07. Juni 2021 / 14:58 Uhr

Nach Zwangspause: Erste Standortbestimmung für sächsischen Leichtathletiknachwuchs

Nach Zwangspause: Erste Standortbestimmung für sächsischen Leichtathletiknachwuchs

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach ausgefallener Hallensaison: die Leichtahleten legen wieder los.
Nach ausgefallener Hallensaison: die Leichtahleten legen wieder los. © Frank Thomas
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Nach monatelanger Wettkampfpause hat der erfolgreiche Einladungswettkampf des LC Eilenburger Land bei den Leichtathleten für neue Hoffnung gesorgt. Gekämpft wurde um Podestplätze und Normen zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

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Nordsachsen. Dem Einladungswettkampf des LC Eilenburger Land im Ilburg- Stadion fieberte der Leichtathletiknachwuchs schon Wochen zuvor entgegen, war es doch seit Monaten der erste Vergleich mit den Sportfreunden – eine regelrechte Standortbestimmung.

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Monatelanges Einzeltraining

Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept gestattete die Durchführung der Veranstaltung, Bedingung waren jedoch ein aktueller negativer Coronatest oder eine Impfbescheinigung. Zuschauer waren nicht erlaubt und so staunte manche Mutti bei Abholung der Kinder über deren Urkunden und Medaillen – glänzende Kinderaugen, etwas schöneres kann es nicht geben. Sportler aus den Kreisen Nordsachsen, dem Leipziger Land und dem Kreis Mittelsachsen starteten im Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, dem Diskus- und Hammerwurf, Sprint und Ballwurf, es wurde um Podestplätze und Normen zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik bei idealen Bedingungen gekämpft.

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Glück hatten jene Kinder, deren Eltern oder Großeltern sportinteressiert sind und anleiteten: Ausfall der kompletten Hallensaison, Einstieg in den Trainingsbetrieb erst mit drei Sportlern, dann mit fünf und nun sind wieder Gruppen bis zu 20 Athleten möglich. Erstaunlich, wie diszipliniert und hochkonzentriert sich die jungen Sportler vorbereiteten, jeder wollte zeigen was er kann. Da wurde der Anlauf im Weitsprung ausgemessen, währenddessen nutzten die Helfer die verbleibende Zeit, um den Sand in der Weitsprunggrube zu ebnen.

Im Weitsprung der Altersklasse männliche Jugend U14 gab es das größte Teilnehmerfeld, acht Jungen suchten den Balken und wollten weit hinten in der Grube landen. Manche machten gleich weite Sprünge, anderen musste erst noch einmal erklärt werden, wo sie abspringen müssen. Aber das ist normal, denn die jüngeren Sportler springen aus der Zone, die älteren müssen das Brett genau treffen. Den weitesten Satz machte Maximilian Starke vom Döbelner SC 02/90 (Altersklasse männliche Jugend U18) mit 6,25 Metern im zweiten Versuch. Ein Zehnkämpfer, der im letzten Jahr Vierter bei den Deutschen Meisterschaften wurde und bereits jetzt die Norm für die DM im Dreisprung geknackt hat. Bei den jungen Damen zeigte Colien Nitzschke (AK weibliche Jugend U16) vom SC Muldental, dass sie weit springen kann: 4,41 Meter wurden gemessen.

Für die  Athleten gibt es eine Einweisung vor dem Weitsprung.
Für die  Athleten gibt es eine Einweisung vor dem Weitsprung. © Frank Thomas

Die jüngsten Teilnehmer hatten schon ihre Teildisziplinen Weitsprung aus der Zone, 50 Meter Sprint und Schlagball gemeistert, entsprechend der Punkttabelle standen die Sieger und Platzierten im Dreikampf fest. Die drei Besten der Altersklassen konnten sich über Medaillen und Urkunden zur Siegerehrung freuen. Samia Komar vom LC Eilenburger Land scheffelte 689 Punkte als Siegerin – strahlte, ihre Medaille bekommt bestimmt einen Ehrenplatz.

LC Eilenburg dominiert

Gleich mehrfach dominierten ganze Troikas des einladenden LC Eilenburger Land die Wettbewerbe. So holten sich die Jungs der U14 im Hochsprung – Weißbach, Storm und Müller – die Podestplätze. Im Kugelstoß und Speerwurf der männlichen Jugend U14 wurden die Karten neu gemischt, aber auch hier hatten die Eilenburger Schützlinge die Dreifacherfolge gebunkert. Die jungen Damen der WJU16 aus der Muldenstadt sicherten im Speerwurf und im Kugelstoß je das komplette Podest. Etwas eigenartig reinigte eine junge Dame ihre Spikes nach dem Speerwurf, mit der Speerspitze pulte sie den Schmutz von den Nägeln der Wettkampfschuhe ab – Landeskader haben eigenartige Methoden.

Eine Troika vom LC Eilenburger Land (v.l. Franchy Mai, Maria Gröper, Tabea Ahnert) siegt im Kugelstoß.
Eine Troika vom LC Eilenburger Land (v.l. Franchy Mai, Maria Gröper, Tabea Ahnert) siegt im Kugelstoß. © Frank Thomas

Zwei junge Damen waren im Hammerwurfkäfig gut drauf, Zoe Niemann vom TSV Kitzscher warf den drei Kilogramm schweren Hammer 48,27 Meter weit. Marie Luise Fischer vom SV Großbardau schaffte mit dem vier Kilogramm schweren Wettkampfgerät 42,72 Meter, beiden plumpste ein Stein vom Herzen, da sie dadurch die Norm zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften knackten, ganz nebenbei siegten sie in ihren Altersklassen.Dank emsiger Organisatoren und verständnisvoller Genehmigungsbehörden, der ehrenamtlichen Helfer und Kampfrichter wurde dieser Tag für den Leichtathletiknachwuchs ein voller Erfolg, diese dankten es mit durch die Bank guten Leistungen.

Frank Thomas