22. Oktober 2020 / 18:39 Uhr

Nach zehn Monaten Zwangspause: Hansas Omladic ist voller Tatendrang

Nach zehn Monaten Zwangspause: Hansas Omladic ist voller Tatendrang

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Hansa-Offensivmann Nik Omladic (31)
Nik Omladic (31) © Lutz Bongarts
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Nach Verletzungsauszeit feierte der ballgewandte Slowene in Mannheim sein Comeback in der Startformation des FC Hansa Rostock. Beim 2:1-Auswärtssieg hielt er 90 Minuten lang durch. Jetzt will er mehr. Am besten bereits am Sonnabend im Heimspiel gegen Viktoria Köln (14 Uhr).

Trainer Jens Härtel war am Donnerstag noch nicht ganz sicher, wie Nik Omladic seinen ersten Einsatz körperlich verkraftet hat und ob er ihn am Sonnabend im Heimspiel gegen Viktoria Köln (14 Uhr) erneut von Beginn an einsetzen kann.

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Seine Feuertaufe hatte der 31-Jährige in Diensten des FC Hansa Rostock aber in jedem Fall bestanden. Nach zehnmonatiger Verletzungspause lief „Omla“, wie er von seinen Teamkollegen gerufen wird, beim 2:1-Auswärtssieg in Mannheim 90 Minuten plus Nachspielzeit unter Volldampf – nach langen zehn Monaten Verletzungspause.

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„Meine Kraft hat gereicht, auch wenn meine Beine am Ende nicht mehr ganz frisch waren. Aber das ist normal“, berichtete der Slowene. Ursprünglich hatte Härtel vor, den Blondschopf in der Schlussphase auszuwechseln. Doch nachdem Maurice Litka vom Schiedsrichter signalisiert bekommen hatte, dass er gelb-rot-gefährdet sei, nahm der Hansa-Coach Litka aus dem Spiel. Omladic musste weitermachen und hielt durch.

Seine körperliche Verfassung sei gut, versichert der Profi. Was er jetzt brauche, sei vor allem Spielpraxis. „Ich bin noch nicht auf meinem Top-Niveau. Die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen kommen mit den Einsätzen zurück“, ist sich der Mttelfeldspieler sicher.

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Pause gemacht habe er wegen seiner Schulter-Operation und der anschließenden Reha lange genug, betont Omladic. „Wenn es nach mir ginge, würde ich immer spielen. Dafür tue ich alles. Aber entscheiden muss der Trainer. Er sieht, wie jeder trainiert und sagt, wer eine Pause bekommt.“

Nach Omladic’ verheißungsvollem ersten Fulltime-Einsatz über die komplette Spielzeit erhofft sich sein Trainer mehr: „Uns war klar, dass er nach so langer Zeit nicht wie Phönix aus der Asche auferstehen würde. Er ist ein sehr ballsicherer Spieler. Ich bin mir sicher, dass er zulegen wird, wenn er seine Spielzeit bekommt. Wir brauchen seine Qualität.“

Gut möglich also, dass „Omla“ gegen die stark in die Saison gestarteten Kölner seine nächste Chance bekommen wird. Für den Hansa-Trainer gehört das Viktoria-Team in dieser Saison zu den Aufstiegskandidaten. „Sie wollen mehr als in der vergangenen Saison. Für mich ist das eine Mannschaft, die oben mitspielen kann.“

Das sind die schönsten Frisuren der Hansa-Profis:

Hansa-Offensivmann Aaron Opoku setzt nicht nur spielerisch Akzente, sondern auch modisch: Statt mit der üblichen Kurzhaar-Frisur überraschte er im Heimspiel gegen Zwickau (1:1) mit geflochtenen Zöpfchen. Zur Galerie
Hansa-Offensivmann Aaron Opoku setzt nicht nur spielerisch Akzente, sondern auch modisch: Statt mit der üblichen Kurzhaar-Frisur überraschte er im Heimspiel gegen Zwickau (1:1) mit geflochtenen Zöpfchen. ©

Das wollen auch die Hanseaten. Die Tabellenkonstellation – Köln ist noch ungeschlagen und liegt zwei Punkte und zwei Plätze vor Hansa auf Rang zwei – macht das Duell zum Drittliga-Spitzenspiel des Wochenendes.

Und wenn dieses Duell wieder läuft wie die beiden in der vergangenen Saison, dann dürfen sich die 7500 Zuschauer im Ostseestadion auf ein besonderes Spektakel freuen. Am ersten Spieltag der Vorsaison feuerten die Hanseaten gegen das Team von Trainer Pavel Dotchev ein Offensivfeuerwerk ab, lagen mit 3:0 vorn, mussten sich am Ende aber mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. In der Rückrunde gab es bei Hansas 5:1-Sieg erneut Tore satt.

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