12. Oktober 2021 / 14:35 Uhr

Nach über zwei Jahren: Schult wieder im DFB-Aufgebot

Nach über zwei Jahren: Schult wieder im DFB-Aufgebot

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
17.06.2019, Frankreich, Montpellier: Fußball, Frauen: WM, Südafrika - Deutschland, Vorrunde, Gruppe B, 3. Spieltag, Stade de la Mosson: Deutschlands Torhüterin Almuth Schult (l) und Sara Däbritz jubeln nach dem Sieg mit 0:4. Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Wieder im Aufgebot: Almuth Schult (l.; bei der WM 2019) vom VfL Wolfsburg wurde nach über zwei Jahren wieder für das DFB-Team nominiert. © dpa
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Zwei Leistungsträgerinnen des VfL Wolfsburg feiern ihr Comeback im Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Für Torfrau Almuth Schult wird es die Rückkehr nach über zwei Jahren.

Almuth Schult vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg ist erstmals seit zwei Jahren wieder für die deutsche Nationalmannschaft nominiert! Ihr letztes großes Pflichtspiel hatte Schult im Tor der DFB-Elf beim WM-Aus Ende Juni 2019 in Frankreich gegen Schweden absolviert, am Dienstag nominierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die Zwillings-Mama für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Israel am 21. (18 Uhr) und 26. Oktober (16.05 Uhr). Neben Schult setzt die 53-Jährige gegen Israel mit Kathrin Hendrich, Lena Lattwein, Lena Oberdorf, Svenja Huth, Tabea Waßmuth und Felicitas Rauch auf sechs weitere Wolfsburgerinnen. Mit Pia-Sophie Wolter (Kreuzbandriss) und Sara Doorsoun (Aufbau nach muskulären Problemen) hingegen fehlen zwei Akteurinnen verletzungsbedingt. Rauch wiederum hatte seit Anfang August nicht zur Verfügung gestanden, hatte dann nach neunwöchiger Verletzungspause ihr Comeback für Wolfsburg in der Champions League im Spiel bei Chelsea London gegeben.

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Bereits im Februar trainierte Torfrau Schult mit der Nationalmannschaft, gehörte damals aber noch nicht zum Kader. Für den Vizemeister ist die 30-Jährige längst wieder ein großer Rückhalt, brillierte unter anderem in der Champions-League-Qualifikation gegen Bordeaux mit zwei gehaltenen Elfmetern. In der DFB-Elf wird sich Schult aber wahrscheinlich vorerst hinten anstellen müssen, denn Frankfurts Merle Frohms hat zwischenzeitlich die Nummer 1 übernommen.

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Nach den deutlichen Siegen gegen Bulgarien (7:0) und Serbien (5:1) sei es "unser Anspruch, die nächsten Siege zu holen und dabei von Beginn an dominant und präsent aufzutreten. Das ist uns in den ersten beiden Spielen nicht von Anfang an gelungen. In diesem Bereich wollen wir uns steigern und mit Anpfiff hellwach sein", so Voss-Tecklenburg. Noch nie bestritten die DFB-Frauen ein Länderspiel gegen Israel. Voss-Tecklenburg sagt: "Spiele gegen Israel stehen für deutsche Teams immer auch in einem übergeordneten Kontext. Für uns sind beide Partien deshalb – und das meine ich wortwörtlich - besondere Begegnungen, die über das Sportliche hinaus gehen."

Es werde "für uns alle und vor allem für die, die Israel noch nie besucht haben, eine beeindruckende Reise. Der Fokus liegt auf der WM-Qualifikation, wir werden jedoch daneben auch kulturelle, geschichtliche und gesellschaftspolitische Aspekte aufgreifen." Unter anderem sei ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geplant.