16. August 2021 / 11:53 Uhr

Nachbarschafts-Duell: Roßweiner SV gewinnt knapp gegen VfB Leisnig

Nachbarschafts-Duell: Roßweiner SV gewinnt knapp gegen VfB Leisnig

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Leisnig
Leisnigs Johann Böhm (l.) versucht an einem Roßweiner vorbeizukommen. © Sven Bartsch
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Zum Auftakt der Kreisoberliga gewann der Roßweiner SV das Spiel beim VfB Leisnig mit 2:1. Vor knapp 200 Zuschauern war ein brisantes und rassiges Derby auf Augenhöhe zu sehen.

Leisnig. Der Auftakt-Spieltag der Fußball-Kreisoberliga der Männer hielt am Freitagabend sowie am Samstagnachmittag vier ziemlich ungefährdete Erfolge der Heimmannschaften bereit. Schnelle Führungstreffer und deren rascher Ausbau legten den Grundstein für die Auftakt-Dreier der jeweiligen Gastgeber. Aus der Reihe scherte diesbezüglich das mit Spannung erwartete Nachbarschafts-Duell zwischen dem VfB Leisnig und dem Roßweiner SV, welches mit 1:2 an die Gäste ging. Vor stattlicher Zuschauerkulisse (Urlaubszeit und die Sommerhitze verhinderten wohl eine noch höhere Zahl als die knapp 200, dennoch waren es einige Besucher mehr als tags zuvor zur Saisoneröffnung in Machern) entwickelte sich in der Otto-Schuricht-Sportstätte ein brisantes und rassiges Derby auf Augenhöhe ohne die ganz großen fußballerischen Höhepunkte.

Der Unparteiische Tommy Riedel vom Bornaer SV holte nach häufig packenden und verbissenen geführten Zweikämpfen im Mittelfeld insgesamt siebenmal den gelben Karton (3/4) aus der Brusttasche. Die Partie lebte von der Dynamik, aber echte Tormöglichkeiten waren eher Mangelware. Die Einheimischen agierten gegen den meist mit langen Bällen operierenden Gegner defensiv sehr solide. Dennoch zog der frisch gebackene Pokalsieger kurz vor dem Seitenwechsel nach einer Standardsituation glücklich in Führung. Torschütze war der früh für seinen verletzt ausgeschiedenen Teamkollegen Stanley Steenbeck eingewechselte Adrian-Dan Köhler, aus kürzester Distanz aus dem Gewühl heraus.

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Die zweite Halbzeit verlief ähnlich wie die erste: die Hausherren mit hohem Laufaufwand, die Roßweiner mit optischen Vorteilen und mehr Ballbesitz. Woraus sie allerdings nur wenig Kapital schlugen, hüben wie drüben gab es weiterhin nur halbgare Torchancen. In der Schlussphase der Partie band der RSV durch einen von Stephan Krondorf verwandelten Strafstoß den Sack zu. Der Anschlusstreffer der Einheimischen durch Hannes Meyer nach einem sehenswerten Angriff kam zu spät, um das Blatt noch wenden zu können.