02. August 2019 / 09:23 Uhr

Nach zwei Remis soll nun ein Sieg für Chemie Leipzig her

Nach zwei Remis soll nun ein Sieg für Chemie Leipzig her

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Chemie-Keeper Benjamin Bellot kassierte noch kein Gegentor.
Chemie-Keeper Benjamin Bellot kassierte noch kein Gegentor. © Picture Point
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Die Leutzscher kassierten gegen zwei Spitzenteams der Regionalliga kein Gegentor. Selber konnte man allerdings auch keine Tore erzielen.

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Leipzig. Die Stimmung ist gut in Leutzsch nach den beiden ersten Spielen. Gegen die vermeintlichen Mitfavoriten auf den Staffelsieg, Nordhausen und Viktoria Berlin, wurde jeweils ein torloses Remis geholt. Die Abwehr steht, das Defensivverhalten stimmt – nur nach vorn soll und muss jetzt mehr passieren. Da kommen die neuformierten Babelsberger (Sonnabend, 13:30 Uhr im AKS) gerade recht.

„Ich will lernen und nochmals lernen“

Zuerst aber einmal Ärger: „Ich weiß nicht, was da los ist, aber wir haben das dritte Spiel innerhalb einer Woche, während Babelsberg am Mittwoch gegen Nordhausen nicht ran musste und sich die ganze Woche auf dieses eine Spiel konzentrieren konnte“, moniert Chemie-Trainer Miro Jagatic. „Der Platz in Babelsberg ist nicht bespielbar, weil am Flutlicht gebaut wird“, erläutert Till Dahlitz, Mitarbeiter Spielbetrieb beim NOFV. Warum das Spiel nicht einfach gedreht wurde, warum solch wettbewerbsverzerrende Verlegungen so einfach geduldet werden seitens des Verbandes, konnte der gute Mann nicht sagen. Sei’s drum – auch das muss der so gut gestartete Aufsteiger aus Leutzsch wegstecken.

Um die beiden schwer erkämpften Punkte gegen aufstiegs-ambitionierte Mannschaften zu vergolden, müsste nun folglich ein Sieg gegen die Filmstädter her. „Die Chance haben wir. Nachdem, was wir heute angeboten haben, wäre das der nächste Schritt“, sprach Rückkehrer Benjamin Boltze Klartext. Der Routinier zeigte, dass er eine klare Verstärkung für Grün-Weiß ist, zeigte eine starke Vorstellung gegen Viktoria, stand gut und richtig, lief viel, grätschte und warf sich ins Getümmel. Überraschender als Boltzes Nominierung ist zweifellos die Aufstellung des Youngsters Björn Nikolajewski. Der 1,93 große Abwehrhühne spielt als Doppelsechser mit Boltze vor der Abwehrkette und macht seine Sache bereits erstaunlich abgeklärt. „Das liegt bestimmt an meiner guten Grundausbildung in Cottbus“, erklärte er nach dem Spiel. Mit dem (einstweiligen) Stammplatz hat er selbst kaum zu rechnen gewagt: „Ich will lernen und nochmals lernen. Da dachte ich nicht, dass es schon mit einem Starteinsatz klappt“. Selbstbewusst genug ist der 18-Jährige, um seinen Platz zu kämpfen.

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Größere Kulisse erwartet

Sein erstes Spiel im Alfred-Kunze-Sportpark in der Männermannschaft absolvierte erstaunlicherweise Torwart Benjamin Bellot. „Ja, tatsächlich ist das so. Bisher kenne ich den AKS nur aus Spielen im Nachwuchs“, bestätigte er. Dass er im Tor der Chemiker steht, überrascht im Anhang der Grün-Weißen nicht viele. Julien Latendresse-Levesque ist zwar ein starker, aber zu oft unkonstanter Torwart. Zudem machte sich zuletzt Unzufriedenheit breit über dessen oft verbesserungswürdige Spieleröffnung. Am Mittwoch saß der introvertierte Franco-Kanadier einsam auf seinem Stuhl, wirkte in sich gekehrt, als ob er mit dem Kapitel Chemie abgeschlossen hätte.

Nun also Babelsberg. Mehr Druck muss her, wenn das Spiel gewonnen werden soll. Der Tscheche Tomas Petracek hatte es bislang schwer, Rückkehrer Tommy Kind passt nicht in jedes taktische Konzept, Kai Druschky hat noch Trainingsrückstand. Am Sonnabend werden sie alle drei gebraucht. Ein Fragezeichen steht noch hinter Flügelstürmer Florian Schmidt, der nach einem brutalen Foul von Berlins Fardjad-Azad verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Nach den stolzen 3237 Zuschauern am Mittwochabend samt Gewitter rechnet man morgen mit einer noch größeren Kulisse. Jens Fuge

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