25. Juni 2018 / 12:47 Uhr

Nach verpasstem Regionalliga-Aufstieg: Große Enttäuschung für kleine Kometen

Nach verpasstem Regionalliga-Aufstieg: Große Enttäuschung für kleine Kometen

Christian Markwort
Weser-Kurier
Die meiste Zeit über war Massine Abdelkhalki (rotes Trikot) mit dem TuS Komet Arsten spielbestimmend gewesen. Doch im Elfmeterschießen zog das Team gegen TuSpo Surheide den Kürzeren.
Die meiste Zeit über war Massine Abdelkhalki (rotes Trikot) mit dem TuS Komet Arsten spielbestimmend gewesen. Doch im Elfmeterschießen zog das Team gegen TuSpo Surheide den Kürzeren. © Dennis Schott
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Arstens B-Junioren unterliegen dem TuSpo Surheide nach Elfmeterschießen mit 5:6 / Arambasic: "Uns fehlte die Ruhe in der gefährlichen Zone"

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Im Verlauf der Saison in der B-Junioren-Verbandsliga Bremen dominierten die Teams der Tuspo Surheide und des Tus Komet Arsten die Meisterschaft und qualifizierten sich als Wintermeister (Surheide) und Sommermeister (Arsten) für das Endspiel um den Aufstieg in die Regionalliga. Beide Mannschaften überzeugten besonders in der Offensive, ließen defensiv allerdings ebenfalls gleichermaßen wenig zu.

In einer spannenden Relegation hatte das Team um TuS-Trainer Kristian Arambasic deutliche spielerische Vorteile, konnte diese jedoch innerhalb der spannenden 80 Spielminuten nicht in Zählbares ummünzen – und musste sich den jungen Seestädtern in einem an Dramatik kaum mehr zu überbietenden Elfmeterschießen mit 5:6 (1:1/1:1) geschlagen geben. „Es tut mir für die Jungs ehrlich leid“, trauerte auch Arstens Co-Trainer Heinrich Marschollek der vergebenen Chance nach, „das haben die Jungs nach solch einer überragenden Saison wirklich nicht verdient, aber so ist der Fußball eben.“

Die Winterrunde hatte der TuSpo Surheide noch für sich entschieden – dicht dahinter rangierte der TuS Komet Arsten. In der Rückrunde waren die Rollen dann exakt anders herum verteilt, nach einer grandiosen Aufholjagd sicherte sich Komet Arsten Platz eins, Zweiter wurde Surheide. „Allein für diese fulminante Sommerrunde hätten die Jungs den Aufstieg verdient gehabt“, resümierte ein enttäuschter Kristian Arambasic, „leider haben ihnen am Ende die Nerven einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

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Von Beginn an setzte Surheide auf Konter. Nachdem sich beide Mannschaften zunächst vorsichtig abgetastet hatten, sorgte eben solch ein schneller Gegenstoß für die Führung. Einen langen Ball aus der Abwehr nahm Surheides Tom Langenbach in vollem Lauf mit und lupfte das Leder elegant über den herausstürzenden TuS-Keeper Jaylen Hofmann hinweg
 ins Tor (14.). Die arg ersatzgeschwächten Arster dagegen brachten trotz deutlich mehr Ballbesitz offensiv zunächst kaum etwas zustande. „Uns fehlte die Ruhe in der gefährlichen Zone“, analysierte Arambasic, „der letzte Pass war oft zu ungenau und die Chancenverwertung einfach schlecht.“ Einzig Arstens zu Holstein Kiel wechselnder Stürmer Simar
Kadir Alkas hatte Zielwasser zu sich genommen und erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff den viel umjubelten Ausgleich (40.).

In Durchgang zwei drängte Arsten weiter mit großer Vehemenz auf das gegnerische Tor, wiederholt scheiterten die Offensivkräfte aber am überragend aufgelegten ­Tuspo-Keeper Kjell Winterboer. Kristian Arambasic versuchte von der Seitenlinie aus, neue Impulse zu bringen und wechselte schließlich mit Stürmer Ismael Mansaray noch einen dritten C-Junioren ein, ohne in der regulären Spielzeit zum erlösenden und angesichts der größeren Spielanteile auch verdienten Siegtreffer zu gelangen. Im abschließenden Elfmeterschießen avancierte schließlich Tuspo-Keeper Winterboer zum Aufstiegshelden, während seine Mitspieler alle Elfmeter im Arster Gehäuse unterbringen konnten, versagten ausgerechnet Arstens erstem
Schützen die Nerven und Dennis Nagel verschoss die große Möglichkeit, für den größten nur denkbaren Erfolg seiner Mannschaft zu sorgen. „Wirklich bitter“, sagte Arambasic nach der Niederlage, „und absolut unverdient, weil wir über die gesamte Saison das bessere Team waren, aber heute leider mit den Nerven nicht zurechtgekommen sind.“ Während Surheide ausgelassen Meisterschaft und Aufstieg feierte, mussten Arambasic und Co-Trainer Marschollek viel mentale Aufbauarbeit leisten.

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