06. April 2020 / 13:05 Uhr

Nach Tischtennis-Saisonabbruch: TTC Holzhausen steigt aus Regionalliga ab

Nach Tischtennis-Saisonabbruch: TTC Holzhausen steigt aus Regionalliga ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Holzhausen-Spieler Timo Arendt im Einsatz. © Christian Modla
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Eine bittere Pille hat der TTC Holzhausen zu schlucken. Da der Verein zwei Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt ist, muss er in der nächsten Spielzeit in der Oberliga antreten.

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Leipzig. Dass diese Meldung vielen wie ein schlechter Scherz vorkommen würde, wusste der Deutsche Tischtennisbund wohl selbst. Mit der Warnung versehen, es handle sich nicht um einen Aprilscherz, veröffentlichte der DTTB am vergangenen Mittwoch seine Vorgehensweise zur Wertung der aktuellen Spielzeit. Die Saison 2019/20 wurde mit sofortiger Wirkung beendet, gewertet werden für den gesamten Mannschaftsspielbetrieb in Deutschland die Tabellenstände des 13. März.

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Eine Ausnahme bildet die 1. Bundesliga der Männer, welche von der TTBL GmbH unabhängig verwaltet wird, die noch auf Meisterschaftsentscheidungen in einigen Wochen hofft. Somit müssen die derzeit auf den Ab- und Aufstiegsplätzen rangierenden Teams den Gang nach unten antreten, beziehungsweise können sich über verfrühte Meistertitel freuen.

Leutzscher Füchse bleiben zweitklassig

Dass sich die Freude darüber oftmals in Grenzen hält, liegt vor allem daran, dass zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs die Mannschaften einer Liga oftmals unterschiedlich viele Spiele absolviert hatten. In einer Telefonkonferenz entschied sich der DTTB mit Vertretern aller Landesverbände somit gegen alternative Lösungsvorschläge. Zum Beispiel hätte die Tabelle der Hinrunde gewertet werden können. Ausschlaggebend für die nun getroffene Entscheidung ist die Wettspielordnung des DTTB. Diese Spielordnung schreibt vor, dass eine Saison nicht annulliert werden kann, gespielte Partien müssen gewertet werden.

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Für die Leutzscher Füchse in der 2. Frauen-Bundesliga bedeutet diese Entscheidung den Klassenerhalt. Mit Platz sieben standen die Füchse, bei einem Spiel weniger als die Konkurrenz, einen Punkt vor dem Abstiegsplatz. „Persönlich kann uns diese Entscheidung relativ gleichgültig sein“, sagt Füchse-Trainer Kai Wienholz, dessen Team auch bei Wertung der Hinrundentabelle in der Liga geblieben wäre. „Aus sportlicher Sicht hat diese Regelung dennoch einen faden Beigeschmack. Ob die Spielordnung in so einer Situation angewendet werden kann, halte ich für fraglich.“ Aus finanzieller Sicht haben die Füchse im Gegensatz zu anderen Vereinen derzeit wenig zu befürchten, dafür sorgen die ohnehin geringen Ausgaben im Verein. „Wir sind im Tischtennis, da muss man kleine Brötchen backen“, so Wienholz.

Weitaus weniger erfreulich gestaltet sich die Situation bei den Regionalliga-Herren des TTC Holzhausen. Mit zwei Punkten Rückstand auf's rettende Ufer steigen die Holzhausener in die Oberliga ab. Relativ gefasst nimmt das Team um Robert Janke diesen Schlag auf: „Es musste eine Regelung getroffen werden, letztlich haben wir mit dem Abstieg gerechnet.“ Schon nach Abschluss der Hinrunde hielt der TTC die rote Laterne. „Es ist natürlich frustrierend, dass uns nun die entscheidenden Partien genommen wurden, aber wir fühlen uns daher nicht ungerecht behandelt“, so Janke. Für den Neuanfang in der Oberliga sei der TTC gewappnet.

Leon Heyde