16. September 2020 / 17:00 Uhr

Nach nur zwei Kreisliga-Spieltagen! Rot-Weiß-Trainer schmeißt hin

Nach nur zwei Kreisliga-Spieltagen! Rot-Weiß-Trainer schmeißt hin

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Frank Helmerding (r.) und Co-Trainer Oliver Treitl haben den Kreisligisten Rot-Weiß Wolfsburg verlassen.
Frank Helmerding (r.) und Co-Trainer Oliver Treitl haben den Kreisligisten Rot-Weiß Wolfsburg verlassen. © Gero Gerewitz
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Frank Helmerding hat den Kreisligisten Rot-Weiß Wolfsburg nach nur zwei Spieltagen verlassen. Der Umgang untereinander war für den Trainer der Grund zum Rückzug. Erneut übernimmt Baris Gülay den Trainerposten.

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Fußball-Kreisligist Rot-Weiß Wolfsburg steht in der noch jungen Saison bereits vor großen Problemen: Nach zwei Spieltagen trat Frank Helmerding als Trainer zurück, auch sein Assistent Oliver Treitl verlässt den Verein.

„Wir wussten von vornherein, dass es bei Rot-Weiß nicht einfach werden wird, aber die Art und Weise, wie hier miteinander umgegangen wird, entspricht nicht unseren Prinzipien. Auch nach drei Monaten ist keine Besserung zu erkennen, darum haben wir uns nach einem Gespräch mit der Spartenleitung zum sofortigen Rücktritt entschlossen“, begründet Helmerding, der dem Verein für die laufende Saison und auch in Zukunft „alles erdenklich Gute“ wünscht.

Den Trainerposten bei RW übernimmt Baris Gülay, der im Gegenzug seinen Posten als Spartenleiter abgibt, den er zuvor kommissarisch ausgeübt hatte.

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Helmerding hatte Rot-Weiß vor der Saisonvorbereitung nach der Corona-Pause übernommen. Auf die Trainer-Verpflichtung angesprochen sprach Gülay damals von einem „Glücksgriff“, drei Monate später muss er wieder als Trainer einspringen. „Es war eine schwere Aufgabe und es hat leider nicht funktioniert“, sagt Gülay. „Für uns ist es ein denkbar schlechter Start.“ Bereits in der vergangenen Saison sprang Gülay ein, als der heutige 1. FC-II-Trainer Marc Bolduan den Verein nach drei Spieltagen verlassen hatte. Auch für Gülay wird es keine einfache Aufgabe, sein großer Vorteil ist, dass er die Mannschaft schon lange kennt. „Ich werde an den Charakter der Jungs appellieren, dass es Zeit wird, auch vom Kopf her erwachsen zu werden.“

Zumindest die Vakanz im RW-Tor könnte bald keine mehr sein. Für die nächste Trainingseinheit meldete sich ein Schlussmann, der den abgewanderten Mohamad Rand ersetzen könnte. Rand hatte den Verein nach der 1:10-Niederlage zum Saisonauftakt gegen den SSV Vorsfelde II verlassen, beim 3:3 gegen den 1. FC Wolfsburg II hatte sich Feldspieler Sinan Osso die Torwart-Handschuhe übergestreift.