strittige Szene um FCB-Star Franck Ribery.

Anzeige

Im Vorfeld der Partie standen sie noch im Fokus:

Mats Hummels stand bei seiner Rückkehr nach Dortmund 90 Minuten für auf dem Platz. Auf der anderen Seite saß Rückkehrer Nummer zwei, Mario Götze, über die gesamte Spieldauer auf der Bank.

Und wie erwartet wurde das Hummels-Wiedersehen mit den BVB-Fans kein freundliches. Der Neu-Bayer wurde in der Anfangsphase bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen. Dass die Fan-Wut gegen den ehemaligen Dortmund-Kapitän mit laufender Spielzeit immer mehr abebbte, lag vor allem an einer Szene in der 28. Minute, als sich ein anderer FCB-Star für die Rolle des primären Feindbilds bewarb.

Franck Ribery hatte in jener Minute wohl genug von der bissigen Manndeckung seines Gegenspielers Felix Passlack und ließ sich zu einem Schlag gegen das 19-jährige BVB-Talent hinreißen. Die strittige Folge: Gelb für Passlack, der Ribery zunächst gehalten hatte - und Gelb auch für den Franzosen, der damit mehr als gut bedient war.

Der Ribery-Ausraster im Video:

Klar, dass diese Szene auch nach dem Spiel das bestimmende Thema war, die Dortmunder wetterten nach dem Spiel (das die Bayern mit Ribery 2:0 gewannen) gegen Schiedsrichter Tobias Welz und dessen sehr großzügige Regelauslegung.

"Es ist immer das Gleiche. Wir werden jedes Mal in der Regelschulung eine Stunde zugequatscht. Uns wird jedes Mal gesagt, wenn der Ellenbogen draußen ist, gibt's Rot. Diesmal war es wieder der Fall, jeder hat es gesehen. Da fassen wir uns an den Kopf", kommentierte ein enttäuschter Gonzalo Castro die Entscheidung und Mittelfeldkollege Sebastian Rode pflichtete bei: "Wenn es ein normales Bundesligaspiel gewesen wäre, hätte er (Ribery) Rot bekommen."

Auch Passlack, Opfer der vermeintlichen Tätlichkeit, hatte eine klare Meinung zu der brisanten Szene: "Ich glaube in der Bundesliga hätte es dafür Rot gegen. Es ist schon eine leichte Tätlichkeit."

Diese Stars wechselten zwischen Dortmund und Bayern:

Mats Hummels Zur Galerie
Mats Hummels © dpa

Dortmund-Trainer Thomas Tuchel, der während des Spiels an der Seitenlinie hin- und hergesprungen war, wollte die Szene nach Schlusspfiff nicht mehr kommentieren. Er zeigte sich vielmehr zufrieden mit der Leistung seines Teams und stellte abschließend klar: "Alles in Ordnung."