17. September 2020 / 16:11 Uhr

Nach Tor und Vorlage: Ex-Gifhorner Hoffart vor Duell mit VfL II mit Rückenwind

Nach Tor und Vorlage: Ex-Gifhorner Hoffart vor Duell mit VfL II mit Rückenwind

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jetzt in Grün unterwegs: Jovan Hoffart, der in der vergangenen Saison noch für den MTV Gifhorn gespielt hat.
Jetzt in Grün unterwegs: Jovan Hoffart, der in der vergangenen Saison noch für den MTV Gifhorn gespielt hat. © Debbie Jayne Kinsey
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Vor der Saison wechselte Jovan Hoffart von Oberligist MTV Gifhorn zum HSC Hannover in die Regionalliga - jetzt steht das Duell mit dem VfL Wolfsburg II vor der Tür. Für den Offensiv-Spieler ist das ein besonderes Duell nahe der Heimat.

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Zwei Spiele, 180 Minuten Einsatzzeit und am Sonntag gegen Jeddeloh erzielte er seine ersten beiden Scorerpunkte in der Regionalliga: Läuft bei Jovan Hoffart! Der Ex-Gifhorner, der nun für den HSC Hannover kickt, freut sich sehr auf das Duell mit dem VfL Wolfsburg II am Freitag (19 Uhr, AOK-Stadion), es geht für ihn in Richtung Heimat. "Das ist für mich natürlich etwas Besonderes. Schade, dass das Spiel ohne Zuschauer stattfindet, es hatten sich schon viele Freunde und Verwandte von mir angemeldet."

Auf dem Papier ist die Sache eigentlich klar: Der HSC, der sportlich in der vergangenen Spielzeit abgestiegen wäre, war zum Saison-Abbruch Tabellenletzter, muss nun gegen den Vizemeister ran. Doch der hat einen großen Umbruch zu bewältigen und einen runderneuerten, sehr jungen Kader. Die Chance für Hannover? "Wir sind in Sachen herausgespielter Tor-Chancen in der Nord-Staffel im Moment ganz oben. Und der VfL hatte gegen Hildesheim defensiv ein paar Schwächen", ist Hoffart optimistisch. "Wir wollen punkten, egal ob es jetzt gegen den Vizemeister oder gegen ein anderes Team geht."

Noch keine Punkte geholt

Denn: So gut es zwar persönlich für den 24-Jährigen läuft. Punkte hat der HSC in seinen beiden Spielen beim VfB Oldenburg (0:1) und gegen den SSV Jeddeloh (3:5) nicht geholt. "Die Niederlage in Oldenburg hat sehr wehgetan, die war unverdient. Wir waren das bessere Team, erspielen uns Tor-Chancen, nutzen die aber nicht und lassen uns dann einmal auskontern", klagt der Ex-Gifhorner.

Gegen Jeddeloh waren Hoffart und sein Team treffsicherer, aber eben hinten nicht sattelfest. "Ich hätte mich gern etwas doller über meinen ersten Treffer in der Regionalliga gefreut", sagt Hoffart, der in dem Spiel auch einen Treffer per Ecke vorbereitet hat, über sein zwischenzeitliches Anschluss-Tor zum 2:3. Aber das Team hatte keine Zeit, hatte das 3:3 im Blick. Das hat nicht geklappt.

Noch keine Punkte und ein bisschen fehlt noch die Feinabstimmung: Denn auch beim HSC gab es mit über einem Dutzend Neuen einen großen Umbruch. Linksaußen Hoffart bereitet das aber keine Sorgen: "Wir haben eine gute Truppe, da mache ich mir keinen Kopf. Wir müssen uns jetzt mit Toren belohnen und hinten die Null stehen lassen." Dabei will der Offensiv-Mann natürlich so gut es geht helfen. "Mein Ziel ist es, in der Saison möglichst viel Spielzeit zu bekommen und dem Team mit Toren und Vorlagen zu helfen."

Keine Fans bei den VfL-Nachwuchs-Spielen

Bis zu 500 Zuschauer dürften ins Stadion, aber der Fußball-Nachwuchs des VfL Wolfsburg will diese Möglichkeit „bis auf Weiteres“ nicht nutzen, so heißt es vom Klub. Das bedeutet: Die Regionalliga-Spiele der U23 sowie die Bundesliga-Partien der U19 und U17 sowie alle weiteren Spiele des VfL-Nachwuchses finden erst mal unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Bei Regionalliga-Spielen werden die Tribünen des AOK-Stadions zwar nicht komplett leer sein, weil Spieler beispielsweise ihre Eltern mitbringen dürfen oder das Gäste-Team für Klub-Verantwortliche zehn und Co. Tickets bekommt – aber alle Gäste sind aus dem internen Bereich. Einen öffentlichen Ticketverkauf wird es nicht geben, die Spiele finden also ohne externe Zuschauer statt. Die Kontaktdaten der Tribünen-Gäste werden aber dennoch aufgenommen.

Es gibt zwei Gründe für diese Maßnahme: zum einen der finanzielle Aspekt. Denn zu den Heimspielen der U23 kommen in aller Regel nicht mehr als 300 Zuschauer, bei dem Hygiene-Aufwand, den der VfL leisten müsste, wäre das ein Verlustgeschäft. Zum anderen will der Klub seinen Nachwuchs vor einer Corona-Infektion schützen.