05. September 2019 / 19:36 Uhr

Nach Wolfsburg-Test: Hecking-Klartext in Sachen Jatta

Nach Wolfsburg-Test: Hecking-Klartext in Sachen Jatta

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Dieter Hecking sprach in Sachen Bakery Jatta Klartext
Dieter Hecking sprach in Sachen Bakery Jatta Klartext © Christian Charisius/dpa
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Das Testspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV endete am Donnerstag 1:1. Bakery Jatta wurde beim Zweitligisten eingewechselt - und von den VfL-Fans gefeiert. HSV-Coach Dieter Hecking fand anschließend deutliche Worte.

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Sportlich war es beim Testspiel-1:1 des VfL am Donnerstag gegen den HSV nur eine Randnotiz: Hamburgs Offensivmann Bakery Jatta wurde von den Fans des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nach seiner Einwechslung gefeiert. Der 21-Jährige war zuletzt wegen vermeintlicher Zweifel an seiner Identität unfreiwillig in die Schlagzeilen geraten und sah sich zum Teil schlimmen Anfeindungen ausgesetzt.

Die Aufmunterung durch die Wolfsburger Fans war für HSV-Trainer Dieter Hecking Anlass, in Sachen Jatta Klartext zu reden. "Es gibt viele Menschen in Deutschland, die wissen, dass das, was mit ihm gemacht wurde, nicht in Ordnung war, vom ersten Tag an nicht in Ordnung war. Dafür haben die Leute ein feines Gespür und geben ihm vielleicht jetzt etwas zurück." Dass Jatta Anfeindungen ausgesetzt war, macht Hecking sauer: "Ich finde es unmöglich, was da passiert. Und mit der Meinung bin ich nicht allein."

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"Noch nirgendwo gelesen, dass sich jemand bei Baka entschuldigt hätte"

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte am Montag bekannt gegeben, dass in den Unterlagen Jattas keinerlei Anhaltspunkte für einen Identitätsschwindel gefunden wurden, die Behörde hat entsprechende Ermittlungen deshalb eingestellt. In einer Mitteilung des Amtes heißt es: „Die aufgekommenen Zweifel an der Richtigkeit der Angaben haben sich im Rahmen der Anhörung nicht bestätigt.“ Der Verdacht, dass Jatta in Wahrheit zwei Jahre ältere alte Bakary Daffeh sei, ist damit für die Behörden widerlegt.

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Stefan Kuntz hat derweil Jatta für die deutsche U21-Nationalmannschaft ins Gespräch gebracht. "Diese Überlegung", so Hecking, "gab es beim DFB wohl auch vor einigen Monaten schon mal. Das ist letztendlich Bakas Entscheidung und im Moment erst einmal weit weg." Wichtiger aus Sicht des HSV-Trainers: "Ich habe noch nirgendwo gelesen, dass sich jemand bei Baka entschuldigt hätte, auch das finde ich unmöglich. Wenn man Fehler macht, kann man dazu stehen."

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