05. April 2021 / 12:18 Uhr

Nach Wolfsburgs Triumph gegen die Bayern: So schwer ist die Popp-Verletzung

Nach Wolfsburgs Triumph gegen die Bayern: So schwer ist die Popp-Verletzung

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nach diesem Zweikampf verletzt vom Platz: Alexandra Popp.
Nach diesem Zweikampf verletzt vom Platz: Alexandra Popp. © Boris Baschin
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Nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern reisen die deutschen Nationalspielerinnen des VfL Wolfsburg zur DFB-Auswahl. Auch Alexandra Popp, die am Samstag verletzt ausgewechselt werden musste, ist dabei.

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Mit 2:0 (2:0) gewannen die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Ostersonntag das DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern - Alexandra Popp und Ewa Pajor erzielten im AOK-Stadion die Tore. Bitter jedoch: Popp musste gegen Ende der Partie verletzt vom Platz begleitet werden. Der Verein gab am Montag Entwarnung, die Nationalspielerin hat keine schwerwiegende Verletzung erlitten.

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Was war passiert? In der Schlussphase der Partie hatte die eingewechselte Viviane Asseyi nach großem Tumult im Wolfsburger Strafraum den Anschluss auf dem Fuß, zögerte mit dem Abschluss jedoch zu lange. Der Ball kullerte auf Bayern-Verteidigerin Amanda Illestedt zu, die ohne Rücksicht abzog und mit ihrem Fuß Popp traf, die daraufhin mit großen Schmerzen liegen blieb und nicht weiterspielen konnte. Die VfL-Kapitänin musste anschließend mit Unterstützung vom Platz begleitet werden.

Wie der Verein jetzt bekannt gab, erlitt Popp eine starke Prellung am unteren vorderen Unterschenkel mit Einblutung in die dortige Muskel-Sehnenstruktur. Die 29-Jährige wird am Dienstag wie geplant zur Nationalmannschaft reisen - die Deutschen treten am Samstag, 10. April (16.10 Uhr, live in der ARD), gegen Australien und am Dienstag, 13. April (16 Uhr, live im ZDF), gegen Norwegen an. Auch die VfL-Akteurinnen Lena Oberdorf, Kathrin Hendrich, Felicitas Rauch, Svenja Huth und Sara Doorsoun sind mit dabei.

Dass der VfL im Saisonendspurt auf Popp zählen kann, ist ebenfalls von großer Wichtigkeit. Vergangenen Oktober riss sich die Deutsche eine Kapsel im Fuß und fiel lange aus, feierte erst im Januar ihr Comeback auf dem Platz und erzielte seitdem in wettbewerbsübergreifend 16 Spielen neun Tore für den VfL. Als Kapitänin geht die Allrounderin stets voran und ist aus dem Wolfsburger-Spiel nicht wegzudenken, auch beim 2:0 gegen die Bayern unterstrich sie wieder, warum sie längst den Spitznamen "Mentalitätsmonster" trägt. In der Champions League sind die Niedersächsinnen raus, in der Liga fünf Punkte hinter den Bayern - mit dem Finaleinzug im DFB-Pokal bewahrten sich die VfLerinnen die wahrscheinlich einzig realistische Titel-Chance in dieser Saison. Am 30. Mai treffen die Wolfsburgerinnen im Finale auf Eintracht Frankfurt.