09. Dezember 2019 / 15:01 Uhr

Nach wochenlanger Hängepartie: Wacker Nordhausen stellt Insolvenzantrag

Nach wochenlanger Hängepartie: Wacker Nordhausen stellt Insolvenzantrag

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Die (finanzielle) Luft ist raus bei Wacker Nordhausen. © Symbolbild
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Regionalligist Wacker Nordhausen ist zahlungsunfähig. Die Spielbetriebs-GmbH der Thüringer stellte am Montag den bereits erwarteten Insolvenzantrag. Was genau das für den laufenden Spielbetrieb der Profis heißt, ist unklar.

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Nordhausen. Nun ist die Pleite offiziell: Fußball-Regionalligist FSV Wacker Nordhausen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte das Amtsgericht Mühlhausen am Montag. Die Spielbetriebs GmbH ist zahlungsunfähig. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Vereinsvorstand dem Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH, Nico Kleofas, den Insolvenzantrag empfohlen.

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Den Thüringer sollen laut letztem Jahresbericht mehr als neun Millionen Euro Schulden haben. Vizepräsident Hans-Joachim Junker hatte mit einem weiteren Vorstandsmitglied die Mannschaft am vergangenen Mittwoch über die kritische Lage informiert. In einer Vereinsmitteilung hieß es: „Wir müssen hier klar und eindeutig die Situationen des Vereins und der GmbH unterscheiden und differenzieren. Die Zukunft der Spielbetriebs GmbH liegt nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in den Händen eines Insolvenzverwalters. Die Zukunft des Vereins dagegen können dessen Mitglieder und die Region weitestgehend selbst bestimmen.“

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Richtungsweisend wird die Mitgliederversammlung und Neuwahl eines Präsidium im Januar 2020. Der Fokus wird in Zukunft auf die Nachwuchsarbeit gelegt. Hier erfülle der Verein nach Ansicht des Präsidiums eine wichtige soziale Funktion, da mittlerweile rund 250 Kinder und Jugendlichen in allen Altersklassen das Fußballhandwerk erlernen. Erste Anzeichen der Unterstützung durch Sponsoren, aber auch engagierten Eltern gibt es, teilte der Club mit.

Zuletzt war bekannt geworden, dass die Wacker-Profis seit mehr als zwei Monaten auf ihre Gehälter warten. Coach Heiko Scholz hatte die Gelegenheit genutzt und ein Angebot von Zweitligist Dynamo Dresden angenommen. Sportlich blieb die Elf zuletzt hinter den eigenen Erwartungen - der Drittliga-Aufstieg war das erklärte Ziel - zurück. Am Wochenende gelang ein 1:1-Unentschieden bei der BSG Chemie Leipzig.