03. Mai 2019 / 18:20 Uhr

DHfK-Läufer Robert Farken nach Unfall und OP wieder zu Hause

DHfK-Läufer Robert Farken nach Unfall und OP wieder zu Hause

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Am 14. April hatte Robert Farken die 4-Kilometer-Distanz bei Leipzig Marathon gewonnen.
Am 14. April hatte Robert Farken die 4-Kilometer-Distanz bei Leipzig Marathon gewonnen. © Alexander Prautzsch
Anzeige

Die Saison für den für den SC DHfK Leipzig startenden Robert Farken endet, bevor sie so richtig begonnen hat. Grund ist ein Verkehrsunfall, bei dem der 21-Jährige schwer verletzt wurde. Sein Trainingskollege war alkoholisiert gefahren.

Anzeige

Leipzig. DHfK-Leichtathlet Robert Farken ist in Zinnowitz als Beifahrer in einen Autounfall verwickelt worden und hat mit Verletzungen im Bauchraum fast eine Woche lang im Uniklinikum Greifswald gelegen. „Ich bin wieder zu Hause und auf dem Weg der Besserung“, sagte der zweifache deutsche Hallenmeister über 800 Meter dem SPORTBUZZER.

Anzeige

Gut zwei Monate nach seinem Hallentitel in der Arena Leipzig scheint die Saison für den 21-Jährigen beendet zu sein, die Fortsetzung seiner Karriere aber möglich. In diesem Sommer war die U23-EM in Schweden sein großes Ziel, auch die WM im Herbst in Katar schien nicht unmöglich. „Keiner weiß im Moment, ob Robert drei Wochen oder drei Monate ausfällt“, sagte SC-DHfK-Generalsekretär Alexander Schlenzig.

Mehr zum Thema

Nach Bild-Informationen passierte der Unfall im Trainingslager in Zinnowitz nach einem nächtlichen Discobesuch auf nasser Fahrbahn unter Alkoholeinfluss. Der Wagen prallte gegen einen Baum. Am Steuer habe Farkens Kumpel und Trainingskollege Julius Lawnik gesessen – der 23-Jährige von der LG Braunschweig kam mit Prellungen davon. Farken, der selbst Alkohol getrunken hatte, ist durch den Druck des Gurtes schwerer verletzt worden und musste operiert werden. „Mein Dünndarm ist eingerissen, dadurch ist Flüssigkeit in den Bauchraum gelangt. Dies wurde nicht sofort erkannt, wegen der OP musste ich nach Greifswald verlegt werden“, sagte der Blondschopf. Die dortige Betreuung sei optimal gewesen. „Meine Familie war an meiner Seite, das war ein großer Rückhalt.“

Robert Farken ergänzte: „Ich ärgere mich sehr über mein dummes und unprofessionelles Verhalten. Dafür stehe ich gerade. Ich habe über vieles nachgedacht und möchte nun erst recht professionell arbeiten, um in die Spitze zu kommen.“ Der Discobesuch aus Anlass eines Geburtstages sei eine Ausnahme gewesen: „Ich war nie ein großer Partygänger und will es künftig erst recht nicht werden."

Bundestrainer Thomas Dreißigacker aus Leipzig und DHfK-Vertreter Schlenzig kündigten für die Zeit nach der Genesung der Athleten disziplinarische Maßnahmen an. „Ganz ohne Konsequenzen wird es nicht bleiben. Ich halte Robert zugute, dass er nicht selbst gefahren ist und mich persönlich informiert hat. Ich habe es nicht aus den Medien erfahren“, sagte Schlenzig, der sich zunächst mit dem Bundestrainer beraten will: „Weder der DLV noch wir als Verein sollten Alleingänge machen. Alles wird in gegenseitiger Abstimmung erfolgen.“