08. März 2021 / 12:20 Uhr

Nach Wildschwein-Verwüstungen: Rasen der SG Striesen fast wie neu

Nach Wildschwein-Verwüstungen: Rasen der SG Striesen fast wie neu

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Platzwart Lutz Falkenberg puzzelt auf Knien die von den Wildschweinen herausgerissenen Grasbüschel wieder ein.
Platzwart Lutz Falkenberg puzzelte in den letzten Wochen mühevoll Grasbüschel wieder in den Boden. © Jochen Leimert
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Die Sanierungsarbeiten der Rasenflächen gehen bei der SG Dresden Striesen immer weiter voran. Die im Januar durch Wildschweine verursachten Platzschäden sollen bis April beseitigt sein.

Dresden. Wegen des Corona-Lockdowns wird der Trainings- und Spielbetrieb auch bei den Amateurfußballern der SG Striesen noch eine Weile ruhen. In dieser für alle Freizeitkicker schweren Zeit kann sich immerhin der im Januar mehrfach durch Wildschweine ramponierte Rasen im Nachwuchszentrum auf der Salzburger Straße erholen.

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Nachdem die Schwarzkittel große Teile des Naturrasens am Niedersedlitzer Flutgraben auf Nahrungssuche verwüstet hatten, begann Platzwart Lutz Falkenberg in mühevoller Kleinarbeit, die Schäden auszubessern. Doch ohne die Unterstützung durch den Sportstättenbetrieb, der erst einen Elektrozaun aufstellte, Lücken im Zaun schloss und dann mit sechs Leuten zur Platzsanierung anrückte, wäre Falkenberg nicht weit gekommen.

Der im Januar völlig zerwühlte Platz vor dem Vereinsgebäude ist derzeit kaum wiederzuerkennen.
Der im Januar völlig zerwühlte Platz vor dem Vereinsgebäude ist derzeit kaum wiederzuerkennen. © Jochen Leimert

Vor dem Funktionsgebäude sind die Schäden vom Jahresbeginn nur noch zu erahnen, nachdem die Grasbüschel mühsam wieder in den Boden gepuzzelt und die Flächen gewalzt worden sind. Mitarbeiter vom Eigenbetrieb Sportstätten werden den Platz nun noch belüften und sanden. „Dazu werden viele, etwa fingerdicke Löcher in den Boden gebohrt. Dann wird eine dünne Schicht Sand aufgebracht, der in die Löcher eindringt“, so Falkenberg. Im Anschluss wird noch einmal Rasen ausgesät. Dann kann das frische Grün schießen. „Bis die Kinder hier wieder drauf dürfen, ist der Platz in Ordnung“, glaubt der Experte.

Zwei Wildschweine erlegt

Auf einem Nebenplatz am äußersten Ende des Geländes hat er aber noch viel zu tun. Auf dem sogenannten Ackerplatz waren die Wildschweine besonders ungehemmt, der Boden ist dort auch extrem weich. Einige Eltern haben mit ihm Rasenstückchen reingepuzzelt, doch er bräuchte mehr Verstärkung.

Froh ist er, dass der Revierjäger den Schweinen auf die Pelle rückt. Erst am vergangenen Montag hat der Weidmann zwei Halbwüchsige im Brombeergestrüpp neben dem Vereinsgelände erlegt. Lutz Falkenberg will er demnächst frische Wurst vorbeibringen.